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Sitzblockade gegen Castor-Transport Der Widerstand taut auf


Kurz vor Lubmin nimmt der Widerstand gegen den Castor-Transport an Intensität zu. Polizisten räumten derweil eine Sitzblockade von rund 250 Demonstranten.

Der Castor-Transport bewegt sich auf seinem Weg ins atomare Zwischenlager bei Lubmin auf den letzten und wohl heikelsten Teil der Fahrt zu. Atomkraftgegner verstärken ihren Widerstand. Sie hatten für den etwa 20 Kilometer langen Streckenabschnitt ab Greifswald mit diversen Protestaktionen blockiert. Nach Angaben der Polizei war die Strecke nach mehreren Einsätzen am Nachmittag frei.

Eine Sitzblockade von rund 250 Teilnehmern nahe Lubmin hat die Polizei inwischen geräumt. Auch zwei Kletteraktionen der Umweltorganisation Greenpeace waren nach kurzer Zeit beendet. Für einen längeren Zwangsstopp auf den letzten Kilometern sorgten jedoch noch zwei an die Gleise gekettete Aktivisten der Aktionsgemeinschaft Robin Wood.

Etliche Atomkraftgegner hatten die Nacht in Camps und bei Mahnwachen in Brünzow, Kräpelin und Vierow verbracht, bevor sie sich am Donnerstag nach einem Sternmarsch bei Kräpelin trafen. Die Polizei verhinderte die Gleisbesetzung zunächst nicht. Mehrere Mannschaftswagen waren aber den Demonstrationszügen gefolgt.

Die Castor-Gegner richteten sich mit warmen Decken, Strohsäcken und heißen Getränken auf eine längere Wartezeit auf den Gleisen ein. Flaggen und Plakate wurden ausgerollt und Süßigkeiten verteilt.

Mit der Ankunft des Atommüll-Zuges am stillgelegten Kernkraftwerk Lubmin wird nun für den Nachmittag gerechnet. Die Polizei hatte das Gelände seit Mittwochabend weiträumig gesperrt.

DAPD dapd

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