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stern-RTL-Wahltrend: SPD legt zu und Merkel verliert an Rückhalt

Anschlag in Ansbach, Amoklauf in München - seit dem letzten stern-RTL-Wahltrend haben dramatische Ereignisse Deutschland erschüttert. Hat das die politische Stimmung im Land verändert?

SPD-Chef und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel

Für seine Partei geht es einen kleinen Schritt nach oben: SPD-Chef und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel

Auch nach dem Selbstmordattentat in Ansbach und dem Amoklauf in München bleibt die politische Stimmung im Land stabil: Im stern-RTL-Wahltrend gewinnt lediglich die SPD im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt hinzu auf jetzt 23 Prozent, während die Grünen einen einbüßen auf 12 Prozent.

Die Werte für die anderen Parteien haben sich nicht geändert. Die Union aus CDU und CSU liegt weiter bei 35 Prozent, die Linke bei 9 Prozent, die AfD ebenfalls bei 9 Prozent und die FDP bei 6 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 6 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 27 Prozent, ein Punkt weniger als in der Vorwoche.

Merkel verliert Unterstützung von CSU-Anhängern

Bei der Kanzlerpräferenz – wenn also die Spitze des Kanzleramts direkt gewählt werden könnte – verliert Angela Merkel abermals einen Prozentpunkt und kommt aktuell auf 46 Prozent. Ihr Vorsprung auf SPD-Chef Sigmar Gabriel, für den sich unverändert 15 Prozent entscheiden würden, beträgt nun 31 Prozentpunkte.

"Nach der neuerlichen Kritik aus der CSU an der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin ist der Rückhalt Merkels unter den CSU-Anhängern von 75 Prozent in der Vorwoche auf jetzt 69 Prozent gesunken, während er bei den CDU-Anhängern mit 85 Prozent fast unverändert hoch bleibt", erklärt Forsa-Chef Manfred Güllner die Entwicklung.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 25. bis 29. Juli 2016 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische  Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.