HOME

stern-RTL-Wahltrend: Satte Mehrheit für Schwarz-Grün

Die Union erreicht in der Stern-Umfrage Höchstwerte, für eine Weiterführung von Schwarz-Gelb wäre es derzeit aber nicht genug. Schuld daran hat die FDP. Die Piraten sacken auf unter 5 Prozent.

Die Union legt im Ansehen der Wähler wieder zu. Im stern-RTL-Wahltrend klettert sie im Vergleich zur Vorwoche um 2 Punkte und erreicht zum vierten Mal in diesem Jahr ihren bisherigen Jahresbestwert von 39 Prozent. Die FDP gewinnt 1 Punkt, würde mit 4 Prozent aber weiter nicht im Parlament vertreten sein. Die Grünen fallen in der Umfrage, die vor dem Basis-Votum für das Spitzenteam Trittin/Göring-Eckardt durchgeführt wurde, um 1 Punkt auf 14 Prozent. Für die SPD wollen unverändert 26 Prozent der Wähler stimmen, für die Linke erneut 8 Prozent. Den Piraten dagegen geht die Luft aus: Sie verlieren 1 Punkt und liegen mit 4 Prozent im stern-RTL-Wahltrend erstmals unter der 5-Prozent-Hürde. Auf sonstige Parteien entfallen 5 Prozent der Stimmen (-1).

Merkel doppelt so beliebt wie Steinbrück

Mit gemeinsam 43 Prozent haben Union und FDP einen Drei-Punkte-Vorsprung vor SPD und Grünen (zusammen 40 Prozent). Eine Regierung könnten jedoch beide Lager nicht bilden. Eine theoretisch denkbare Koalition aus Union und Grünen hätte eine Mehrheit von 53 Prozent, eine große Koalition käme auf 65 Prozent.

Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück büßt deutlich an Sympathie ein. Könnten die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen, würden sich nur noch 26 Prozent für Steinbrück entscheiden – 3 Punkte weniger als in der Woche zuvor. Anfang Oktober, kurz nach seiner Nominierung, wollten noch 35 Prozent für ihn stimmen. 53 Prozent sprechen sich jetzt für Kanzlerin Angela Merkel aus. Anfang Oktober lag sie bei 46 Prozent.

Steinbrück hat ein Glaubwürdigkeitsproblem

Obwohl es rechnerisch für eine schwarz-grüne Koalition reichen würde, sehen die Deutschen nach Ansicht von Forsa-Chef Manfred Güllner ein derartiges Bündnis skeptisch. Dem Magazin stern sagte er: "Die Wähler wollen eher eine große Koalition. Sie kann in ihren Augen am besten die Probleme wie Euro-Krise, Arbeitslosigkeit oder Altersarmut lösen." Dass Steinbrück eine Zusammenarbeit mit Merkel ausschließe, bezeichnete der Wahlforscher als "Fehler". Die Menschen erinnerten sich daran, wie gut er in der Finanzkrise mit Merkel gearbeitet habe. Güllner: "Das trägt nicht zu seiner Glaubwürdigkeit bei." Geschadet habe dem designierten SPD-Kanzlerkandidaten jedoch vor allem sein Lavieren in der Debatte um die Vortrags- und Buchhonorare. "Wenn ihm in Bochum für einen Abend 25.000 Euro angeboten werden, hätten doch sofort alle Alarmglocken schrillen müssen", so der Forsa-Chef zum stern.

Matthias Weber
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.