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Abgesagtes Länderspiel: Wollte ein Deutscher einen Anschlag im Stadion von Hannover planen?

Die Behörden bestätigen es nicht offiziell. Dennoch werden immer mehr Details eines mutmaßlichen Attentats während des abgesagten Länderspiels in Hannover bekannt. So soll der Anführer der Terrorgruppe im Besitz eines deutschen Passes sein.

Nahaufnahme des Schriftzugs Polizei auf der Uniform eines Polizisten in Hannover

Polizei-Kontrolle nach Absage des Länderspiels in Hannover: Eine Zeitung berichtet, ein Mann mit deutschem Pass habe einen mutmaßlichen Anschlag im Stadion geplant

Der Anführer der angeblich fünfköpfigen Gruppe von Attentätern, die einen Anschlag auf das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden geplant haben soll, ist einem Bericht zufolge im Besitz eines deutschen Passes. Unter Berufung auf Angaben des französischen Geheimdiensts berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" zudem, die Gruppe habe insgesamt fünf Sprengstoffanschläge geplant. Demnach sollten drei Bomben in einem Fahrzeug mit Zufahrtsberechtigung oder durch ein Mitglied der Gruppe mit Eintrittskarte ins Stadion gebracht werden und dort detonieren.

Einen weiteren Sprengsatz wollten die Terroristen dem Bericht zufolge an einer Bushaltestelle platzieren. Sieben Stunden später hätte die einzige Frau aus der Gruppe einen Sprengsatz an einem nicht näher spezifizierten Bahnhof zünden sollen. Dabei sollte es sich den Angaben zufolge nicht um einen Selbstmordanschlag handeln.

Bombe am Bahnhof deponieren

Die Frau sollte demnach mit einem Zug zu dem Bahnhof fahren, dort aussteigen, die Bombe deponieren und mit einem anderen Zug den Tatort wieder verlassen. Die Information sei etwa zwei Stunden vor Anpfiff am Dienstagabend bei den deutschen Behörden eingegangen. Eine halbe Stunde später wurde das Freundschaftsspiel gegen die Niederlande abgesagt.


dho / AFP