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Thorsten Schäfer-Gümbel SPD-Vize fordert klare Kante gegenüber Angela Merkel

Der wachsende Vorsprung der CDU sorgt bei der SPD für einigen Unmut. Vizevorstizender Schäfer-Gümbel fordert nun von seiner Partei, sich klarer von Angela Merkel und der Union abzusetzen.

Ein wachsender Vorsprung der CDU vor der SPD in Umfragen sorgt für zunehmende Distanz zwischen den Koalitionären. Bei den Sozialdemokraten mehren sich die Rufe nach einer härteren Linie gegenüber Kanzlerin Angela Merkel (CDU). "Die SPD muss als klare Alternative zur Union wahrgenommen werden", forderte der SPD-Vizevorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel im Gespräch mit "Spiegel Online". "Die Merkel-Union" fahre in allen Fragen nur auf Sicht. Die SPD müsse ihr Profil als Partei schärfen, die sich mit den Herausforderungen der Zukunft beschäftige: "Familienpolitik, Chancengleichheit, Bildung und Arbeit." Der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion Michael Grosse-Brömer keilte zurück: "Die SPD ist gerade sehr schlecht gelaunt - das wäre ich auch, wenn ich deren Umfragewerte hätte", sagte er der "Welt am Sonntag".

Laut Schäfer-Gümbel hat die SPD-Spitze um Sigmar Gabriel trotz der schwindenden Wählergunst die Bundestagswahl 2017 noch längst nicht verloren gegeben. "Das ist grober Unfug", sagte er.

Die Union baut ihren Vorsprung in der Wählergunst auf die SPD weiter aus. Im aktuellen Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich im Auftrag von "Bild am Sonntag" erhebt, wächst der Abstand zwischen beiden Parteien um zwei auf nun 17 Prozentpunkte. Die Union gewinnt einen Punkt und erreicht 41 Prozent. Die SPD dagegen fällt um einen Punkt auf 24 Prozent. Die Grünen (elf Prozent) klettern um einen Punkt, die Linke (neun Prozent) bestätigt ihr Ergebnis aus der Vorwoche. Die FDP verharrt bei vier Prozent, die AfD fällt um einen Punkt auf sechs Prozent. Sonstige Parteien kommen erneut auf fünf Prozent. Emnid befragte vom 5. bis zum 11. März 1925 Personen.

fin/DPA DPA

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