Umfrage CSU bricht dramatisch ein


Massive Verluste bei der CSU: Laut einer Umfrage ist die Partei in der Wählergunst auf nur noch 44 Prozent abgesackt. Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl, würde die CSU nach mehr als 40 Jahren ihre absolute Mehrheit im Parlament verlieren.

Fünf Monate vor der Landtagswahl in Bayern ist die CSU laut einer Umfrage in der Wählergunst auf nur noch 44 Prozent abgesackt. Wenn am kommenden Sonntag Wahl wäre, würde die Partei nach der Erhebung des Münchner Instituts für Marktforschung "mifm" im Auftrag des Radiosenders Antenne Bayern damit nach mehr als 40 Jahren ihre absolute Mehrheit im Parlament verlieren. In der Februar-Umfrage des Senders war die CSU noch auf 50 Prozent gekommen. Bei der Wahl 2003 hatten die Christsozialen 60,7 Prozent eingefahren.

Für die Umfrage hatte das Institut von Montag bis Mittwoch (21. bis 23. April) rund 1000 Menschen befragt. In einer anderen Umfrage vor rund zwei Wochen, die Antenne Bayern ebenfalls veröffentlichte, hatte die CSU in der Wählergunst sogar bei einem Wert von nur noch 40 Prozent gelegen. Dafür waren zwischen dem 4. und 14. April rund 1000 Menschen befragt worden - kurz nach dem endgültigen Aus für den Münchner Transrapid.

Von den massiven Verlusten der CSU würden der aktuellen Umfrage zufolge die Freien Wähler und die FDP profitieren: Beide würden mit jeweils 9 Prozent neu ins Maximilianeum einziehen. Die SPD kommt in der Umfrage auf 20 Prozent, das ist derselbe Wert wie in der Februar-Erhebung. Die Grünen bleiben demnach bei 11 Prozent. Die FDP war in der Februar-Umfrage auf 7 Prozent gekommen, die Freien Wähler lagen damals mit 4 Prozent noch unter der Fünf-Prozent-Marke.

Eine am vergangenen Samstag veröffentlichte Umfrage der Hamburger GMS Dr. Jung Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung für Sat.1 hatte die CSU in der Wählergunst bei einem Wert von 51 Prozent gesehen. Die SPD kam auf 20, die Grünen auf 10 Prozent. Die FDP sah diese Umfrage bei 6 Prozent, während die Freien Wähler mit 4 Prozent unter der Fünf-Prozent-Marke blieben. Das Hamburger Institut hatte zwischen dem 8. und 14. April 1010 Bürger befragt.

DPA DPA

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