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Umfrage: Die Grünen auf Rekordhoch

Fünf Monate vor der Wahl in Berlin sind die Grünen Umfragen zufolge so stark wie nie zuvor. Würden die Grünen bei der nächsten Bundestagswahl mit einem eigenen Kanzlerkandidaten ins Rennen gehen, hätte Renate Künast die besten Chancen.

Die Grünen sind Umfragen zufolge so stark wie nie zuvor. Im aktuellen "Sonntagstrend" der "Bild am Sonntag" würde die Partei einen Punkt auf 24 Prozent zulegen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Das sei der höchste Wert, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid je auf Bundesebene für die Grünen gemessen habe.

Die FDP dagegen büßte einen Punkt auf vier Prozent ein und würde damit einen Einzug in den Bundestag verpassen. Die SPD verliert ebenfalls einen Punkt auf 25 Prozent. Die Union erreicht wie in der Vorwoche 33 Prozent. Die Linkspartei bleibt bei acht Prozent. Emnid befragte der Zeitung zufolge vom 5. bis 7. April 1.862 Wahlberechtigte.

Gut fünf Monate vor der Wahl zum neuen Abgeordnetenhaus in Berlin sind die Grünen einer Erhebung zufolge wieder stärkste Partei. Sie kämen nach einer Emnid-Umfrage für das Magazin "Focus" auf 29 Prozent. Für die derzeit zusammen mit der Linkspartei regierende SPD würden 27 Prozent der Berliner Wähler stimmen, wenn am Sonntag Abgeordnetenhauswahl wäre. Die CDU kommt auf 20, die Linkspartei auf 14 Prozent. Die Liberalen wären mit drei Prozent nicht im Abgeordnetenhaus vertreten. Für die Erhebung befragte Emnid am 6. und 7. April 1000 wahlberechtigte Berliner.

Würden die Grünen bei der nächsten Bundestagswahl mit einem eigenen Kanzlerkandidaten ins Rennen gehen, hätte Renate Künast die besten Chancen. 15 Prozent der von Emnid Befragten sprachen sich für die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion aus, die auch Spitzenkandidatin ihrer Partei bei der Berliner Wahl ist. Zwölf Prozent würden lieber Fraktionschef Jürgen Trittin als Kanzlerkandidaten sehen. Denselben Wert erreicht der designierte baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Elf beziehungsweise zehn Prozent wären für die Grünen-Parteivorsitzenden Cem Özdemir und Claudia Roth. Die Mehrheit - 41 Prozent - hält keinen der Grünen-Politiker für geeignet oder machte keine Angaben.

cas/Reuters / Reuters