HOME

UMFRAGE: Mehrheit für Neuwahlen bei Scheitern von Rot-Grün

56 Prozent der Deutschen sind nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für Neuwahlen, falls die rot-grüne Koalition im Streit um eine Bundeswehr-Bereitstellung im Afghanistan-Konflikt scheitert. Jeweils 17 Prozent sind in diesem Fall für eine sozial-liberale Koalition oder für eine große Koalition, ergab die am Mittwoch veröffentlichte Umfrage für die Zeitung »Die Woche«.

Von den SPD-Anhängern befürworten 51 Prozent und von den Grünen- Anhängern sogar 80 Prozent Neuwahlen, falls der Kanzler bei der Vertrauensabstimmung am Freitag keine Mehrheit bekommt. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte bereits am Dienstag darauf verwiesen, dass nach Umfrage-Ergebnissen bei einem Bruch der rot-grünen Koalition 56 Prozent der Bürger für Neuwahlen seien.

Nach der Umfrage glauben allerdings 63 Prozent der Befragten nicht daran, dass die rot-grüne Koalition zerbrechen wird. 49 Prozent sind der Meinung, dass die Grünen auch dann in der Regierung bleiben sollten, wenn sich eine Mehrheit von ihnen

gegen die Beteiligung ausspricht. Fast drei Viertel (72 Prozent) sind dafür, dass Joschka Fischer auch dann Außenminister bleibt, wenn die Koalition zerbricht. Selbst von den Unions-, FDP- und PDS-Anhängern ist eine große Mehrheit dieser Ansicht, berichtete die Zeitung.

Fehlertoleranz plus-minus 3 Prozentpunkte

Das Forsa-Institut hatte am 13. November insgesamt 1009 Personen repräsentativ befragt, zuvor wurden vom 9. bis 12. November 1007 Deutschen Fragen gestellt. Die statistische Fehlertoleranz beträgt jeweils plus-minus 3 Prozentpunkte.