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Und jetzt ... Django Asül: Benedikts Betriebsanleitung für Deutschland

Der Papst kam, sah und sprach den Deutschen aus dem Herzen: weniger Ökumene und mehr Demut. Seine Botschaften wurden erhört, sogar die Börsen reagierten prompt.

Eine Lobpreisung von Django Asül

Die vergangene Woche brachte eine sehr mysteriöse Gemengelage. So manche Säule der Gesellschaft war klammheimlich morsch geworden, ohne dass es der Öffentlichkeit aufgefallen war. Dass die Politik sich aus der Politik ausklinkt, weil Regierung und Opposition gleichermaßen genervt sind von ihrer eigenen Lethargie, hat der Normalbürger längst als ungeschriebenes Gesetz akzeptiert. Doch wenn sich dann auch noch ein Paar wie Stefanie Hertel und Stephan Mross trennt, geht das dem Volk an die Nieren. Schließlich rangierten diese Giganten der Volksmusik in der Gunst der Nation weit vor dem Bundespräsidentenpaar Wulff und auch vor Bayerns Offensivduo Ribery/Robben. Wenn dann noch in derselben Woche der Alpenphilosoph Hansi Hinterseer verkündet, dass er in Zukunft nicht mehr seine alljährliche Pilgerwanderung in Kombination mit einer Bergpredigt für seine Jüngerinnen macht, wankt das gängige Gesellschaftssystem bedenklich. Es droht der kollektive Burnout.

Der Papst hatte also ein gutes Gespür für das richtige Timing. Deutschland erwartete von ihm nichts weniger als eine praktikable Betriebsanleitung für Deutschland. Das Individuum wollte von Benedikt die ultimative Vollkaskolösung: Wie gehe ich mit meiner Arbeit um? Wie mit dem Ehepartner? Welches Auto soll ich kaufen? Wo soll ich Urlaub machen? Wie soll ich mein Geld anlegen? Brauche ich überhaupt Geld oder wird sowieso alles abgebucht? Und ist Impotenz ein besseres Verhütungsmittel als das Kondom.

Wenigstens rennt der Papst nicht ohne Unterhemd rum

Umso erfrischender ging der Papst ans Werk bei seiner Rede im Bundestag. Wobei es tumultartige Diskussionen gab, ob denn der Papst nun unter der Reichstagskuppel reden dürfe oder nicht. Das war der Angelegenheit nicht würdig. Ob Scharlatane wie Jürgen Fliege oder der Dalai Lama im Bundestag nicht ans Pult marschieren und dauergrinsen dürfen, wäre in der Tat eine Diskussionsgrundlage. Aber der Papst? Der verkauft weder duftfreies Parfüm als Weihwasser à la Fliege. Noch rennt er permanent ohne Unterhemd herum wie der Lama.

Dass der Papst ein Staatsoberhaupt ist, scheinen viele zu verdrängen. Gut, der Vatikanstaat mag nicht unbedingt der demokratischste Staat auf diesem Planeten sein. Aber wer sich heute die Vorzeigedemokratien mal objektiv anschaut, wird feststellen: Demokratie ist die Summe aus politischem Blindflug in Tateinheit mit finanziellem Größenwahn auf Pump. Dagegen herrschen im Vatikanstaat geordnete Verhältnisse. Ohne jemals Staatsanleihen ausgegeben zu haben. Irgendwas scheint dort also schon in die richtige Richtung zu laufen. Abgesehen davon: Wenn schon Demokratieallergiker wie Putin und Realitätsverweigerer wie Westerwelle kein Hausverbot haben, dann gebührt dem Papst im Prinzip sogar eine Zehnerkarte.

Jedenfalls tat Benedikt sehr gut daran, auf alle Erwartungen zu pfeifen und lieber mal zu zeigen, wo der intellektuelle Hammer ohne Sichel hängt. Die Kernbotschaft des Papstes war eindeutig: Solange genug Frischluft da ist, wird sich alles andere schon irgendwie einrenken. Diesen ökologischen Ansatz hat niemand erwartet. Dabei ist es wirklich einleuchtend: Ohne Frischluft ist alles andere sinnlos.

Benedikt weiß, wo der Strafraum beginnt

Das klingt natürlich sehr bescheiden und verlangt eindringlich mehr Demut von einer weitestgehend dekadenten und zügellosen Gesellschaft, die Raubbau an der Natur betreibt. Kritik erntete er allerdings für seine Gedanken zum Thema Ökumene. Doch Friede, Freude, Eierkuchen gehört nicht zum Standardrepertoire eines Papstes. Er weiß, wo der Strafraum beginnt. Und mit Ökumene hat er nicht so viel am Hut. Er wird seine Gründe haben. Vielleicht waren es seinerzeit ein paar Luthersche Thesen zu viel. Vielleicht ist der Papst auch einfach nur Realist und kann bis drei zählen. Denn die Ökumene hat man längst auf politischer Ebene versucht und muss derzeit feststellen, dass zwischen Theorie und Praxis manchmal ganze Sonnensysteme liegen können. Die EU ist ja nichts anderes als eine politische Ökumene. Das Resultat?

Europa ist, wenn Banken nicht Pleite gehen dürfen und Leute wie Merkel oder Berlusconi Machtinhaber spielen wollen. Das ist lustig anzusehen, aber immer nur Tanz auf dem Vulkan ist nicht gut, wenn man Gummisohlen an den Schuhen hat. Nichts anderes hat der Papst auf seine betont amüsante Art von sich gegeben und wirkte dabei immer sympathisch. Manche wollten ihn im Vorfeld schon als hartherzigen Sturkopf hinstellen. Aber nur weil Leute wie Andrea Nahles den Papst sympathisch finden, muss Benedikt noch lange kein Unsympath sein.

Dass die Botschaft des Papstes die Menschen erreicht hat, zeigten die Börsen dieser Welt nachhaltig. Alles schmierte ab wie schon lange nicht mehr. War das nun die Panik vor einem Untergang Griechenlands? Nein, es war ein Beleg, dass die Menschen innegehalten und die richtigen Konsequenzen aus der Papstrede gezogen haben: Besitz und Eigentum sind Schall und Rauch. Wer nur dem Materiellen nachjagt, ist ein armer Irrer.

Und so warfen die Neogläubigen alles auf den Markt, was auf einmal wie endloser Ballast statt wie bisher wie Sicherheit wirkte: Aktien, Anleihen, Silber, Gold, Ölkontrakte, Wetten auf eine Herabstufung der EU-Staaten auf das Niveau von Bangladesh. Sie legen wieder mehr Wert auf das Zwischenmenschliche und geben damit Familienangehörigen und Nachbarn auf den Keks. Doch auch die Ungläubigen und heidnischen Marktanbeter kommen auf ihre Kosten. Denn nun liegen wieder Einstiegskurse vor. Und so hatte der Papst quasi für Jedermann etwas im Gepäck. Zusammengefasst bedeutet das also: Sinken die Kurse und Preise in den Keller, wird das Leben sozialer. So wie es eben nachts auch kälter ist als draußen.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(