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Volkstrauertag: Gräber unter Parkplätzen

Am Volkstrauertag wird der Toten zweier Weltkriege und der Opfer des Naziterrors gedacht. Die Suche nach den Gebeinen dauert immer noch an. Gräber tauchen unter Parkplätzen, in der Steppe und in Höhlen auf, viele Tote können nicht identifiziert werden.

In mehr als 100 Ländern der Erde liegen tote deutsche Soldaten - oft in anonymen Massengräbern. Sechs Jahrzehnte nach Kriegsende ist ihre Identifizierung noch nicht abgeschlossen. Der jährliche Volkstrauertag, der an diesem Sonntag ansteht, rückt die Friedhöfe immer nur für einen Moment in das Licht der Öffentlichkeit.

"Die Generation, die das Grauen noch aus eigenem Erleben kennt, stirbt weg", sagt Reinhard Führer, Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Kassel. Jedes Jahr verliere der Verband zehn Prozent seiner Mitglieder - deutlich mehr durch Tod als durch Austritt. 200.000 sind es noch, jüngere sind kaum dabei. Dass der Volksbund seine Arbeit noch nicht einstellen musste, liegt vor allem an den Förderern. Nur ein Zehntel des 39-Millionen-Euro-Etats kommt aus Steuergeldern. Der Rest sind Spenden.

Letzte Ruhe in fremder Erde

Damit wird auch die Arbeit von Hartmut Mehnert bezahlt. Seit Jahren reist er durch Polen und sucht Gräber. 120.000 Tote haben er und seine Mitarbeiter seit 1990 schon gefunden. "Wir versuchen, die sterblichen Überreste zu bergen und zu identifizieren. Wenn es Angehörige gibt, werden sie informiert und die Gefallenen dann würdevoll beigesetzt." Ihre letzte Ruhe finden die meisten in fremder Erde, nur ein oder zwei Tote im Jahr werden nach Deutschland übergeführt: "Dort kostet das Grab Geld und wird nach 25 Jahren aufgelöst. Das schreckt viele ab."

500 Mitarbeiter hat der Volksbund, ein Drittel davon allein in Frankreich. Nicht annähernd genug, um sich um die zwei Millionen deutschen Soldatengräber zu kümmern und um die Hunderttausenden, die noch irgendwo verscharrt liegen. "Ohne unsere freiwilligen Helfer wären wir nichts", bekennt Führer. Immer wieder kommen Familienväter, um in ihrem Urlaub in der ukrainischen Steppe oder den Höhen der Karpaten bei der Suche zu helfen. Der Begriff "Rentnergruppen" steht fest in den Unterlagen des Volksbundes: "Wir haben immer mehr 63-, 65-, 67-Jährige, deren Väter im Krieg gefallen sind und die helfen wollen. Auf eigene Kosten."

Jugendliche pflegen Friedhöfe

Auch viele Jugendliche beteiligen sich. "Von Spaßgeneration merken wir hier nichts. Unsere Kapazitäten werden jedes Jahr ausgeschöpft", sagt Führer. 12.000 Jugendliche besuchen jährlich für ein oder zwei Wochen die Jugendbegegnungsstätten des Volksbundes, zumeist im Ausland. Es kostet 400 Euro, wenn man in den Ferien zwei Wochen Erde schaufeln, Blumen pflegen oder Grabkreuze putzen möchte. Ausgebucht sind die Reisen dennoch Jahr für Jahr.

80.000 Postein- und -ausgänge bewältigt der Volksbund jedes Jahr, 100 Umbettungsprotokolle schreibt er jeden Tag. Die Menschen in den Ländern, die Deutschland einst überfiel, helfen mit. "Ressentiments erleben wir extrem selten", sagt Mehnert, beim Volksbund für Polen verantwortlich. "Immer wieder kommen alte Leute zu uns und berichten über Stellen, wo vor 60 Jahren deutsche Soldaten verscharrt wurden. Die Achtung vor den Toten ist sehr groß."

Tote lagen unter Parkplatz

Fälle wie in Tschechien, wo die Gebeine Tausender Gefallener jahrelang in einer Fabrikhalle lagerten, seien eher auf die Behörden zurückzuführen, sagt auch Führer. "In Russland ist es manchmal nicht leicht, in Weißrussland sowieso nicht, aber die Menschen selbst sind sehr offen." Mehnert berichtet von der masowischen Stadt Radom. "Dort lagen mehrere hundert Tote unter einem Parkplatz. Es waren schließlich Polen, die zu uns kamen und sagten, sie möchten, dass die deutschen Soldaten würdevoll bestattet werden."

10, 15 Jahre, schätzt Mehnert, hat der Volksbund noch zu tun, allein in Polen. "Jetzt geht es um kleine Gräber mit ein, zwei Gefallenen. Das ist viel komplizierter." Und teurer. Wenn die Männer mit schwerer Technik anrücken müssen, koste eine Umbettung rasch mehr als 1000 Euro. Mehnert ist überzeugt, dass die Mühe lohnt. Er erzählt von einem Pfarrer, der seinen im Januar 1945 in Polen gefallenen Vater suchte. "Fünf Jahre recherchierte er mit unserer Hilfe, dann suchten wir eine Woche auf einem dreimal drei Kilometer großen Acker, eigentlich sinnlos. Als er die Überreste seines Vaters schließlich doch an den Zähnen erkannte, haben wir in den Augen aller Männer trotz des strömenden Regens Tränen gesehen."

Chris Melzer/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(