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Warnstreiks der Ärzte in München und Freiburg: Heute keine Sprechstunde

Die Warnstreiks des Marburger Bunds gehen weiter. Auch morgen soll vereinzelt gestreikt werden. Platzt am Donnerstag eine Einigung zwischen Vertretern der Ärzte und der Länder könnte ein Arbeitskampf drohen wie im Frühjahr 2010.

Im Tarifstreit um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen haben knapp 1000 Klinik-Ärzte am Dienstag in München und Freiburg zeitweise ihre Arbeit niedergelegt. Nach Angaben der Gewerkschaft Marburger Bund traten mindestens 400 Ärzte am Münchner Univeritäts-Klinikum Rechts der Isar für zwei Stunden in einen Warnstreik. An der Uni-Klinik Freiburg seien es fast 500 Ärzte gewesen. Die Notversorgung sei aber stets sichergestellt gewesen.

Für Mittwoch sind den Angaben zufolge weitere Aktionen unter anderem in Ulm und Erlangen geplant. Der Marburger Bund will für rund 20.000 Ärzte an Unikliniken bundesweit 6,3 Prozent mehr Geld erstreiten und die Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit anheben lassen. Derzeit bekämen die Ärzte für Nachtdienst einen Zuschlag von 1,28 Euro pro Stunde, hieß es. Die "Tarifgemeinschaft deutscher Länder" hatte die Forderungen nach mehr Gehalt als unbezahlbar zurückgewiesen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Donnerstag in Berlin geplant.

Bereits am Montag demonstrierten insgesamt etwa 500 Ärzte in Göttingen und Hannover.

ono/DPA / DPA