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Warnstreiks im Öffentlichen Dienst: Bsirske sieht Tarifgespräche in einer Sackgasse

In Hessen und Saarland haben Bedienstete von Finanzämtern, Universitäten, Forstämtern und Straßenmeistereien ihre Arbeit niedergelegt. Grund für die Warnstreiks sind festgefahrenen Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst.

Die Tarifgespräche für die rund 600 000 Angestellten der Länder stecken nach Einschätzung von Verdi-Chef Frank Bsirske in einer Sackgasse. Zum Auftakt bundesweiter Warnstreiks sagte der Gewerkschaftschef am Montag, es sei eine "Provokation", dass die Arbeitgeber erst ein Angebot vorlegen wollten, wenn die Gewerkschaften ihre Forderungen zurücknähmen. Damit seien die Verhandlungen festgefahren. "Wer sie wieder in Bewegung bringen will, muss selbst dazu beitragen", sagte er bei einer Kundgebung in Saarbrücken.

Die Gewerkschaften fordern ein Plus von 50 Euro und eine lineare Erhöhung von 3 Prozent. Die Arbeitgeber haben bisher kein Angebot vorgelegt. Ihr Verhandlungsführer, Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU), hält das angesichts leerer Kassen für überzogen. Die dritte Verhandlungsrunde der Tarifgespräche ist für den 9. März in Potsdam geplant.

DPA / DPA