HOME

Flüchtlinge: 2000 Euro "Willkommensgeld": Das sind die größten Lügen der Schleuser

Kommst du nach Deutschland, kriegst du Arbeit. Und 2000 Euro. Und ein Haus. Schleuser locken Flüchtlinge vielfach mit falschen Versprechen nach Deutschland. Die Bundesregierung warnt vor ihren "sieben größten Lügen".

Sommer 2015: Menschen an der Grenze zwischen Ungarn und Serbien

Sommer 2015: Menschen an der Grenze zwischen Ungarn und Serbien

Die Bundesregierung verstärkt ihre Aufklärungskampagne gegen von Schleuserbanden verbreitete Fehlinformationen. An diesem Montag wurde die Internetseite RumoursAboutGermany.info freigeschaltet, auf der den falschen Gerüchten über die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland Fakten gegenübergestellt werden. Die Informationen werden auf Arabisch, Französisch und Englisch verbreitet.

"Wir wollen verhindern, dass sich Menschen in ohnehin schwieriger Lage mit verklärten Vorstellungen und falschen Erwartungen auf den Weg machen", erklärte das Auswärtige Amt zum Start der Internetseite. "Deshalb setzen wir der brodelnden Gerüchteküche objektive Informationen entgegen."

Flüchtlinge werden mit Lügen angelockt

Auf der Seite werden die "sieben größten Lügen der " aufgelistet, die über das Flüchtlingsziel Deutschland und den Weg dorthin verbreitet werden. Zum Beispiel:

• "Deutschland hat 800.000 Plätze alleine für afghanische reserviert." Falsch: Es gibt keine Kontingente für aus bestimmten Ländern, jeder Fall wird individuell betrachtet.
• "Jeder Flüchtling erhält ein Willkommensgeld von 2000 Euro." Und: "Deutschland schenkt jedem Flüchtling ein Haus." Beides hat mit der Realität nichts zu tun.
• "Wenn es Dir in Deutschland nicht gefällt, geben Sie Dir einfach ein Visum für Kanada." Dazu heißt es auf der Internetseite: "Das ist völliger Schwachsinn. Es gibt keinerlei Vereinbarung zwischen Deutschland und Kanada oder irgendeinem anderen Land für solche Fälle."

"Das wichtigste Ziel der Kampagne #RumoursAboutGermany ist es, die Deutungshoheit im Netz nicht allein den Schleusern zu überlassen", heißt es im Auswärtigen Amt. Die neue Internetseite ist Teil einer Kampagne, die seit 2015 läuft. In Afghanistan, Pakistan, Nord- und Westafrika wurde mit Großplakaten, Buswerbung, Blogs, TV- und Radiosendungen Aufklärungsarbeit betrieben. Die neue Internetseite soll die bisherigen Aktivitäten der Kampagne im Netz bündeln.




pg/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren