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US-Wahlkampf Quotenduell mit Biden: Trump stellt sich nun auch Wählerfragen im TV

Sehen Sie im Video: Trump spricht vor dicht gedrängtem Publikum in Pennsylvania.


US-Präsident Donald Trump war kürzlich erst noch positiv auf Covid-19 getestet worden und nun setzt er bereits unbeirrt und voll Vehemenz seinen Wahlkampf fort. Vor dicht gedrängten Anhängern sprach er den zweiten Abend in Folge auf einer Wahlkampfveranstaltung, hier in Johnstown im US-Bundesstaat Pennsylvania. Ein Bundesstaat, bei dem noch unklar ist, in welche Richtung die Wahl gehen könnte. Ein sogenannter Swing State. Der 74-jährige Donald Trump liegt zurzeit in vielen Umfragen deutlich hinter seinem Gegenkandidaten Joe Biden, der am gleichen Abend vor Senioren in Florida sprach. In mehreren US-Bundesstaaten, wie hier in Georgia, können Wähler ihre Stimme bereits abgeben - per Post oder persönlich. Und es zeichnet sich ein Rekordandrang ab. Der Termin der US-Präsidentschaftswahl ist in rund drei Wochen am 3. November.
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US-Präsident Donald Trump wird an einem sogenannten "Town Hall"-Format teilnehmen – zur selben Zeit wie sein Herausforderer Joe Biden. Allerdings bei einem anderen Sender und an einem anderen Ort.

Zwar werden sich Donald Trump und Joe Biden an diesem Donnerstag keine erneute TV-Debatte liefern, wie zunächst geplant, doch bahnt sich nun ein anderer Schlagabtausch zwischen den Präsidentschaftskandidaten an: Der Amtsinhaber wird am Donnerstag an einem sogenannten "Town Hall"-Format teilnehmen, das NBC News veranstaltet und überträgt. Das teilte der Sender am Mittwoch mit, auch die "New York Times" berichtete. 

Das "Town Hall"-Event mit Trump, bei dem Wählerinnen und Wähler ihre Fragen direkt an den Präsidenten stellen können, soll am Donnerstagabend (Ortszeit) in Miami im US-Bundesstaat Florida stattfinden. Es wird zur selben Zeit zu sehen sein, wie das "Town Hall"-Event mit Joe Biden auf ABC News. Trumps Herausforderer von den Demokraten wird allerdings in Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania Rede und Antwort stehen.

Sowohl Florida als auch Pennsylvania gelten als sogenannte Swing States, also Bundesstaaten, die traditionell keinem politischen Lager eindeutig zuzuordnen und bei der Präsidentschaftswahl daher von besonderer Bedeutung sind. Zuletzt konnte Biden laut Umfragen seinen Vorsprung auf Präsident Trump in Pennsylvania weiter ausbauen, in Florida wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet.

Quotenduell zwischen Donald Trump und Joe Biden

Damit bahnt sich zumindest ein Quotenduell zwischen Trump und Biden an. Zunächst war geplant, dass die Präsidentschaftskandidaten an diesem Donnerstag zu einer zweiten TV-Debatte aufeinandertreffen und erneut ihre Argumente auf einer gemeinsamen Bühne austauschen. Wegen der Corona-Infektion von Trump hatte die für die Organisation zuständige Kommission allerdings erklärt, die zweite Debatte solle virtuell ausgetragen werden, um "Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten zu schützen". Zwar sollte grundsätzlich an dem geplanten Format festgehalten werden, dass Bürger den Kandidaten Fragen stellen können. Trump und Biden aber sollten sich laut den Plänen der Organisatoren an unterschiedlichen Orten aufhalten und virtuell zugeschaltet werden.

Während sich Ex-Vizepräsident Biden offen für das virtuelle Format zeigte, erteilte Trump den Plänen eine Absage. Das Wahlkampfteam des Präsidenten forderte stattdessen eine Verschiebung der Debatte. Die zuständige Kommission entschied sich für eine Absage. Daraufhin wurde bekannt, dass Biden am eigentlichen Termin der TV-Debatte allein ein "Town Hall"-Format bei ABC News bestreiten wird. Für den 22. Oktober die nächste Debatte mit Trump geplant.  

Trumps Auftritt finde draußen vor dem Pérez Kunstmuseum in Miami statt, teilte NBC News mit, gemäß den Richtlinien der Gesundheitsbehörden und stehe im Einklang mit allen behördlichen Vorschriften. Trump und Moderatorin Savannah Guthrie werden demnach einen Mindestabstand von etwa 3,5 Metern zueinander und zu den Zuschauern halten. Darüber hinaus sollen auch die Zuschauer Abstand halten, es gelte eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und vor Beginn des "Town Hall"-Events würde ein Temperaturcheck durchgeführt. 

NBC News habe nach eigenen Angaben eine Erklärung erhalten, aus der hervorgehe, dass die US-Immunologen Clifford Lane und Anthony Fauci die medizinischen Daten von Trump überprüft hätten – einschließlich eines PCR-Tests von Dienstag. Darin würden sie "mit einem hohen Maß an Vertrauen" zu dem Schluss kommen, dass von dem Präsidenten kein Infektionsrisiko ausgehe. 

fs

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