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Jürgen Trittin im stern: "Zurzeit sehe ich nur eine Partei, die regierungsfähig ist: Das sind wir."

Jürgen Trittin
Jürgen Trittin
© Jens Krick/ / Picture Alliance
Der Grünenpolitiker und ehemalige Umweltminister Jürgen Trittin schließt im Gespräch mit dem stern, eine schwarz-grüne Bundesregierung aus, wenn es keine Wende in der Klimapolitik gibt. Er erwartet, dass der Machtkampf in der Union weitergehen werde.

Der Machtkampf in der Union geht nach Ansicht des Grünen-Politikers Jürgen Trittin auch nach der Wahl von Armin Laschet zum neuen CDU-Chef weiter. In einem Interview mit dem stern sagte er, die Führungskrise werde "erst gelöst sein, wenn Markus Söder und Armin Laschet klären, wer Kanzlerkandidat wird." Insgeheim hoffe Söder auf einen deutlichen Sieg des grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg im März. Für diesen Fall wird erwartet, dass dann auch in der CDU der Ruf nach einer Kanzlerkandidatur des CSU-Chefs lauter wird.

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Trittin nannte eine zentrale Bedingung für eine schwarz-grüne Koalition nach der Bundestagswahl im Herbst. Er sagte: "Es wird keine Regierung der Grünen mit wem auch immer geben ohne eine wirkliche Kehrtwende in der Klimapolitik." Das müsse auch Armin Laschet wissen. Die Grünen seien inzwischen "zum Hort der Stabilität" im deutschen Parteiensystem geworden, so Trittin weiter. In allen anderen Parteien seien wichtige machtpolitische und strategische Fragen ungelöst. Nicht so bei den Grünen. "Ohne arrogant wirken zu wollen", so Trittin. "Zurzeit sehe ich nur eine Partei, die wirklich regierungsfähig ist: Das sind wir."

Jürgen Trittin war von 1998 bis 2005 Umweltminister im rot-grünen Kabinett Schröder und sitzt heute als Bundestagsabgeordneter im Auswärtigen Ausschuss.

STERN

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