US-Interesse an Insel Reservistenverband: "Müssen deutsche Soldaten auf Grönland stationieren"

Bundeswehr Grönland
Bundeswehr-Übung in Norwegen: Muss die Armee in Zukunft Dienst in Grönland tun?
© Heiko Junge / DPA
Deutschlands oberster Bundeswehrreservist glaubt, dass US-Präsident Trump mit Grönland Ernst mache. Seine Forderung: "Europa muss stärker Präsenz auf der Insel zeigen."

Um eine Übernahme durch die USA zu verhindern, schlägt der Präsident des Bundeswehr-Reservistenverbands, Patrick Sensburg, die Stationierung deutscher Soldaten auf Grönland vor. "Wir müssen davon ausgehen, dass US-Präsident Donald Trump mit Grönland Ernst macht. Europa muss daher viel stärker Präsenz auf Grönland zeigen", sagte Sensburg der "Bild"-Zeitung. "Wir müssen in kurzer Zeit zwei europäische Brigaden unter der Führung von Dänemark dorthin verlegen."

Auch Deutschland werde hier "besonders in der Pflicht stehen". Die Verlegung der Brigaden berge auch Chancen, so Sensburg. So könnte die Bundeswehr Soldaten "auch in Grönland trainieren und ausbilden. Das wird Europa stärker zusammenschweißen".

stern/Forsa-Umfrage: zwei Drittel für Dänemark-Beistand durch Bundeswehr

Einer Umfrage des stern zufolge, sind zwei Drittel der Bundesbürger der Ansicht, dass Deutschland einschreiten müsse, wenn es zu einer militärischen Intervention kommt und Dänemark den Bündnisfall ausruft. 32 Prozent sind laut der Befragung durch Forsa dagegen, sechs Prozent äußerten sich nicht.

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Donald Trump bekräftigt immer deutlicher einen Anspruch der USA auf Grönland. "Wir bekommen Grönland, auf die eine oder die andere Weise", so der US-Präsident. "Wenn wir Grönland nicht nehmen, werden es Russland oder China tun, und das werde ich nicht zulassen", argumentierte er.

Grönland: dänisch, aber autonom

Grönland gehört zum Königreich Dänemark, ist aber weitgehend autonom. Dänemark ist ebenso wie die USA Nato-Mitglied. Bei europäischen Partnern der USA hat Trump mit seinen Äußerungen Unruhe und Empörung ausgelöst. Gleichzeitig erkennen viele europäische Länder die gemeinsamen Sicherheitsinteressen in der Arktis an.

AFP
nik

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