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Kampf gegen den IS Von der Leyen: "Gefährlicher Einsatz, aber kein Krieg"


Frankreichs Präsident Hollande wähnt sein Land im Krieg. Verteidigungsministerin von der Leyen will den Kampf gegen die Terroristen dagegen nicht als Krieg bezeichnen. Schließlich sei der IS kein Staat. Gefährlich sei der Einsatz aber zweifellos.

Die geplante direkte Beteiligung Deutschlands am Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat ist nach den Worten von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit hohen Risiken behaftet. Auf die Frage nach der Möglichkeit eines Abschusses deutscher "Tornado"-Aufklärungsflugzeuge sagte sie im ZDF-"heute journal": "Die Risiken sind da. Das ist ein gefährlicher Einsatz, ganz ohne Zweifel." Die bereits bestehende Anti-IS-Koalition habe aber seit einem Jahr bei ihren Luftangriffen keine Flugzeuge verloren.

Anders als der französische Präsident François Hollande und Bundespräsident Joachim Gauck nach den Anschlägen von Paris wollte sie aber nicht von einem Krieg sprechen. "Denn hier prallen ja nicht zwei Staaten aufeinander", sagte sie in den ARD-"Tagesthemen". "Das ist ein bewaffneter Konflikt. Und es ist ein sehr harter Kampf gegen die Terrorbande IS."

"IS hat Deutschland schon im Visier"

Auf die Frage nach einer nun möglicherweise erhöhten Terrorgefahr in Deutschland sagte die Ministerin: "Die bittere Wahrheit ist, dass der IS unmissverständlich ja bereits klar gemacht hat, dass auch Deutschland in seinem Fadenkreuz steht." Für einen Erfolg der Strategie braucht es nach ihren Worten dreierlei: die Luftangriffe, den Einsatz einheimischer Bodentruppen und eine diplomatische Lösung für Syrien.

dho DPA

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