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Neue Partei: Gabriele Pauli gründet "Freie Union"

Vergangene Woche war sie bei den "Freien Wählern" rausgeflogen, jetzt hat Gabriele Pauli ihre eigene Partei gegründet. Die "Freie Union" fordert in ihrem Wahlprogramm unter andrem eine Direktwahl des Bundeskanzlers und eine bundesweite Abstimmung über das Grundgesetz.

Wenige Tage nach ihrem Rauswurf bei den Freien Wählern hat die Polit-Rebellin Gabriele Pauli ihre neue Partei "Freie Union" gegründet. Zu der Gründungsversammlung am Sonntag in München kamen mehr als 400 Interessenten. Mehr als 200 davon traten der Partei bei. Pauli wurde nach der Parteigründung zur Bundesvorsitzenden der "Freien Union" gewählt. Sie erhielt am Ende 144 von 155 Stimmen. Eine erste Wahl, bei der sie 181 von 185 Stimmen bekommen hatte, musste später aus formalen Gründen annulliert und wiederholt werden.

In ihrem Programm fordert die "Freie Union" unter anderem eine Direktwahl des Bundeskanzlers und der Ministerpräsidenten sowie eine bundesweite "Abstimmung" über das Grundgesetz. Zu den zentralen Forderungen zählt ein bundesweit einheitliches Bildungssystem. Zudem will Paulis Partei den Zuschnitt der Bundesländer neu überdenken und tritt für eine Vereinfachung des Steuersystems mit nur noch drei Stufen ein. Zahlen werden in dem Programm allerdings nicht genannt.

Pauli betonte, man wolle eine Bürgerbewegung sein und "Schluss machen mit dem Egoismus und dem Machtdenken in den etablierten Parteien". Die frühere CSU-Politikerin, die einst mit zum Sturz des damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) beigetragen hatte, war am Dienstag wegen der bevorstehenden Parteigründung aus der Landtagsfraktion der Freien Wähler ausgeschlossen worden.

DPA / DPA
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