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Giftige Dämpfe an Bord: Schon wieder: Airbus kehrt wegen verseuchter Kabinenluft um

Ein Germanwings-Flugzeug musste auf dem Flug nach Stockholm unmittelbar nach dem Start wegen ungewöhnlicher Gerüche in der Kabine zurück nach Hamburg. Einige Crew-Mitglieder kamen ins Krankenhaus. Es ist nicht der erste Vorfall mit einem Airbus der Airline.

Airbus A319 von Germanwings

Ein betroffener Airbus A319 von Germanwings am Hamburg Airport

Schreck für die Insassen und Besatzungsmitglieder einer Passagiermaschine auf dem Weg nach Stockholm: Kurz nach dem Start des Fluges 4U7218 in Hamburg verbreitete sich am Sonntagabend in der Kabine ein übler Geruch. Der Pilot entschied sich kurz nach dem Start zur Umkehr, wie ein Screenshot der Website "flightradar24.com" bestätigt.

Nach der sicheren Landung, die 20 Minuten nach dem Start auf dem Flughafen der Hansestadt erfolgte, mussten insgesamt sechs Besatzungsmitglieder und Passagiere wegen Atemwegsreizungen und Unwohlsein vom Rettungsdienst versorgt werden, teilte die Hamburger Berufsfeuerwehr am Montag mit. Die Ursache für die Geruchsbelästigungen sei noch unklar.

4U7218

Die Route des Germanfluges 4U7218 am 29. Januar 2017 führte nicht nach Stockholm, sondern gleich zurück nach Hamburg


Drei Crewmitglieder kamen in ein Krankenhaus. Die übrigen Betroffenen blieben nach der Behandlung vor Ort. Bei dem Flugzeug handelte es sich nach Angaben der Airline um einen Airbus A319 mit 142 Passagieren und fünfköpfiger Besatzung. "Das Flugzeug wird derzeit eingehend untersucht", sagte eine Sprecherin.

Die Zwischenfälle häufen sich

Nach Informationen des "Aviation Harald" handelt es sich um einen Airbus mit der Kennung D-AGWY. Genau diese Maschine musste bereits im vergangenen Jahr wegen gesundheitlicher Probleme eines der beiden Piloten auf dem Flug von Neapel nach Hamburg eine außerplanmäßige Ladung in Wien einlegen. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig stufte diesen Zwischenfall als "schwere Störung" ein.

Airbus-Flugzeuge der Baureihe A319 und A320, die zur Flotte von Germanwings gehören, fallen häufiger mit Fehlermeldungen wegen "odour on board" auf, sogenannter verunreinigter Kabinen- bzw. Cockpitluft. Erst am 12. Januar war eine A319 auf dem Flug von Amsterdam nach Stuttgart durch unangenehmen Kabinengeruch aufgefallen.

Ebenso eine Maschine am 23. Dezember 2016 bei Düsseldorf und am 15. Oktober eine weitere auf dem Weg von Stuttgart nach Krakau. Ein Airbus A320 auf dem Flug von Berlin-Tegel nach London musste aus ähnlichen Ursachen in Hamburg außerplanmäßig landen. Über den Zwischenfall schrieb der "Aviation Herald": "Die beiden am stärksten betroffenen Flugbegleiter sind noch 26 Tage nach dem Zwischenfall mit reduzierter Lungenfunktion krankgeschrieben".

Toxische Stoffe durch Zapfluft

Beschwerden über verunreinigte Kabinen- und Cockpitluft gibt es immer wieder. Es handelt sich um folgendes Problem: Da die meisten Flugzeuge ihre Luft über die Verdichterstufe der Triebwerke ansaugen, kann es im Falle eines Öllecks zu Verunreinigungen kommen. Toxische Stoffe wie das krebserregende Beta-Naphtylamin und das Nervengift Trikresylphosphat können so ungefiltert aus dem Triebwerk in die Kabine oder in das Cockpit gelangen.

Bei zweistrahligen Flugzeugen ist dieses auch "Zapfluft" genannte System so ausgelegt, dass ein Triebwerk für die Versorgung der Passagierkabine zuständig ist, das andere für die des Cockpits. Experten vermuten, dass gerade im Winter auch Dämpfe von der Enteisungsflüssigkeit über die Zapfluft in den Innenraum der Flugzeuge gelangen.

Im Jahr 2015 wurden bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung allein 147 Störungen "in Verbindung mit Kabinenluft", von Fachleuten "fume events" genannt, gemeldet. Die Pilotenvereinigung Cockpit fordert deshalb den Einbau von Filtern, um Schadstoffe zu minimieren, und den von Sensoren, "die es der Cockpitcrew ermöglichen, schnellstmöglich zu reagieren" - also die Sauerstoffmasken überzustülpen.


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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.