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City-Resort in Hamburg: The Fontenay: So sieht Deutschlands neuestes Luxushotel aus

Im The Fontenay ist alles vom Feinsten. Das Fünf-Sterne-plus-Haus möchte eines der besten Hotels Deutschlands werden. Nach mehrfachen Terminverschiebungen steht jetzt der Eröffnungstermin fest. Der stern hat vorab das Haus besucht.

The Fontenay

An der Außenalster in Hamburgs Stadtteil Rotherbaum gelegen: das Hotel The Fontenay mit seiner geschwungenen Fassade, dem weit ausragenden Vordach über die Vorfahrt und dem Himmelsspiegel-Brunnen.

Viel Raum, viel Licht, viele runde Flächen - so wirkt Hamburgs neustes Luxushotel nach dem ersten Rundgang. Nach mehr als dreieinhalb Jahren Bauzeit sollen in das Luxusdomizil ab dem 19. März die ersten regulären Gäste einchecken können.

Der siebenstöckige Bau am Alsterufer überragt nur knapp den alten Baumbestand und wirkt mit seiner fließenden Fassade aus Fensterfronten und weißen Keramikflächen wie eine Skulptur. Der Entwurf stammte von dem Hamburger Architekturbüro Störmer Murphy and Partners, das bereits 2001 in der Hansestadt das Side Hotel mit seinem 30 Meter hohen Atrium gestaltet hatte.

Der Neubau mit der Adresse Fontenay 10 steht auf einem Grundstück, auf dem bis vor ein paar Jahren ein eckiger Hotelkasten aus den 1970er Jahren in den Himmel ragte: das Intercontinental. Doch die bei Hamburg-Besuchern und Airline-Personal beliebte Institution war in die Jahre gekommen, musste 2013 Insolvenz anmelden und wurde ein Jahr später abgerissen.

Hanseatisches Understatement: The Fontenay

Das Nachfolge-Hotel an derselben Stelle ist mit dem Vorgängerhaus nicht zu vergleichen. Schon vom Material her: Kein Gold, kein Protz und keine grellen Farben, sondern hanseatisches Understatement bestimmen das Konzept. An den Wänden Stofftapeten, grünes Onyx oder weißer Marmorino-Putz. Dunkles Eichenparkett, blaue Sitzmöbel und helle Beigetöne bestimmen die Optik. "Die Form dieses Hotels ist so stark, dass jedes Möbelstück eigentlich Rücksicht auf die Architektur nehmen Muss", sagt Architekt Jan Störmer.

Neben dem spektakulären Bau unterscheidet sich die Unterkunft durch das Personal vom üblichen Hotel-Einerlei: Das Haus hat mehr Mitarbeiter als Zimmer, 180 zu 130 - über ein so traumhaftes Verhältnis verfügen sonst nur Resorts im fernen Asien.

Auch die Eigentumsverhältnisse sind ungewöhnlich: Hier hat nicht ein Immobilienfonds Kapital eingesammelt und sich mit einer internationalen Hotelkette als Betreibergesellschaft zusammengetan, die ihre Aktionäre mit einer jährlichen Dividende zufrieden stellen müssen.

Im Hintergrund gibt es einen privaten Investor, der in Hamburg kein Unbekannter ist: Klaus-Michael Kühne, der größte Einzelaktionär des global agierenden Logistikunternehmens Kühne + Nagel mit Firmensitz in der Schweiz. Wenn Kühne in seiner Heimatstadt zu Gast ist, stieg er früher im Interconti ab. Jetzt hat der 80-jährige Unternehmer, dem bereits das Boutique-Hotel Castell Son Claret auf Mallorca gehört, nach eigenen Angaben mindestens 100 Millionen Euro in seine neue Unterkunft in Hamburg gesteckt.

In die erste Liga der Luxushotels

"Die Renommierhotels Atlantic und Vier Jahreszeiten sind mittlerweile in die Jahre gekommen", sagte Kühne kurz nach Baubeginn der Fachzeitschrift "Cost & Logis ". "Die Stunde für ein zeitgemäßes Hotel der absoluten Luxusklasse ist meines Erachtens gekommen." Sein Anspruch ist hoch: "Das The Fontenay muss das beste Hotel Hamburgs und mindestens eines der besten in Deutschland werden."

Kühne ist seit Jahren auch Mäzen des Hamburger Sportvereins. Doch sein Geld dürfte er in das neue Hotelprojekt nachhaltiger investiert haben als in einen Fußballclub, der vom Abstieg bedroht ist. Denn The Fontenay ist mit der Aufnahme in den exklusiven Kreis der weltweiten Allianz der Leading Hotels of the World bereits in die erste Liga der Luxushotels aufgestiegen.

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