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Airlines warnen vor Flugchaos in Brasilien: Fans könnten WM-Spiele verpassen

Schon wieder Probleme mit der Infrastruktur in Brasilien: Südamerikanische Airlines befürchten ein Flugchaos zur Weltmeisterschaft. Für die Fans könnte das gravierende Folgen haben.

Die größten Airlines Lateinamerikas warnen vor einem gravierenden Chaos im Flugverkehr während der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Im schlimmsten Falle müssten die Fans demnach in der Luft bleiben oder in eine andere Stadt geflogen werden, statt wie geplant ihre Spiele zu besuchen.

Schon jetzt seien Flughäfen überlastet, klagten die Fluggesellschaften auf einer Branchenschau in Santiago. Bei der WM drohe noch Schlimmeres angesichts des erwarteten Fan-Ansturms zu den Spielen. "Das Problem ist, dass man keinen Platz zum Landen des Flugzeugs haben wird. Also wird man drei Stunden damit verbringen, Kreise zu fliegen", sagte German Efromovich, der die kolumbianischen Airline Avianca kontrolliert. "Und dann fliegt man in eine andere Stadt, die 300 Kilometer weg ist, und setzt die Passagiere in einen Bus und sie kommen zum Spiel, wenn es vorbei ist."

Terminal noch in Bau

Auch der Chef der größten regionalen Airline LATAM, Enrique Cueto, warnte davor, dass Reisende nicht rechtzeitig zu Spielen kommen könnten. Die Kritik dafür würden die Fluggesellschaften ernten. Und das, obwohl sie aus Sicht der Airline-Manager nicht für die logistischen Probleme der Flughäfen verantwortlich seien. Viele brasilianische Airports wurden über Jahre hinweg vom staatlichen Betreiber Infraero vernachlässigt. Am größten Flughafen des Landes in Sao Paulo wird derzeit noch fieberhaft an einem neuen Terminal gebaut. Andere Airports bereiten sich darauf vor, Zelte aufzustellen, um die Fußball-Fans abfertigen zu können.

Trotz aller Probleme rechtzeitig ankommen dürfte in jedem Fall Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin will sich am 16. Juni in Salvador da Bahia das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM ansehen. Merkel werde das erste Spiel der Gruppe G zwischen Portugal und Deutschland im Fonte-Nove-de-Salvador-Stadion verfolgen, teilte das brasilianische Präsidialamt mit. Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff habe Merkel bei einem Telefonat am Donnerstag zu einem offiziellen Besuch eingeladen.

car/Reuters / Reuters

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