HOME

Flug nach Buenos Aires: Merkels Sitznachbar im Iberia-Airbus: So entspannt flog die Kanzlerin zum G20-Gipfel

Agustín Agüero hatte es sich auf dem Iberia-Flug von Madrid nach Buenos Aires gerade bequem gemacht, als kurz vor dem Start Angela Merkel neben ihm Platz nahm. Wie hat er den Flug erlebt? Auf Twitter zeigt er Fotos.

Im Linienflieger: Der Argentinier Agustín Agüero sitzt während des Iberia-Flugs von Madrid nach Buenos Aires neben Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Im Linienflieger: Der Argentinier Agustín Agüero sitzt während des Iberia-Flugs von Madrid nach Buenos Aires neben Bundeskanzlerin Angela Merkel.

DPA

Die meisten Flüge von Europa nach Argentinien sind Nachtflüge. Eine Ausnahme ist der Iberia-Flug mit dem Kürzel IB6949, der morgens um 9 Uhr vom Flughafen Madrid-Barajas zum mehr als zwölfstündigen Trip nach Buenos Aires startet.

Am Freitag hatte der Passagier Agustín Agüero einen Platz in der Business Class gebucht. Nach einem Aufenthalt in der Iberia Lounge hatte der Argentinier in der ersten Reihe am Gang des Airbus A330 Platz genommen: auf Platz 1G.

Doch zehn Minuten vor dem Abflug füllte sich die Kabine der Business Class im vorderen Teil des Flugzeuges: "Die Merkel-Delegation hat gerade mit mir den selben Flug bestiegen, der mich nach Buenos Aires bringen wird", heißt es in einem seiner Tweets auf dem Account @AGUSAGUERO20.

Auch Vizekanzler Olaf Scholz tauchte auf, dazu Sprecher, Berater und Personenschützer. Und neben Agüero saß plötzlich die wohl mächtigste Frau der Welt, auf Platz 1J am Fenster.

"Ich kenne ja 'House of Cards' und so, ich hätte daher nie eine so normale Person erwartet", sagte der 28 Jahre alte Argentinier der Deutschen Presse-Agentur. "House of Cards" ist eine US-Fernsehserie, in der durchtriebene Politiker im Streben nach Macht und Geld über Leichen gehen.

Kanzlerin ohne Sonderwünsche

Angela Merkel war an Bord der Linienmaschine, weil ihr fast 20 Jahre alter Regierungsflieger am Tag zuvor den Weg von Berlin-Tegel nach Argentinien wegen eines Defekts hatte abbrechen müssen und in Köln/Bonn gelandet war. Nach einer kurzen Nacht im Hotel wurde eine stark geschrumpfte Delegation für den Besuch des G20-Gipfels mit einer kleineren Maschine der Flugbereitschaft der Bundeswehr nach Madrid geflogen.

"Auf dem ersten Teil des Fluges nach Buenos Aires mit Iberia gibt es Frühstück und kostenloses Wlan für 30 Minuten. Das feuchte Tuch wurde nicht von Hand gereicht, sondern auf einem kleinen Teller", berichtete Agüero auf Twitter. "Eine sehr gute Crew. Bis jetzt ist es ein guter Flug. Besser als der Hinflug zum Adolfo Suárez Flughafen Madrid-Barajas (MAD)."

Und was hat die Kanzlerin  über den Wolken so gemacht? "Sie hat Joghurt gegessen, ein Buch gelesen, ein bisschen geschlafen", erzählt Agüero. Sie habe keine Sonderwünsche gehabt. Eine Stunde vor der Landung sei die Kanzlerin dann ins Cockpit gegangen und habe ein Foto mit der Besatzung gemacht. "Ich habe mich nicht getraut, sie anzusprechen." Aber sie habe immer mal wieder rübergelächelt. "Sie war sehr relaxt."

Nach der Landung gegen 17.55 Uhr argentinischer Ortszeit durften Merkel und ihre Entourage als erste das Flugzeug verlassen. So schaffte es die Kanzlerin mit zwölf Stunden Verspätung zumindest noch zum Galaabend ins berühmte Teatro Colón. Dort traf sie kurz nach einem Gast ein, dem sie nach der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi wohl nicht so gern über den Weg gelaufen wäre: dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman.

Argentiniens Präsident Mauricio Macri empfing Merkel mit offenen Armen, und seine Lippen schienen zu sagen: Schön, dass Du es noch geschafft hast. Allerdings war vor Ort auch das Erstaunen groß über die Odyssee der Regierungschefin von Europas größter Volkswirtschaft.


Auf dem Weg zum G20-Gipfel: "Gehört der Regierungsflieger zur Deutschen Bahn?" - das Netz amüsiert sich über Merkels Pannenflug
mit dpa

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.