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Jurassic Coast Influencerin bekritzelt Weltkulturerbe – und entschuldigt sich wenig später


Die Jurassic Coast in der südenglischen Grafschaft Dorset ist ein Touristenmagnet. Doch einige Besucher verhalten sich rücksichtslos: Sie bekritzeln die Felswand des Weltkulturerbes. Das machte auch eine Influencerin, die sich nun dafür entschuldigte.

Das Blut lief Anna Taylor am Bein herunter. Doch es war ihr egal. Hauptsache die Jurassic Coast, ein Touristenmagnet in der südenglischen Grafschaft Dorset, waren wieder sauber. Seit mehreren Monaten reinigt sie die Küste um das Unesco-Weltkulturerbe. Mit einem Dutzend Freiwilliger der Naturschutzorganisation Lulworth Rangers sammelt sie Säcke mit Abfall, der dort von Tagesausflüglern zurückgelassen wurde, und verbringt Stunden damit, Graffiti von den Felsen zu entfernen.

Auch vergangene Woche entfernte sie Initialen einiger rücksichtslosen Besucher: "Kümmert euch nicht um mich, ich reinige nur Graffiti von einem Unesco-Weltkulturerbe", kommentiert sie zynisch das Foto von sich auf Instagram. Auf dem Bild sieht man sie, wie sie den Namen einer gewissen Alexandra Milam entfernte, eine junge Influencerin aus London.

Die hatte den Namen ihres Instagram-Accounts auf dem Felsen verewigt. Offenbar glaubte sie, andere Menschen würden ihr folgen, sobald sie ihren Namen dort lesen. Doch stattdessen entschuldigte sich Milam nun öffentlich für ihre Kritzelei.

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Influencerin Milam zeigt Reue – und will nun Geld spenden

"Ich fühle mich schrecklich wegen dieses furchtbaren Ereignisses in meinem Leben", sagte sie der britischen Lokalzeitung "Dorset Echo". "Ich möchte mein tiefes Bedauern über den Schaden mit meinem Namen an der Juraküste zum Ausdruck bringen." Und weiter: "Ich bin enttäuscht, dass ich es damals nicht verstanden habe und ich möchte nicht, dass andere denselben Fehler machen wie ich."

Ihren Worten will die 24-Jährige nun Taten folgen lassen. Sie werde in Zukunft 30 Pfund (umgerechnet ungefähr 33 Euro) monatlich an die Strandreinigerin Erin Tyrell spenden, versprach sie. Ihren Instagram Account hat Milam trotzdem vorerst auf "privat" gestellt – vermutlich aus Angst vor Hasskommentaren.

Erstes Instagram-Museum in Paris eröffnet

In der Vergangenheit appellierten die Lulworth Rangers mehrfach, das Weltkulturerbe mit Respekt zu behandeln. Allerdings scheint es viele Unbelehrbare zu geben, wie James Weld, Besitzer des Lulworth Estate, dem britischen "Mirror" sagte: "Es ist eine natürliche Umgebung und sie zu bewirtschaften ist ein absoluter Alptraum. Es ist unglaublich, wie sich einige Menschen verhalten. (…) Am Sonntagmorgen nahmen wir etwa 50 Säcke voller Müll mit, am Freitag waren es 40 Säcke."

Quellen: "Mirror" / "Dorset Echo" / Instagram

rpw

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