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News des Tages: Türkei-Wahl: Erdogan erklärt Sieg - Unregelmäßigkeiten gemeldet

Erdogan liegt bei Wahl in der Türkei vorn +++ Unesco berät über Aufnahme von Naumburger Dom ins Weltkulturerbe +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Recep Tayyip Erdogan kommt aus der Wahlkabine

Recep Tayyip Erdogan verlässt eine Wahlkabine nachdem er seine Stimme abgegeben hat

DPA

Meldungen im Kurzüberblick:

  • Türkei hat Präsident und Parlament gewählt - Unregelmäßigkeiten (17.04 Uhr)
  • Unesco berät über Aufnahme von Naumburger Dom ins Weltkulturerbe (14.16 Uhr)
  • Drei in Libyen entführte Türken wieder frei (13.30 Uhr) 
  • Satire-Preis "Göttinger Elch" an Knorr und Droste verliehen (11.58 Uhr) 
  • Mehr als 520 Einwandererkinder in den USA wieder mit Eltern vereint (8.45 Uhr)

+++ 22.26 Uhr: Türkische Opposition zieht offizielles Wahlergebnis in Frage +++

Nach der Parlaments- und Präsidentschaftswahl in der Türkei hat die größte Oppositionspartei die von der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu verbreiteten Ergebnisse in Zweifel gezogen. Der CHP-Sprecher Bülent Tezcan sagte, nicht einmal 40 Prozent der Stimmen seien bisher ausgezählt. Tezcan äußerte die Erwartung, dass es eine Stichwahl um die Präsidentschaft geben müsse. Laut den Ergebnissen von Anadolu lag Präsident Recep Tayyip Erdogan hingegen nach Öffnung von 95 Prozent der Wahlurnen mit 52,7 Prozent klar vorn. An zweiter Stelle rangierte der CHP-Kandidat Muharrem Ince mit 30,7 Prozent, gefolgt von Selahattin Demirtas von der prokurdischen HDP mit 8,0 Prozent. Erdogan erklärte sich kurz nach dem Auftritt von Tezcan bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz in Istanbul bereits zum Sieger der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen. 

+++ 21.41 Uhr: Erdogan erklärt Sieg bei türkischer Präsidentschaftswahl +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat seinen Sieg bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen erklärt. Dies zeigten vorläufige Ergebnisse, sagte der Kandidat der islamisch-konservativen AKP bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz in seiner Residenz in Istanbul. Erdogan äußerte sich zu einer Zeit, da laut der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu 95 Prozent der Wahlurnen geöffnet waren.

+++ 21.20 Uhr: Erdogan liegt bei Wahl in Deutschland weit vorne +++

Die Türken im Ausland haben bei der Präsidentenwahl nach noch nicht belastbaren Teilergebnissen deutlicher für Amtsinhaber Recep Tayyip Erdogan gestimmt als ihre Landsleute im Inland. Nach Auszählung von knapp einem Viertel der Stimmen (25,2 Prozent) kam Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu auf 59,3 Prozent der Stimmen, sein stärkster Konkurrent Muharrem Ince von der Oppositionspartei CHP nur auf 25,8 Prozent. Bei den Deutschtürken, der mit Abstand größten Gruppe der Auslandstürken, fiel der Zwischenstand nach Auszählung von allerdings noch weniger aussagekräftigen 13,2 Prozent der Stimmen noch klarer aus: Erdogan lag danach bei 65,5 Prozent und Ince bei 22,3 Prozent der Stimmen. Wegen der geringen Zahl der ausgezählten Stimmen sind diese Ergebnisse noch nicht aussagekräftig. 

+++ 20.53 Uhr: Regierungsbündnis hat nach Teilergebnissen absolute Mehrheit +++

Das von der türkischen Regierungspartei AKP angeführte Parteienbündnis hat nach Teilergebnissen bei der Parlamentswahl weiterhin die absolute Mehrheit. Anders als bislang hätte die AKP aber ohne ihren neuen Bündnispartner MHP weniger als die Hälfte der Sitze in der Nationalversammlung in Ankara. Die pro-kurdische Oppositionspartei HDP übersprang nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu bei mehr als der Hälfte der ausgezählten Stimmen die Zehn-Prozent-Hürde. Sie zöge damit ins Parlament ein. Nach aktuellem Auszählungstand von 20.00 Uhr (MESZ) erhielte die Regierungsallianz fast 350 der 600 zu vergebenen Sitze im Parlament.

+++ 19.47 Uhr: Bei Wahl in der Türkei zeichnet sich massiver Konflikt ab +++

Bei der Präsidenten- und Parlamentswahl in der Türkei droht ein massiver Konflikt zwischen Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und der Opposition. Die größte Oppositionspartei CHP wies die Möglichkeit einer absoluten Mehrheit für Erdogan in der ersten Wahlrunde auf Basis von Teilergebnissen als "Manipulation" zurück. CHP-Sprecher Bülent Tezcan rief die Bürger dazu auf, sich vor der Wahlkommission in Ankara zu versammeln und dort bis zum Morgen auszuharren. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, nach Auszählung von mehr als 60 Prozent der Stimmen liege Erdogan bei 55,76 Prozent. Der CHP-Kandidat Muharrem Ince kam demnach auf 29,04 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag in der Türkei bei gut 87 Prozent.

+++ 19.35 Uhr: Hälfte der Stimmen ausgezählt: Erdogan klar vorn +++

Nach Auszählung der Hälfte der Stimmen bei der Präsidentschaftswahl in der Türkei liegt Amtsinhaber Recep Tayyip Erdogan gemäß den von der Regierung veröffentlichten Zahlen klar vorn. Der Kandidat der islamisch-konservativen Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) kam auf 56,5 Prozent, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Sein wichtigster Herausforderer, Muharrem Ince von der linksnationalistischen Republikanischen Volkspartei (CHP), erreichte demnach 28,6 Prozent.

Die Präsidentschafts- und Parlamentswahl am Sonntag wurde im Südosten des Landes von Berichten über Unregelmäßigkeiten überschattet. Die Opposition meldete insbesondere aus der Provinz Sanliurfa Hinweise auf Manipulationen. Vereinzelt gab es Berichte über gewaltsame Auseinandersetzungen. Die CHP äußerte Zweifel an den von der Regierung veröffentlichten Zahlen und kündigte an, ihrerseits Ergebnisse zu veröffentlichen.

Hinter Erdogan und Ince kam die Kandidatin der rechtsnationalistischen IYI-Partei, Meral Aksener, laut Anadolu mit 7,5 Prozent auf Platz drei, während der inhaftierte Kandidat der prokurdischen HDP, Selahattin Demirtas, 6,3 Prozent der Stimmen erreichte. 

+++ 18.23 Uhr: Neue Zahlen: Erdogan-Vorsprung schrumpft +++

Bei der Präsidentschaftswahl in der Türkei liegt Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nach ersten, allerdings noch nicht belastbaren Teilergebnissen vorne. Nach Auszählung von mehr als einem Viertel der Stimmen kam der Amtsinhaber am Sonntagabend auf 58,33 Prozent, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Muharrem Ince, der Kandidat größten Oppositionspartei CHP, lag demnach mit 26,53 Prozent auf dem zweiten Platz. Erdogans Vorsprung schrumpfte mit fortschreitender Auszählung jedoch. 

Wegen der bislang geringen Zahl der ausgezählten Stimmen sind die Ergebnisse noch nicht aussagekräftig. Auch bei früheren Wahlen startete Erdogans Lager bei Anadolu mit großem Vorsprung, der dann kleiner wurde. Beim Verfassungsreferendum im vergangenen Jahr lag das Erdogan-Lager nach Auszählung von einem Viertel der Stimmen bei 62,6 Prozent. Am Ende kam sein Lager nur auf eine knappe Mehrheit von 51,5 Prozent. 

+++ 17.51 Uhr: Erdogan führt bei der Präsidentschaftswahl in der Türkei +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan liegt laut ersten Teilergebnissen bei der Präsidentschaftswahl vorn. Der Kandidat der islamisch-konservativen Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) kam nach Auszählung von 20,73 Prozent der Stimmen auf 59,3 Prozent, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu mitteilte. Sein Herausforderer Muharrem Ince von der linksnationalistischen Republikanischen Volkspartei (CHP) erreichte demnach 26,3 Prozent.

+++ 17.04 Uhr: Türkei hat Präsident und Parlament gewählt - Unregelmäßigkeiten +++

Die türkische Opposition hat sich alarmiert über Berichte zu Manipulationen bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen gezeigt. Der Sprecher der Republikanischen Volkspartei (CHP), Bülent Tezcan, sprach von mehreren Vorfällen in der Provinz Sanliurfa im Südosten der Türkei. Es habe Beschwerden gegenüber den örtlichen Wahlkomitees gegeben und Beamte hätten sich an die zentrale Wahlkommission gewandt, sagte er. Gegen mehrere ausländische Beobachter, darunter auch Deutsche, wurden rechtliche Schritte eingeleitet.

Laut der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu leitete der örtliche Staatsanwalt Sadi Dogan nach Beschwerden der CHP und der prokurdischen HDP Ermittlungen ein. Demnach wurden vier Menschen wegen versuchter Wahlfälschung festgenommen. Der örtliche Gouverneur kritisierte eine falsche Darstellung der Ereignisse in Suruc und bestritt Berichte, dass es bei Auseinandersetzungen in der mehrheitlich kurdischen Stadt Tote gegeben habe.

+++ 15.36 Uhr: Merkel hofft im Asylstreit auf rasche Absprachen mit EU-Partnern +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hofft im Asylstreit schon für die nächsten Tage auf Absprachen mit einzelnen EU-Ländern, um das Weiterwandern von Flüchtlingen nach Deutschland zu begrenzen. Es gehe um die Frage, wie man fair miteinander umgehen und einen Ausgleich schaffen könne, sagte die CDU-Chefin vor dem Asyltreffen mit anderen EU-Ländern in Brüssel. Bis zum EU-Gipfel am Donnerstag werde noch keine Gesamtlösung für die
europäische Asylpolitik möglich sein, sagte sie. Deshalb gehe es ihr nun um Absprachen zwischen zwei oder mehreren Staaten, wie man sich gegenseitig helfen und einen "Modus vivendi" finden könne. Die Arbeit daran werde in den nächsten Tagen weiter gehen. Doch sei das Asyltreffen in Brüssel sehr, sehr wichtig, sagte Merkel.

+++ 14.15: Unesco berät über Aufnahme von Naumburger Dom ins Weltkulturerbe +++

Der Naumburger Dom und eine Landschaft in Schleswig-Holstein könnten es auf die Liste des Unesco-Weltkulturerbes schaffen: Auf der jährlichen Tagung befasst sich das Welterbekomitee der UN-Kulturorganisation ab Sonntag bis zum 4. Juli im Golfemirat Bahrain nach eigenen Angaben mit rund 30 neuen Nominierungen für die Liste. Der Naumburger Dom in Sachsen-Anhalt zählt zu den bedeutendsten Kirchenbauten des Hochmittelalters. Berühmt ist die Kirche wegen ihrer zwölf lebensgroßen Stifterfiguren. In Schleswig-Holstein ist die Archäologische Grenzlandschaft von Haithabu und dem Danewerk nominiert. Die Liste des Weltkulturerbes umfasst aktuell 1073 Stätten, darunter 42 Orte in Deutschland. Unter den Nominierten waren auch Gedenkstätten für Opfer des Ersten Weltkriegs in Belgien und Frankreich. Das Komitee will sich bei der 42. Tagung auch über die Aufnahme der viktorianischen und Art-Déco-Gebäude im indischen Mumbai beraten. 

+++ 13.30 Uhr: Drei in Libyen entführte Türken wieder frei +++

Nach knapp acht Monaten sind drei in Libyen entführte Techniker aus der Türkei wieder frei. Dies teilte die libysche Einheitsregierung in Tripolis mit. Über den Verbleib eines vierten Mannes aus Südafrika, der im November gemeinsam mit den Türken entführt worden war, machte die Regierung keine Angaben.  Die drei türkischen Mitarbeiter der Firma Enka und ein südafrikanischer Ingenieur hatten rund tausend Kilometer südlich der libyschen Hauptstadt Tripolis am Aufbau eines Kraftwerks in Ubari gearbeitet. Nach der Entführung zog Enka alle Mitarbeiter aus Libyen ab, die Arbeiten an dem Kraftwerk wurden ausgesetzt. Mitarbeiter ausländischer Unternehmen werden in Libyen immer wieder zum Opfer von Entführungen. Seit dem Sturz von Libyens langjährigem Machthaber Muammar al-Gaddafi im Herbst 2011 herrscht Chaos in dem nordafrikanischen Land. Weite Teile Libyens werden von bewaffneten Milizen kontrolliert.

+++ 11.58 Uhr: Satire-Preis "Göttinger Elch" an Knorr und Droste verliehen +++

Für ihr satirisches Lebenswerk haben die beiden Autoren Pit Knorr und Wiglaf Droste den "Göttinger Elch" erhalten. Der mit jeweils 3333 Euro und einer silbernen Elchbrosche dotierte
Satire-Preis wurde am Sonntag bei einem Festakt in Göttingen verliehen. Pit Knorr, der frühere Text-Chef der Zeitschrift "Pardon" und Mitbegründer des Satire-Magazins "Titanic", sei ein
"Komikgeburtshelfer", heißt es in der Würdigung der Jury. Als unermüdlicher Ideengeber und Antreiber sei er ein "Schullehrer der schwarzen Humorpädagogik".

+++ 10.52 Uhr: Früherer südkoreanischer Ministerpräsident Kim Jong Pil gestorben +++

Der frühere südkoreanische Ministerpräsident und Begründer des einst berüchtigten staatlichen Geheimdienstes KCIA, Kim Jong Pil, ist tot. Er starb am Samstag auf dem Weg in ein Krankenhaus in Seoul im Alter von 92 Jahren, wie die nationale Nachrichtenagentur
Yonhap berichtete. Sein Tod sei auf Komplikationen infolge seines hohen Alters zurückzuführen.

+++ 10.08 Uhr: Pistolen-Attrappe aus "Star Wars" für halbe Million Dollar versteigert +++ 

Die hölzerne Pistolen-Attrappe des "Star Wars"-Helden Han Solo hat bei einer Auktion in den USA eine halbe Million Dollar erzielt. Die Requisite aus dem Film "Rückkehr der Jedi-Ritter" sei in Las Vegas für 550.000 Dollar (umgerechnet 472.000 Euro) unter den Hammer gekommen, erklärte das Auktionshaus Julien's Auctions beim Kurzbotschaftendienst Twitter. Die unechte Waffe, die Schauspieler Harrison Ford in dem Film benutzte, besteht hauptsächlich aus Holz. Sie befand sich zuvor mehr als 30 Jahre im Privatbesitz von James Schoppe, der künstlerischer Leiter bei dem Film war.

+++ 9.57 Uhr: Tanker verliert Öl in Rotterdam - Schmutz an Stränden befürchtet +++

Nach der Havarie eines Tankschiffes im Hafen von Rotterdam haben die Behörden vor der Verschmutzung nahegelegener Strände mit Heizöl gewarnt. Aus dem Tanker seien am Samstag rund 200 Tonnen Öl ausgeflossen, berichtete der Sender NOS. Das Schiff hatte aus unklarer Ursache einen Landungssteg gerammt und war dabei leckgeschlagen. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Einsatzkräfte errichteten schwimmende Barrieren um den 183 Meter langen Tanker "Bow Jubail", der unter norwegischer Flagge fährt. Trotz der Absperrungen sei ein kleiner Teil des Heizöls in die Fahrrinne des Hafens gelangt und könne an Stränden angespült werden, warnten die Behörden. Jachthäfen im Rotterdamer Hafengebiet wurden abgeriegelt, um ihre Verschmutzung mit Öl zu verhindern. 

+++ 8.46 Uhr: Magdeburg schafft Rekord mit längster Vogelhauskette +++

Die Magdeburger haben Vogelhäuschen an Vogelhäuschen gestellt und damit die weltweit längste Kette dieser Art gebildet. Mit dieser ungewöhnlichen Aktion haben sie es nun in
das Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Bei der Auswertung am sagte Schiedsrichterin Lena Kuhlmann von Guinness World Records auf dem Domplatz, die Kette übertreffe den vor gut zwei Jahren in Moskau aufgestellten Rekord von 1124 Metern um 48 Meter. 

+++ 8.45 Uhr: Mehr als 520 Einwandererkinder in den USA wieder mit Eltern vereint +++

Nach der Trennung von ihren Eltern im Zuge der sogenannten Null-Toleranz-Politik sind in den USA 522 Flüchtlingskinder wieder mit ihren Familien vereint worden. Das teilte das US-Heimatschutzministerium mit. Weitere 16 Kinder sollten noch am Sonntag wieder mit ihren Eltern zusammengebracht werden. Eine kleine Anzahl von Kindern werde von ihren Familien getrennt bleiben, etwa wenn die Verwandtschaft nicht bestätigt werden könne, der Erwachsene eine Gefahr für das Kind darstelle oder kriminell sei. In den vergangenen Wochen hatten die US-Behörden Kinder illegal eingewanderter Menschen aus Süd- und Mittelamerika konsequent von ihren Familien getrennt. Das Heimatschutzministerium hatte mitgeteilt, dass mindestens 2342 Kinder betroffen seien.

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+++ 7.06 Uhr: Türken wählen Präsidenten und neues Parlament +++

Istanbul - In der Türkei finden heute vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Präsident Erdogan hofft auf ein weiteres Mandat und eine neue Mehrheit für seine islamisch-konservative AKP im Parlament. Mit dem CHP-Kandidaten Ice steht Erdogan ein ernstzunehmender Herausforderer gegenüber. Umfragen deuten auf ein knappes Ergebnis hin. Erhält Erdogan in der ersten Runde keine absolute Mehrheit, muss er am 8. Juli in die Stichwahl - vermutlich gegen Ince. Die Oppositionsparteien könnten dann Ince unterstützen. Die Wahllokale öffnen um 7 Uhr MESZ und schließen um 16 Uhr MESZ. Mit ersten Ergebnissen wird am Abend gerechnet.

+++ 6.02 Uhr: Mannheim sucht einen Nachtbürgermeister +++

Ein sogenannter Nachtbürgermeister soll in Mannheim die Interessen der Clubszene und der Anwohner versöhnen. Die Stadt will als angeblich erste deutsche Kommune einen solchen Problemlöser für das Nachtleben beschäftigen. Noch bis 30. Juni läuft die Suche nach einer geeigneten Person, die auf Honorarbasis auch Mannheims Feierkultur repräsentieren soll. Der Stadt zufolge stammt die Idee aus Amsterdam. Mittlerweile gibt es einen "Night Mayor" aber auch in London und anderen Städten.

+++ 5.15 Uhr: Rund 50 Kleine Blaue Aras sollen in Brasilien ausgewildert werden +++

Der Kleine Blaue Ara oder auch Spix-Ara, bekannt geworden durch den Kinofilm "Rio", ist vom Aussterben bedroht. Doch nun sollen rund 50 in europäischer Gefangenschaft aufgewachsene Exemplare nach Brasilien gebracht und dort ausgewildert werden. Der brasilianische Umweltminister Edson Duarte werde am Sonntag in Brüssel eine entsprechende Vereinbarung mit Belgien und Deutschland unterzeichnen, teilte sein Ministerium in Brasília mit. Der Spix-Ara (Cyanopsitta spixii) kommt ursprünglich aus dem Nordosten Brasiliens. In freier Wildbahn gilt er als ausgestorben, es gibt ihn nur noch in Gefangenschaft. Die rund 50 Exemplare, die nach Brasilien gebracht werden sollen, sollen am kommenden Donnerstag zunächst in eine spezielle Zuchtstation in Berlin gebracht werden, wo sie auf den Transport Reise vorbereitet werden sollen. Anfang 2019 sollen sie dann in ein 29 Hektar großes Schutzgebiet im brasilianischen Bundesstaat Bahia gebracht werden. In die freie Wildbahn sollen die ersten Kleinen Blauen Aras im Jahr 2021 entlassen werden.

+++ 4.20 Uhr: Umfrage: Union verliert - AfD auf Rekordhoch +++

Der erbitterte Streit zwischen CDU und CSU schadet der Union in der Wählergunst. Im Sonntagstrend, den Emnid wöchentlich für die "Bild am Sonntag" erhebt, rutscht die Union um zwei Prozentpunkte auf 31 Prozent ab. Die SPD kommt unverändert auf 18 Prozent. Damit
liegt die große Koalition zusammen nur noch bei 49 Prozent. Die AfD verbessert sich dagegen erneut um einen Punkt und steigt auf 16 Prozent. Das ist der höchste Wert, den die AfD jemals im Emnid-Sonntagstrend erreicht hat. Um je einen Punkt zulegen können auch Grüne und FDP. Sie erreichen jetzt 12 beziehungsweise 9 Prozent. Einen Punkt abgeben muss die Linke, sie kommt nun auf 10 Prozent. 

+++ 3.15 Uhr: Prediger Al-Sadr und Premier Al-Abadi wollen Regierung im Irak bilden +++ 

Mehr als einen Monat nach der Parlamentswahl im Irak nimmt die Regierung an Form an. Die zwei führenden schiitischen Listen schlossen sich am Samstagabend zu einer Koalition zusammen. Der einflussreiche schiitische Kleriker Muktada al-Sadr erklärte, er habe mit Ministerpräsident Haidar al-Abadi eine Einigung erzielt. Ziel sei es, eine Regierung zu bilden, die den Konfessionalismus im Land überwinde. Dazu brauchen die Koalitionäre allerdings noch
weitere Partner. Das Kabinett solle aus Technokraten bestehen und die Korruption bekämpfen.

+++ 2.05 Uhr: Aktivisten: Erstmals seit einem Jahr russische Angriffe in Südsyrien +++

Russlands Luftwaffe hat nach Angaben von Aktivisten erstmals seit rund einem Jahr die Provinz Daraa im Süden des Bürgerkriegslands Syrien bombardiert. Es seien mehr als 25 Angriffe
gegen von Rebellen kontrollierte Orte geflogen worden, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntagmorgen. Angaben über Opfer oder Schäden lagen zunächst nicht vor.

+++ 1.15 Uhr: Frauen in Saudi-Arabien feiern Ende des Fahrverbots +++ 

Der von Frauen in Saudi-Arabien lang ersehnte Tag ist da: Um Mitternacht endete am Sonntag das jahrzehntelange Fahrverbot für Frauen. "Es ist ein historischer Moment für jede saudiarabische Frau", sagte die Fernsehmoderatorin Sabika al-Dosari und setze sich wenige Minuten nach dem Ende des Fahrverbots in der östlichen Stadt Al-Chobar ans Steuer. Im Laufe des Tages dürften tausende Frauen ihrem Beispiel folgen.  "Die Tage des stundenlangen Wartens auf einen Fahrer sind vorbei", sagte die 21-jährige Pharmaziestudentin Hatun bin Dachil. "Wir brauchen nicht länger einen Mann." In den vergangenen Wochen wurden in dem konservativen Königreich die ersten Führerscheine für Frauen seit Jahrzehnten ausgestellt. Viele Frauen tauschten nach einem Praxistest ihre ausländischen Führerscheine in saudiarabische Papiere um.

+++ 0.09 Uhr: Bauern befürchten erhebliche Dürreschäden - Frühere Ernte +++

Die deutschen Bauern bangen angesichts eines viel zu trockenen Frühjahrs in Teilen des Landes und ungewisser Preise für wichtige Produkte um ihr Geschäft. "Die Lage in diesem Jahr ist
weiterhin angespannt und alles andere als erfreulich", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied der Deutschen Presse-Agentur vor dem Deutschen Bauerntag, der an diesem Mittwoch in Wiesbaden beginnt. "Viele Ackerbaubetriebe machen sich große Sorgen. Wo kein Regen fiel,
wird es erhebliche Einbrüche bei den Unternehmensergebnissen geben."
 

jek / DPA / AFP