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News von heute CSU-Abgeordneter Zech legt Bundestagsmandat und Parteiämter nieder

Tobias Zech soll Mandat und unternehmerische Tätigkeiten miteinander verquickt zu haben
Tobias Zech soll Mandat und unternehmerische Tätigkeiten miteinander verquickt zu haben
© David Hutzler / DPA
Polizei in Schottland sucht Vermisste und findet Leichen +++ Hamburger Bischof bietet Amtsverzicht an +++ Frittenbuden sollen Weltkulturerbe werden +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

22.28 Uhr: CSU-Abgeordneter Zech legt Bundestagsmandat und Parteiämter nieder

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Tobias Zech legt wegen möglicher "Interessenkollisionen“ sein Mandat und seine Parteiämter nieder. Das sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur und bestätigte damit entsprechende Berichte von „Passauer Neue Presse“ und "Münchner Merkur“. Zech begründete den Schritt in einer SMS an Parteifreunde auch so: "Ich tue dies zum Schutz meiner Familie und um Schaden von meiner Partei durch mögliche pauschale Vorverurteilungen abzuwenden.“

Mit der aktuellen Affäre um Corona-Schutzmasken hat der Rücktritt nichts zu tun. Hintergrund sind vielmehr Vorwürfe, Mandat und unternehmerische Tätigkeiten miteinander verquickt zu haben. "Tobias Zech hat sich an den Ethikausschuss der CSU mit der Bitte gewandt, mögliche Interessenkollisionen zu prüfen. Diese Prüfung dauert an“, sagte Blume. Dass Zech unabhängig vom Ausgang dieser Prüfung unmittelbare Konsequenzen ziehe, sei folgerichtig, um Schaden von der CSU abzuwenden. Dies sei „der einzig richtige Schritt“. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte der dpa: „Ich nehme seine nachvollziehbare Entscheidung mit Respekt zu Kenntnis.“ Zech habe seine Entscheidung selbstbestimmt getroffen, betonte Dobrindt.

21.17 Uhr: Italienische Panzerbesatzung feuert irrtümlich auf Geflügelzucht

In Italien hat eine Panzerbesatzung irrtümlich auf eine Geflügelzucht gefeuert - und dabei zahlreiche Hühner getötet. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, ereignete sich der Zwischenfall in der Nacht auf einem militärischen Übungsplatz bei Vivaro, etwa eine Autostunde von Venedig entfernt. Es sei auch erheblicher Sachschaden entstanden.

Die Soldaten, die den Übungsangriff ausführten, gehören zur Panzer-Brigade Pozzuolo del Friuli. Sie gaben den Schuss auf das Geflügel mit einem Panzer des Typs Centauro ab. Ein Teil des Gebäudes, in dem das Geflügel untergebracht war, brach zusammen. Der Staatsanwalt der Provinz Pordenone leitete eine Ermittlung ein und ordnete die Stilllegung der vier Panzer an, die an der Übung beteiligt waren.

21.09 Uhr: CDU in Thüringen fällt in Umfrage unter 20 Prozent

Ein halbes Jahr vor der Landtagswahl in Thüringen ist die CDU im Freistaat in einer Umfrage unter die Marke von 20 Prozent gefallen. Laut der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Instituts Insa für die "Thüringer Allgemeine", die "Ostthüringer Zeitung" und die "Thüringische Landeszeitung" kommen die Christdemokraten auf 19 Prozent. Seit dem Herbst lag die CDU zuletzt stabil bei 22 Prozent.

Angeführt wird das Feld von der Linken um Ministerpräsident Bodo Ramelow mit 30 Prozent, gefolgt von der AfD mit 23 Prozent. SPD und Grüne, die derzeit mit der Linken eine Minderheitsregierung bilden, kommen auf neun beziehungsweise acht Prozent. Rot-Rot-Grün hätte damit weiter keine Mehrheit. Die FDP liegt bei sechs Prozent. Befragt wurden vom 8. bis zum 16. März 1036 Wahlberechtigte.

18.21 Uhr: Bei Suche nach Vermissten: zwei Leichen in Schottland entdeckt

Bei der Suche nach einer seit Wochen vermissten 25-jährigen Frau und ihrer zweijährigen Tochter hat die Polizei in Schottland zwei Leichen entdeckt. Sie wurden im Haus eines Mannes in der Stadt Dundee gefunden, der die beiden getötet haben soll, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der 50-Jährige ist wegen Mordes angeklagt. In welcher Beziehung er zu der Frau stand, die im 560 Kilometer entfernten Bristol lebte, ist noch nicht bekannt. Die Mutter und ihre beiden Kinder waren zuletzt Mitte Februar gesehen worden und wurden am 1. März als vermisst gemeldet. Das zweite Kind, ein siebenjähriges Mädchen, war unversehrt gefunden worden.

In Großbritannien tobt derzeit eine Debatte über Gewalt gegen Frauen. Auslöser ist der Fall Sarah Everard. Die 33-Jährige war am 3. März mutmaßlich von einem Polizisten in Südlondon von der Straße entführt und getötet worden. Daraufhin kam es in Sozialen Netzwerken zu scharfer Kritik wegen der mangelnden Sicherheit von Frauen. Die Regierung von Premierminister Boris Johnson kündigte an, mehr Geld in Überwachungskameras und bessere Straßenbeleuchtung zu stecken sowie Zivil-Polizisten in Bars und Nachtclubs einzusetzen.

17.52 Uhr: Spanien: Konservative überstehen Misstrauensvotum in Region Murcia 

Ein Misstrauensantrag gegen die Regierung der spanischen Region Murcia, der die aggressive Stimmung in der spanischen Politik mitten in der Corona-Krise weiter angeheizt hat, ist gescheitert. Die sozialistische PSOE und die liberal-konservative Ciudadanos-Partei kamen bei der Abstimmung am Donnerstag nicht auf die notwendigen 23 Stimmen, um den Regionalregierungschef Fernando López Miras von der konservativen Volkspartei (PP) zu stürzen.

Ciudadanos hatte die Koalition mit der PP vergangene Woche wegen Unregelmäßigkeiten bei den Corona-Impfungen und Korruptionsvorwürfen aufgekündigt. Anschließend waren jedoch drei Abgeordnete von Ciudadanos zur PP übergelaufen, weshalb das Scheitern erwartet worden war. Die erst seit wenigen Jahren bestehende Ciudadanos befindet sich seither in einer schweren Krise, auch in Madrid wechselten einige ihrer Abgeordneten zur PP.

17.39 Uhr: Hamburger Erzbischof bietet Papst Amtsverzicht an

Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat Papst Franziskus seinen sofortigen Amtsverzicht angeboten. Er ziehe damit die Konsequenz aus dem Ergebnis des am Donnerstag vorgestellten Gutachtens zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Köln, sagte Heße in Hamburg. Heße war dort früher Personalverantwortlicher, das Gutachten legt dem Geistlichen Pflichtverletzungen zur Last.

"Ich habe mich nie an Vertuschung beteiligt - ich bin dennoch bereit, meinen Teil der Verantwortung für das Versagen des Systems zu tragen", sagte Heße in einem Statement. Dies sei seine Reaktion auf die durch die externe Begutachtung festgestellten Pflichtverletzungen. Er habe immer "nach bestem Wissen und Gewissen" gehandelt, betonte er.

17.14 Uhr: Orban kündigt Fidesz-Mitgliedschaft in Europäischer Volkspartei

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat mit seiner Fidesz-Partei den Bruch mit der Europäischen Volkspartei vollzogen. Dies geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben an den Generalsekretär der christdemokratischen Parteienfamilie hervor. Anfang März hatten die Fidesz-Abgeordneten bereits die EVP-Fraktion im Europaparlament verlassen.

16.32 Uhr: Massagesalon-Angriffe in USA: Mann wegen achtfachen Mordes angeklagt

Nach einer Serie tödlicher Attacken in Massagesalons in und nahe der US-Stadt Atlanta ist der 21-jährige Tatverdächtige wegen Mordes in acht Fällen angeklagt worden. Er muss sich zudem wegen schwerer Körperverletzung in einem Fall verantworten, wie der Bezirk und die Polizei von Atlanta am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilten. Am Tag zuvor waren in drei Massage-Salons im südlichen Bundesstaat Georgia innerhalb kurzer Zeit acht Menschen erschossen worden. Die Opfer sind überwiegend asiatischstämmig. Ein Mann überlebte mit schweren Verletzungen.

Der festgenommene Verdächtige gestand die Taten laut Polizei bei seiner ersten Vernehmung und gab demnach an, er habe nicht aus rassistischen Motiven gehandelt. Er brachte eine Sexsucht als Antrieb für die brutalen Angriffe vor. Die tödlichen Attacken heizten in den USA die heftige Debatte über zunehmenden Hass und Gewalt gegenüber asiatischstämmigen Amerikanern an.

16.09 Uhr: Vierstöckiges Haus in Polen eingestürzt

In Polen ist ein vierstöckiges Wohn- und Geschäftshaus bei Renovierungsarbeiten teilweise eingestürzt. Das Unglück ereignete sich im Zentrum der oberschlesischen Stadt Rybnik, wie die Stadtverwaltung auf ihrer Webseite mitteilte. Bislang gebe es keine Hinweise auf Verschüttete unter den Trümmern, sagte ein Sprecher der Polizei. Ein Rettungsteam mit Spürhunden sei im Einsatz.

Vermutlich sei es infolge von Renovierungsarbeiten zum Einsturz der Fassade und der Decken in dem Altbau gekommen, hieß es. Dreizehn Bauarbeiter, die sich in dem Gebäude aufgehalten hatten, konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das Nachbarhaus wurde evakuiert.

15.55 Uhr: Belgien: Frittenbuden sollen Weltkulturerbe werden

Die belgischen Frittenbuden wollen Weltkulturerbe werden. Einen entsprechenden Antrag hat der nationale Dachverband der Frittenbuden-Betreiber Navefri nach eigenen Angaben zusammen mit anderen Vereinigungen bei der Landesregierung Flanderns eingereicht. Diese könnte den Vorschlag nun als Belgiens Kandidaten bei der Unesco einreichen. Die Bier-Kultur des kleinen Königreichs trägt bereits den Titel des Immateriellen Weltkulturerbes der Menschheit.

"Diese Kultur ist bei uns allen eingebrannt. Dabei handelt es sich um etwas ganz normales, um eine feste Wertschätzung in unserem Leben", sagte der Navefri-Vorsitzende Bernard Lefèvre der Mitteilung vom Mittwoch zufolge. "Vielleicht müssen wir uns gerade deswegen gemeinsam um die Pflege dieses Kulturguts kümmern." Dies sei die beste Art und Weise, die Frittenbuden wertzuschätzen.

Die belgischen Regionen haben die Frittenbuden-Kultur bereits als Kulturerbe anerkannt. Belgien darf alle zwei Jahre einen neuen Kandidaten für die Liste des Immateriellen Kulturgutes der Unesco einreichen; die Länder und Regionen wechseln sich ab. Im kommenden Jahr ist Flandern an der Reihe. Mitte Mai will Landeskulturminister Jan Jambon seine Entscheidung auf Grundlage eines Gutachtens bekanntgeben.

15.14 Uhr: Bundesregierung zweifelt an Rechtsstaatlichkeit der Türkei

Nach der Einleitung eines Verbotsverfahrens gegen die pro-kurdische Oppositionspartei HDP in der Türkei hat die Bundesregierung deutliche Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit in dem Land zum Ausdruck gebracht. "Der Fall der HDP wirft erhebliche Zweifel an der Verhältnismäßigkeit auf", erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Donnerstag in Berlin. Auch der Entzug des Mandats für den HDP-Abgeordneten Ömer Faruk Gergerlioglu und das strafrechtliche Vorgehen gegen zahlreiche weitere Abgeordnete und Mitglieder der HDP "reihen sich in eine Entwicklung ein, die die rechtsstaatlichen Abläufe in der Türkei in Frage stellt".

Das Auswärtige Amt erinnerte die Regierung in Ankara daran, dass ein Parteiverbot "in einer Demokratie nur das allerletzte Mittel sein" könne. Eine Demokratie brauche Meinungsvielfalt, dazu gehöre auch eine lebendige Opposition. "Die Bundesregierung erwartet von der Türkei die Einhaltung höchster demokratischer und rechtsstaatlicher Standards, zu denen sich auch die Türkei als Mitglied des Europarats und EU-Beitrittskandidat verpflichtet hat."

Die türkische Generalstaatsanwaltschaft hatte am Mittwoch einen Verbotsantrag gegen die HDP beim Verfassungsgericht des Landes wegen "terroristischer Aktivitäten" eingereicht. Die zweitgrößte, linksgerichtete Oppositionspartei des Landes ist seit Jahren im Visier der islamisch-nationalistischen Regierung. 

15.05 Uhr: Junta in Myanmar erhebt neue Korruptionsvorwürfe gegen Suu Kyi

Die Militärjunta in Myanmar hat neue Korruptionsvorwürfe gegen die entmachtete Regierungschefin Aung San Suu Kyi erhoben. Ein bekannter Geschäftsmann sagte in dem von der Armee kontrollierten Sender Myawaddy, er habe der 75-Jährigen seit 2017 über mehrere Jahre hinweg insgesamt 550.000 Dollar (460.000 Euro) gegeben. Dadurch habe er sich Vorteile für sein Unternehmen erhofft, erklärte der 48-jährige Maung Weik. Es seien Ermittlungen wegen möglicher Bestechung und Korruption eingeleitet worden, so der Sender.

Bereits in der vergangenen Woche hatte ein Sprecher der Junta Korruptionsvorwürfe gegen Suu Kyi angedeutet. Dabei ging es um 600.000 Dollar (500.000 Euro) und Goldbarren, die ein Regionalminister der Politikerin gegeben haben soll. Wenn sie in beiden Punkten schuldig gesprochen würde, drohten ihr bis zu 30 Jahre Haft, schrieb die Zeitung "The Irrawaddy" am Donnerstag. "Das bedeutet, dass sie den Rest ihres Lebens hinter Gittern verbringen würde."

Suu Kyis Anwalt Khin Maung Zaw sagte der Deutschen Presse-Agentur, man könne die frühere Freiheitsikone wegen vieler Dinge kritisieren, aber ihr Korruption vorzuwerfen, sei lächerlich. "Wir kennen alle ihren Charakter. Niemand glaubt, dass sie korrupt ist."

14.35 Uhr: 20-Jähriger gesteht auf Polizeiwache Tötung seines Mitbewohners

Ein 20-jähriger Mann hat auf einer Polizeiwache in Ahlen die Tötung seines Mitbewohners gestanden. Polizeibeamte und die Feuerwehr hätten unter der angegebenen Ahlener Adresse den toten 21-jährigen Mann und Brandspuren gefunden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Der 20-jährige Afghane wurde festgenommen und eine Mordkommission eingesetzt. Die Hintergründe waren zunächst völlig unklar. "Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang. Wir werden nun den 20-Jährigen und mögliche Zeugen befragen, sowie eine umfangreiche Spurensuche und -sicherung vornehmen", erklärte der Leiter der Mordkommission.

14.33 Uhr: Eineinhalbjähriger Junge vor Kita in Hannover von Auto seiner Eltern überrollt

Ein eineinhalbjähriger Junge ist vor einer Kita in Hannover vom Auto seiner Eltern überrollt und tödlich verletzt worden. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Polizei als die Eltern ihre vierjährige Tochter zu der Einrichtung brachten. Demnach war ein Elternteil mit den beiden Kindern ausgestiegen. Dabei setzte sich das Familienauto aus bislang noch ungeklärter Ursache in Bewegung. Der 18-monatige Sohn der Familie wurde erfasst und so schwer verletzt, dass die beiden Eltern im Alter von 30 und 32 Jahren und weitere Zeugen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen mussten. Rettungskräfte setzten diese fort und fuhren das Kind in ein Krankenhaus. Dort starb es.

14.26 Uhr: Fußgänger in Düsseldorf niedergeschossen

Ein 49-jähriger Fußgänger ist in Düsseldorf niedergeschossen worden. Der Mann sei in der Nacht zum Donnerstag aus einer Straßenbahn gestiegen, als er bemerkt habe, dass er von mehreren anderen Männern verfolgt wurde, sagte ein Polizeisprecher. Es sei zu einem Streit gekommen, in dessen Verlauf einer aus der Gruppe eine Waffe gezogen und geschossen habe. Danach sei die Gruppe davon gerannt. Das Opfer wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

14.22 Uhr: Google will mit Milliardeninvestitionen zu wirtschaftlicher Erholung in USA beitragen

Der US-Internetkonzern Google will in den USA Milliardensummen investieren und damit tausende Arbeitsplätze schaffen. Wie Google-Chef Sundar Pichai ankündigte, plant der Suchmaschinenriese in diesem Jahr Investitionen in Höhe von umgerechnet 5,9 Milliarden Euro in Rechenzentren und Büros im ganzen Land. Damit sollten in den USA "mindestens 10.000 neue Vollzeitstellen" bei Google entstehen. Pichai hob hervor, dass Google "Teil" der wirtschaftlichen Erholung des Landes von der Corona-Krise sein wolle und dabei auch Investitionen an Orten ins Auge fasse, die bislang nicht im Fokus des Konzerns standen. Die Ankündigung Googles erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Internetriese sich in dutzenden US-Staaten wachsender Kritik ausgesetzt sieht. Dabei geht es vor allem um den Vorwurf, dass Google seine marktbeherrschende Stellung zulasten des Wettbewerbs ausnutze.

14.17 Uhr: Astronomen machen bisher beste Bilder des kosmischen Netzwerks

Astronomen aus Frankreich, Deutschland und anderen Ländern sind die bisher besten Aufnahmen des kosmischen Netzwerks gelungen. Den "Durchbruch" brachte der neue Integralfeld-Spektrograph (MUSE) am Großteleskop der Europäischen Südsternwarte in Chile, wie das Leibniz-Institut für Astrophysik (AIP) Potsdam mitteilte. Damit konnten die Forscher sogenannte kosmische Filamente kartieren, also schwach leuchtende Gas-Reservoire. Wie die AIP-Forscher erklären, ist die Materie im All in einer Art "Netzwerk" fadenförmiger Strukturen und Knotenpunkten verteilt, innerhalb derer Galaxien entstehen. Auch das Wasserstoffgas zwischen den Galaxien richtet sich entlang dieses Netzwerks aus. Es leuchtet schwach, ist aber extrem schwierig zu beobachten, da es zehn bis zwölf Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt ist.

14.06 Uhr: Weitere rechtsextreme Drohschreiben mit dem Absender "NSU 2.0"

Die Zahl der rechtsextremen Drohschreiben mit dem Absender "NSU 2.0" nimmt weiter zu. Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) berichtete im Landtag in Wiesbaden von mittlerweile insgesamt 133 verschickten Drohschreiben. Dabei würden die Ermittler 115 dieser Schreiben dem Tatkomplex "NSU 2.0" zurechnen. 18 Schreiben seien mutmaßlich von Trittbrettfahrern verfasst und versendet worden. Empfänger seien überwiegend Personen des öffentlichen Lebens gewesen, vor allem aus der Politik und der Medienwelt. Die 115 Schreiben hätten sich an 32 Personen und 60 Institutionen in insgesamt 9 Bundesländern und in Österreich gerichtet.

13.59 Uhr: Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA gestiegen

In den USA ist die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenhilfe trotz einer kräftigen Konjunkturerholung gestiegen. In der vergangenen Woche wurden 770.000 Erstanträge gestellt, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Das sind 45.000 Anträge mehr als eine Woche zuvor. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet und im Schnitt 700.000 Anträgen erwartet. Die Lage auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt bleibt damit angespannt. Vor der Corona-Krise gab es in den USA nur etwa 200.000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe pro Woche. Sie gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung am US-Arbeitsmarkt.

13.44 Uhr: Prozess gegen fränkische Rechtsextremistin startet Ende April

Vor dem Oberlandesgericht (OLG) München beginnt Ende April der Prozess gegen eine mutmaßliche Rechtsextremistin aus Franken, die einen Brandanschlag auf Amtsträger oder Muslime vorbereitet haben soll. Der Generalbundesanwalt hat sie wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat angeklagt. Im vergangenen Sommer soll sie mögliche Opfer ausgespäht haben, darunter einen muslimischen Moscheeverein und mehrere Kommunalpolitiker. Den Ermittlern zufolge verschickte sie "Grußkarten" mit zum Teil echter Munition als unmissverständliche Todesdrohung.

13.29 Uhr: Tichanowskaja will Verhandlungen mit Lukaschenko-Führung

Rund sieben Monate nach der als gefälscht geltenden Präsidentenwahl in Belarus will Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja Verhandlungen mit dem autoritären Machtapparat. Auf einer eigens eingerichteten Online-Plattform können Belarussen ab sofort für solche Gespräche stimmen, wie Tichanowskaja sagte. Der Rückhalt für Langzeitmachthaber Alexander Lukaschenko bröckele mittlerweile auch in den eigenen Reihen, erklärte die ins EU-Land Litauen geflüchtete 38-Jährige. Es sei nun an der Zeit, unter internationaler Vermittlung friedliche Lösungen gemeinsam mit denjenigen Regime-Vertretern zu finden, "die bereit sind, an die Zukunft zu denken und reife Entscheidungen zu treffen".

13.32 Uhr: "Leckeres Dankeschön": Bochumer Polizei teilt Zimtschnecken-Rezept

Für ihre Hilfe wegen eines verlorenen Schlüsselbundes ist die Polizei Bochum mit Zimtschnecken belohnt worden. Weil das selbstgebackene Dankeschön so gut schmeckte, hat die Polizeipressestelle in den Sozialen Medien das Rezept geteilt. Am Montag zuvor war ein gefundener Schlüsselbund an der Stadtteilwache abgegeben worden. Nachdem sie das Auto gefunden hatte, konnte sie den Halter und Schlüsselbesitzer feststellen. Der Mann sei überaus erleichtert gewesen, als er den Schlüssel wieder entgegennehmen konnte, so die Mitteilung der Polizei. Einen Tag später erschien er abermals auf der Wache - mit einem Brief und einem "leckeren Dankeschön". "Einfach schön!", bedankte sich ihrerseits die Polizei.

13.18 Uhr: Münchner Musterklage zu Mieterhöhungen gescheitert

Der Münchner Mieterverein ist mit einer Musterklage gegen eine Immobilienfirma in letzter Instanz vor dem Bundesgerichtshof (BGH) gescheitert. Es sei nicht rechtsmissbräuchlich, dass das Unternehmen den Mieterinnen und Mietern einer großen Wohnanlage nur wenige Tage vor Inkrafttreten von neuem Recht noch mit weitem Vorlauf Modernisierungen angekündigt habe, urteilten die Karlsruher Richter. Einen engen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Ankündigung der Arbeiten und deren Beginn verlange das Gesetz nicht. Damit können die Mieten im Hohenzollernkarree im beliebten Stadtteil Schwabing deutlich stärker angehoben werden, als es heute möglich wäre. Seit Anfang 2019 dürfen jährlich nur noch acht Prozent der Kosten für die Modernisierung auf die Mieter umgelegt werden, nicht mehr elf. Außerdem hat der Gesetzgeber eine Obergrenze eingezogen. Für die Mieter ist das Urteil ein Rückschlag: Das Oberlandesgericht München hatte 2019 in erster Instanz zu ihren Gunsten entschieden.

13.18 Uhr: Parlament in Spanien billigt Legalisierung der Sterbehilfe

Das spanische Parlament hat die Legalisierung der Sterbehilfe gebilligt. Bei der abschließenden Abstimmung im Abgeordnetenhaus votierte eine deutliche Mehrheit von 202 Abgeordneten für das entsprechende Gesetz, 141 stimmten dagegen, zwei Abgeordnete enthielten sich. Damit können Menschen mit einer "schweren und unheilbaren" Krankheit oder "chronischen", stark einschränkenden Schmerzen auf ausdrücklichen eigenen Wunsch Sterbehilfe erhalten, um "unerträgliches Leid" zu vermeiden. Das Gesetz soll im Juni in Kraft treten.

13.17 Uhr: Putin: Biden soll nicht von sich auf andere schließen

Nach den scharfen Verbalattacken des neuen US-Präsidenten Joe Biden gegen Kreml-Chef Wladimir Putin hat dieser zum Gegenschlag ausgeholt. Man solle nicht von sich auf andere schließen, sagte Putin mit Blick auf ein Interview, in dem Biden die Frage, ob er Putin für einen "Mörder" halte, bejaht hatte. "Wir sehen in einem anderen Menschen immer unsere eigenen Eigenschaften und denken, dass er so sei wie wir selbst." In seiner vom Fernsehen übertragenen Erklärung sagte der russische Staatschef, er wolle die Beziehungen zu den USA trotz der Krise nicht abbrechen. "Wir werden unsere Interessen verteidigen und mit ihnen zu Bedingungen zusammenarbeiten, die für uns vorteilhaft sind", sagte er.

13.05 Uhr: Ermittlungen wegen mutmaßlichen Geheimnisverrats gegen zwei Bremer Polizisten

In Bremen ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft im Rahmen eines größeren Falls aus dem Bereich organisierter Kriminalität auch gegen zwei mutmaßlich korrupte Kollegen. Der Verdacht richte sich gegen zwei Beamte im Alter von 36 und 40 Jahren, teilten das Bundeskriminalamt (BKA) sowie Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mit. Ihnen werden die Verletzung von Dienstgeheimnissen vorgeworfen, teils auch weitere Delikte. Gegen den beschuldigten 36-jährigen Polizisten wird zusätzlich noch wegen Bestechlichkeit, Geldwäsche und Betrugs ermittelt.

13.01 Uhr: Der Frühling lässt es langsam angehen - Schnee im Bergland

Der kalendarische Frühling beginnt an diesem Samstag - nur das Wetter scheint noch ein wenig im Winter zu verharren. In den Alpen und im östlichen Bergland erwartete der Deutsche Wetterdienst (DWD) auch für Freitag und Samstag wieder etwas Neuschnee, während es in tieferen Lagen mit Regen, Schneeregen und Graupelschauern eher ungemütlich bleibt. Nachts gibt es fast überall leichten bis mäßigen Frost. Milde und frühlingshafte Temperaturen sind landesweit erst in der kommenden Woche zu erwarten, so die Meteorologen.

12.47 Uhr: Millionenstrafe für britischen Vergnügungspark wegen Tods von Mädchen

Wegen des tödlichen Unfalls eines Mädchens ist ein britischer Vergnügungspark zu umgerechnet 1,17 Millionen Euro Strafe verurteilt worden. Die Betreiber hätten mehrere Sicherheitsvorschriften verletzt, entschied ein Gericht in der mittelenglischen Stadt Stafford. Die Elfjährige war im Mai 2017 aus einem Gefährt auf einer Wildwasserbahn geschleudert worden und ertrunken. Der Richter räumte ein, dass die Strafe vermutlich nie gezahlt wird, weil sich das Unternehmen in einem Insolvenzverfahren befindet. "Es ist wichtig, dass Lehren gezogen werden und die Schwere des Versagens des beklagten Unternehmens in diesem Fall durch eine angemessene Bestrafung gekennzeichnet ist", sagte der Richter.

12.45 Uhr: USA: Paar und Hunde aus über Schlucht hängendem Wagen gerettet

Bei einer dramatischen Bergungsaktion im US-Bundesstaat Idaho ist ein Paar samt zwei Hunden aus einem von einer Brücke baumelnden Pickup gerettet worden. Lediglich die an einem Wohnwagen angebrachten Sicherheitsketten hätten einen Sturz des Fahrzeugs in die bis zu 30 Meter tiefe Malad-Schlucht verhindert, berichtete NBC News. "Es war definitiv ein Wunder, dass diese Kette gehalten hat", sagte Sanitäter Chad Smith dem Sender. Der 67 Jahre alte Fahrer hatte auf der Brücke die Kontrolle über den Wagen verloren. Der Pickup sei dann über das Brückengeländer gekippt, während der Wohnwagen beide Fahrspuren der Fernstraße blockierte. Aufnahmen zeigen, wie sich Einsatzkräfte mittels eines Hubschraubers zu dem Pickup abseilten und den Mann, seine 64-jährige Beifahrerin und die beiden Hunde mithilfe von Gurten in Sicherheit brachten.

12.45 Uhr: Junge stirbt in Syrien nach Sturz in 20 Meter tiefen Brunnen

Ein zehn Jahre alter Junge ist im Nordwesten Syriens nach dem Sturz in einen rund 20 Meter tiefen Brunnen gestorben. Eine mehr als 50-stündige dramatische Rettungsaktion in einem Ort nahe der Stadt Idlib blieb erfolglos, wie die Organisation Weißhelme mitteilte. Helfer erreichten den Jungen zwar über einen von ihnen ausgegrabenen Tunnel, konnten ihn aber nur noch tot bergen. Den Weißhelmen zufolge war das Kind in die Tiefe gefallen, während der Brunnen gegraben wurde. Die Ursache für den Sturz war zunächst unklar.

12.19 Uhr: Laschet fordert Ende der Krim-Annexion durch Russland

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat zum siebten Jahrestag der russischen Annexion der Krim die Wiederherstellung der ukrainischen Souveränität über die Halbinsel gefordert. Die Entwicklung der Ukraine werde wesentlich durch die völkerrechtswidrige Krim-Annexion und den Konflikt in der Ost-Ukraine beeinflusst, sagte der CDU-Bundesvorsitzende nach einem Treffen mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten Denys Schmyhal in der Düsseldorfer Staatskanzlei. Auch eine dauerhafte Einhaltung des Waffenstillstands im Donbass und eine "neue Dynamik bei der Umsetzung der Beschlüsse im Normandie-Format" würden gebraucht.

11.50 Uhr: Streit um russisches Gas: Deutschland droht Niederlage vor EuGH

Im Streit um eine Ausweitung russischer Erdgaslieferungen im Zusammenhang mit der Ostseepipeline Nord Stream droht Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) eine Niederlage. Generalanwalt Manuel Campos Sánchez-Bordona empfahl dem obersten EU-Gericht in einem Gutachten, Rechtsmittel Deutschlands gegen einen Beschluss des EU-Gerichts zurückzuweisen. EuGH-Gutachten sind nicht bindend, häufig folgen die EU-Richtern ihnen aber.

Konkret geht es um Lieferungen durch die Pipeline Opal, die eine Verlängerung der seit 2011 betriebenen Ostsee-Pipeline Nord Stream ist, die russisches Gas nach Europa transportiert. Opal leitet das Gas durch Ostdeutschland weiter nach Tschechien (Rechtssache C-848/19).

11.40 Uhr: Kardinal Woelki entbindet zwei Kölner Geistliche von Ämtern

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat erste personelle Konsequenzen aus dem Gutachten zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in seinem Erzbistum gezogen. Woelki entband unmittelbar nach der Vorstellung seinen Weihbischof Dominikus Schwaderlapp und den Leiter des Erzbischöflichen Gerichts, Offizial Günter Assenmacher, wegen Pflichtverletzungen mit sofortiger Wirkung vorläufig von ihren Ämtern. Woelki sprach von "Vertuschung" in seinem Bistum.

Woelki wollte eigentlich erst am kommenden Dienstag Konsequenzen aus dem Gutachten des Strafrechtlers Björn Gercke ziehen. Während Schwaderlapp in acht Fällen konkrete Pflichtverletzungen begangen haben soll, soll Assenmacher in zwei Fällen eine unzutreffende Rechtsauskunft abgegeben haben. Woelki selbst wurde in dem Gutachten entlastet.

11.26 Uhr: Steinmeier verleiht Bundesverdienstkreuz an Engagierte in der Corona-Pandemie

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnet sechs Bürgerinnen und Bürger für ihr Engagement in der Corona-Pandemie mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Die Geehrten hätten sich "in herausragender Weise engagiert, etwa in der Krankenpflege, bei der Hilfe für Schulkinder und ältere Menschen oder bei der bundesweiten und grenzüberschreitenden Bekämpfung des Virus", teilte das Präsidialamt mit. Die Verleihung der Auszeichnungen ist für Freitag kommender Woche vorgesehen.

Geehrt werden den Angaben zufolge fünf Frauen und ein Mann. Eine von ihnen unterstützt beispielsweise ältere Menschen - während des Lockdowns etwa mit "Telefonbesuchen". Eine andere drehte als Grundschullehrerin aufwändige Lernvideos und nähte Handpuppen, um ihren Schülerinnen und Schülern im Distanzunterricht zu helfen. Auch eine Pflegeexpertin und ein Arzt gehören zu den Geehrten.

11.08 Uhr: Dänemark will Parallelgesellschaften mit radikalen Maßnahmen verhindern

Die dänische Regierung will mit einer Reihe von Maßnahmen verhindern, dass in ihrem Land Parallelgesellschaften entstehen. Dem Innenministerium in Kopenhagen schwebt unter anderem vor, dass der Anteil der "Bewohner mit nicht-westlichem Hintergrund" in zehn Jahren in keinem dänischen Wohngebiet mehr über 30 Prozent liegen soll. Ein entsprechender Vorschlag des Ministeriums vom Mittwoch soll nun mit weiteren Parlamentsparteien besprochen werden, die schon 2018 bei einer ähnlichen Vereinbarung zusammengearbeitet haben.

Wenn viele Einwanderer nicht-westlicher Herkunft und ihre Nachfahren in bestimmten Gebieten wohnten, steige das Risiko, dass dort religiöse und kulturelle Parallelgesellschaften entstünden, teilte das Ministerium mit. "Wir haben viel zu viele Jahre die Augen vor der Entwicklung verschlossen, die auf dem Weg war, und erst dann gehandelt, als die Integrationsprobleme zu groß geworden sind", erklärte Innenminister Kaare Dybvad Bek. Die Regierung wolle deshalb daran arbeiten, dass gemischte Wohngebiete geschaffen würden. Zugleich solle der Begriff "Ghetto" aus der entsprechenden Gesetzgebung entfernt werden, weil er irreführend sei.

10.58 Uhr: Russland warnt vor "Kollaps" seiner Beziehungen zu Washington

Moskau hat vor einem "Kollaps" seiner internationalen Beziehungen zu Washington gewarnt. "Gewisse unüberlegte Erklärungen hochrangiger US-Beamter haben die bereits übermäßig konfrontativen Beziehungen an den Rande des Zusammenbruchs gebracht", erklärte die russische Botschaft in Washington. Sie bezog sich damit auf scharfe Verbalattacken des neuen US-Präsidenten Joe Biden gegen Kreml-Chef Wladimir Putin.

In einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview mit dem Sender ABC News war Biden gefragt worden, ob er Putin für einen "Mörder" halte. Der US-Präsident sagte daraufhin: "Das tue ich." Mit Blick auf mutmaßliche Versuche Russlands, Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr zu nehmen, sagte Biden, Putin werde dafür "einen Preis bezahlen". Als Reaktion auf das Interview beorderte Russland seinen Botschafter in Washington nach Moskau zurück.

10.54 Uhr: Gesetzentwurf zur Sterbehilfe nimmt erste Hürde

Der Ende Januar von Abgeordneten mehrerer Fraktionen vorgelegte Gesetzentwurf zur Neureglung der Sterbehilfe in Deutschland hat eine erste Hürde genommen: In dieser Woche wurde die für eine Einbringung der Vorlage erforderliche Unterstützung von fünf Prozent der Bundestagsmitglieder erreicht, wie die Abgeordnete Katrin Helling-Plahr (FDP) in Berlin mitteilte. Mitinitiatoren sind Karl Lauterbach, Swen Schulz (beide SPD), Petra Sitte (Linke) und Otto Fricke (FDP). "In den letzten Wochen haben wir alle viele Gespräche geführt", erklärte Lauterbach. "Natürlich fraktionsintern, aber auch über die Fraktionsgrenzen hinweg." Anscheinend überzeuge der Gesetzentwurf viele Mitglieder des Bundestages.

10.48 Uhr: Gutachter sieht keine Pflichtverletzungen bei Kardinal Woelki 

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki ist im Gutachten zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im größten deutschen Bistum entlastet worden. Es seien keine Pflichtverletzungen bei Woelki feststellbar gewesen, sagte der Strafrechtler Björn Gercke bei der Vorstellung seines Gutachtens. In dem Gutachten erhoben die Gutachter aber schwere Vorwürfe gegen den Hamburger Erzbischof Stefan Heße, der früher in Köln tätig war.

Der Strafrechtler Björn Gercke hat in seinem Gutachten zum Umgang des Erzbistums Köln mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs Hinweise auf 202 Beschuldigte festgestellt. Das sagte er bei der Vorstellung der 800 Seiten starken Untersuchung in Köln. Es gehe um das erste Gutachten dieser Art, in dem ungeschwärzt auch die Namen von Verantwortlichen genannt würden, sagte Gercke. Zusammen mit seinem Team hat er in den vergangenen Monaten die Kirchenakten von 1975 bis 2018 ausgewertet.

Die Opfer waren demnach mehrheitlich Jungen. Bei 63 Prozent der Beschuldigten handele es sich um Kleriker, also Priester. In knapp 32 Prozent der Fälle habe es sich um sexuellen Missbrauch gehandelt, in gut 15 Prozent um schweren sexuellen Missbrauch. Die anderen Fälle stuft Gercke unter anderem als Grenzverletzungen und sonstige sexuelle Verfehlungen ein.

10.35 Uhr: Boliviens Ex-Übergangspräsidentin im Gefängnis in medizinischer Behandlung

Die ehemalige Übergangspräsidentin Boliviens, Jeanine Áñez, ist in Untersuchungshaft nach einem Zusammenbruch medizinisch behandelt worden. Wie ihre Anwältin Norka Cuellar lokalen Medien mitteilte, befand sich die Politikerin zwischenzeitlich wegen erhöhten Blutdrucks in "einem kritischen Zustand" und wurde mit Sauerstoff versorgt. Die Gefängnisbehörden in La Paz teilten mit, sie sei stabil und werde medizinisch überwacht. 

Gegen Áñez war am Sonntag eine viermonatige Untersuchungshaft angeordnet worden. Sie und zwei ihrer ehemaligen Minister werden wegen "Terrorismus", "Aufruhr" und "Verschwörung" im Zusammenhang mit einem angeblichen Staatsstreich gegen Ex-Präsident Evo Morales beschuldigt. 

10.15 Uhr: WWF sorgt sich nach ergebnisloser Runde um Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik

Umweltschützer haben nach der ergebnislosen Sonder-Agrarministerkonferenz (AMK) vor einem verfrühten Einbringen von Gesetzesentwürfen gewarnt. Die Sitzung vom Mittwoch offenbare die "Kompromisslosigkeit einiger Agrarressorts von Bund und Ländern", erklärte der WWF. Sie weigerten sich, die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) so auszugestalten, dass "Artenrückgang, Klimakrise und Höfesterben wirksam bewältigt werden können". Nun Gesetzesentwürfe ohne einen einstimmigen Beschluss der AMK ins Kabinett zu bringen, wäre "undemokratisch".

Die Landwirtschaftsminister und -ministerinnen der Länder hatten am Mittwoch gemeinsam mit Bundesministerin Julia Klöckner (CDU) auf einer Sonder-Agrarministerkonferenz über die nationale Umsetzung der GAP beraten. Die Sitzung dauerte bis spät in die Nacht, auf eine wesentliche gemeinsame Haltung konnten sich die Teilnehmenden jedoch nicht einigen.

10.05 Uhr: IAB-Studie: Abiturienten sorgen sich zunehmend um ihre berufliche Zukunft

Die Zukunftssorgen von Schülerinnen und Schülern des aktuellen Abiturjahrgangs haben seit Beginn der Corona-Pandemie zugenommen. Waren im Frühjahr 2020 noch 25 Prozent von ihnen beunruhigt wegen ihrer beruflichen Zukunft, waren es gegen Ende des Jahres bereits 41 Prozent, wie aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht. Jugendliche mit Migrationshintergrund waren demnach besonders besorgt.

"In dieser Gruppe machte sich im Herbst 2020 jede zweite Befragungsperson Sorgen um ihre berufliche Zukunft, im Frühjahr war es noch jede dritte", teilte das IAB mit. Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg hatte insgesamt 3000 Jugendliche des Abiturjahrgangs 2021 zunächst zwischen März und Juli und anschließend zwischen November und Dezember 2020 befragt.

9.59 Uhr: Sondierungsgespräche für neue Ampel-Koalition laufen

Nach der Landtagswahl haben SPD, Grüne und FDP in Rheinland-Pfalz mit Sondierungsgesprächen über eine neue Ampel-Koalition begonnen. "Die Gespräche sind in dieser Woche angelaufen", sagte SPD-Sprecher Timo Haungs. Einzelheiten zu den Schwerpunkten, dem Ort und den Terminen nannte er nicht. SPD-Landeschef Roger Lewentz hatte nach der Wahl angekündigt: "Erst werden die inhaltlichen Punkte miteinander besprochen, und dann kommt erst Ressortzuschnitt und Personal."

Die SPD in Rheinland-Pfalz will den Koalitionsvertrag nach Möglichkeit bei ihrem Parteitag am 2. Mai verabschieden, die Grünen planen dafür den 15. Mai ein. Am 18. Mai konstituiert sich der neue Landtag.

9.34 Uhr: AfD scheitert in Karlsruhe mit Eilantrag zu Bekanntgabe von "Flügel"-Mitgliederzahl

Die AfD ist vor dem Bundesverfassungsgericht mit dem Versuch gescheitert, dem Verfassungsschutz die Bekanntgabe der Zahl der Mitglieder des "Flügels" vorläufig zu verbieten. Das Gericht lehnte den Eilantrag der Partei wegen nicht hinreichender Begründung ab, wie es mitteilte. Es geht dabei nicht um die Einstufung der AfD als Verdachtsfall. (Az. 2 BvQ 17/21)

In diesem Fall geht es stattdessen darum, ob das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) öffentlich machen darf, wie viele Mitglieder der inzwischen offiziell aufgelöste rechte "Flügel" der Partei hatte und noch haben soll. Die AfD wollte eine Zwischenentscheidung erwirken, die dies dem BfV verbietet, bis im Eilverfahren entschieden wurde.

9.32 Uhr: Pakistaner aus Deutschland abgeschoben

Deutschland hat erneut Dutzende Menschen nach Pakistan abgeschoben. 29 Pakistaner seien in einem Charterflug in der Hauptstadt Islamabad angekommen, 27 aus Deutschland und zwei aus Polen, teilte die pakistanische Bundeskriminalpolizei (FIA) der Deutschen Presse-Agentur mit.

Zehn von ihnen seien nach einer "Nachbesprechung" am Flughafen entlassen worden. 19 weitere seien in eine Haftanstalt in Islamabad gebracht worden. Sie würden von der Kriminalpolizei befragt und müssten im Laufe des Tages vor ein Einwanderungsgericht, hieß es von der FIA. Ihnen würden Verstöße gegen Migrationsgesetze vorgeworfen wie etwa das Bezahlen von Schleusern für die Flucht. "Fast alle" würden bis zum Ende des Tages auf Kaution freigelassen, hieß es.

7.47 Uhr: Neun Tote bei Hubschrauberabsturz in Afghanistan

Bei dem Absturz eines Hubschraubers der afghanischen Luftwaffe in der zentralen Provinz Wardak sind mindestens neun Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Das bestätigten mehrere Provinzräte. Demnach sollte der Hubschrauber im Bezirk Hesa-e Awal-e Behsud einen verwundeten Soldaten transportieren. Vier der Getöteten gehörten zur Hubschrauberbesatzung, weitere fünf seien Sicherheitskräfte gewesen, teilte das Verteidigungsministerium in einer Erklärung mit. Die Absturzursache werde untersucht.

Der Mehrzweck-Hubschrauber des Typs Mi-17 gehörte laut Ministerium zur 777. Brigade der afghanischen Luftwaffe, dem sogenannten Special Mission Wing (SMW). Diese wird von der Armee, aber auch von der Polizei und Spezialkräften des Geheimdienstes vor allem für Nachtangriffe genutzt. Informationen über den SMW, etwa die Anzahl der Fluggeräte, Piloten oder Details zu ihren Einsätzen werden seit Jahren unter Verschluss gehalten.

7.30 Uhr: Drei Frauen gewinnen Hamburger Stipendium für Nichtstun

Hilistina Banze, Mia Hofner und Kimberley Vehoff sind die Gewinnerinnen der drei mit jeweils 1600 Euro dotierten Stipendien für Nichtstun der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK). "Ich bin total happy, umgangssprachlich würde man sagen "geflasht"", sagte Initiator Friedrich von Borries der Deutschen Presse-Agentur über das weltweite Echo. Menschen aus aller Welt - darunter Wissenschaftler, Künstler, aber auch Kinder und Rentner - hätten an dem Projekt teilgenommen. Die Jury habe die Gewinnerinnen aus insgesamt 2864 Bewerbern aus 70 Ländern ausgewählt.

6.50 Uhr: Junta in Myanmar erhebt neue Korruptionsvorwürfe gegen Suu Kyi

Die Junta in Myanmar hat neue Korruptionsvorwürfe gegen die von ihr entmachtete De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi erhoben. Der Militärsender Myawady zeigte ein Video, in dem ein Geschäftsmann aus Myanmar angibt, der Politikerin über mehrere Jahre 550.000 Dollar (rund 460.000 Euro) gegeben zu haben. Maung Weik sagte, er habe Geld an ranghohe Regierungsvertreter gespendet, weil er sich Vorteile für seine Firma versprochen habe.

Ein Nachrichtensprecher sagte, Suu Kyi sei an Korruption beteiligt gewesen, eine Anklage gegen sie sei in Vorbereitung. Es sind nicht die ersten Korruptionsvorwürfe gegen Suu Kyi: Vergangene Woche beschuldigte die Junta die Friedensnobelpreisträgerin, mehr als zehn Kilogramm Gold und 600.000 Dollar in bar erhalten zu haben.

6.43Uhr: Massagesalon-Angriffe in USA: Mann wegen achtfachen Mordes angeklagt

Nach einer Serie tödlicher Attacken in Massagesalons in und nahe der US-Stadt Atlanta ist der 21-jährige Tatverdächtige wegen Mordes in acht Fällen angeklagt worden. Er muss sich zudem wegen schwerer Körperverletzung in einem Fall verantworten, wie der Bezirk und die Polizei von Atlanta mitteilten. Tags zuvor waren in drei Massage-Salons im südlichen Bundesstaat Georgia innerhalb kurzer Zeit acht Menschen erschossen worden. Ein Mann überlebte mit schweren Verletzungen.

6.28 Uhr: Teuer versteigert: Flohmarkt-Schüssel war chinesische Antiquität

Eine auf einem Flohmarkt erstandene Schüssel hat sich als teure chinesische Antiquität entpuppt - und ist nun in New York für mehr als 720.000 Dollar (etwa 600.000 Euro) versteigert worden. Ein Mann habe die Schüssel mit blau-weißem Blumenmuster im vergangenen Jahr auf einem Flohmarkt im US-Bundesstaat Connecticut entdeckt und spontan für 35 Dollar (etwa 30 Euro) gekauft, teilte das Auktionshaus Sotheby's in New York mit. Danach ließ er das Stück von Experten des Auktionshauses begutachten, die zum Schluss kamen, dass es sich um eine sehr seltene Schüssel aus der chinesischen Ming-Dynastie zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert handelt.

6.00 Uhr: Alpenstudie zeigt viel kürzere Schneesaison als noch vor 50 Jahren

Die Berge der Alpen sind laut einer Langzeitstudie im Winter wesentlich kürzer weiß als noch in den Siebzigerjahren. Die Schneesaison unterhalb von 2000 Metern sei je nach Höhenlage und Region um 22 bis 34 Tage kürzer geworden, berichteten Forschern unter der Leitung des Südtiroler Instituts Eurac Research in Bozen. Für die Untersuchung wurden Daten Hunderter Messstationen in Frankreich, Italien, der Schweiz, Deutschland, Österreich und Slowenien einheitlich ausgewertet.

5.55 Uhr: Nordkorea: Neue US-Regierung soll "feindliche Politik" beenden

Nordkorea will erst wieder mit den USA verhandeln, wenn die neue Regierung von US-Präsident Joe Biden ihre "feindliche Politik" gegen Pjöngjang beendet. Bis dahin werde es keinen Kontakt oder Dialog mit Washington geben, erklärte Vize-Außenministerin Choe Son Hui laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Vom "neuen Regime" in Washington seien bisher nur eine "verrückte Theorie von einer 'Bedrohung aus Nordkorea" und "gegenstandslose Phrasen von 'vollständiger Denuklearisierung" zu hören gewesen.

5.15 Uhr: Möglicher Wedel-Prozess: Mutmaßliches Opfer nun Nebenklägerin

Im Strafverfahren gegen den Regisseur Dieter Wedel (81) wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung ist sein mutmaßliches Opfer Jany Tempel nun offiziell als Nebenklägerin zugelassen worden. Das sagte Tempels Anwalt Alexander Stevens der Deutschen Presse-Agentur in München. Sie sei "berechtigt, sich dem Verfahren als Nebenklägerin anzuschließen", heißt es in dem entsprechenden Beschluss des Landgerichts München I.

Damit ist allerdings noch längst nicht entschieden, ob es tatsächlich zum Prozess gegen den erfolgreichen Regisseur ("Der große Bellheim", "Der Schattenmann"), der die Vorwürfe bestreitet, kommt. Nachdem die Staatsanwaltschaft München I Anfang März nach dreijährigen Ermittlungen Anklage erhoben hat, muss nun das Gericht entscheiden, ob sie diese auch zur Hauptverhandlung zulässt und Wedel sich dann vor Gericht verantworten muss.

5.00 Uhr: Rechts- und Linksliberale siegen in den Niederlanden

Nach seinem Sieg bei der niederländischen Parlamentswahl will der rechtsliberale Ministerpräsident Mark Rutte mit den ebenfalls erfolgreichen Linksliberalen Gespräche über eine Regierungsbildung beginnen. Dies sei "naheliegend", sagte der 54-Jährige. Ruttes VVD wird nach einer Prognose des Fernsehsenders NOS mit etwa 23 Prozent und 36 von insgesamt 150 Sitzen stärkste Kraft in der Zweiten Kammer des Parlaments.

An die zweite Stelle schob sich überraschend die linksliberale und besonders europafreundliche D66. Sie holte nach der Prognose 27 Mandate, acht mehr als bisher. Die Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders, die in den Umfragen wochenlang auf dem zweiten Platz gestanden hatte, musste sich mit Rang drei zufrieden geben. Sie verlor drei Parlamentssitze. Dafür gewann aber eine andere rechtspopulistische Partei, die FvD des Nationalisten Thierry Baudet, sechs Sitze dazu und hat nun insgesamt acht.

4.46 Uhr: Tansanias Präsident Magufuli ist tot

Tagelang wurde über seinen Gesundheitszustand spekuliert - nun ist Tansanias Präsident John Magufuli gestorben. Ursache für seinen Tod war aber offenbar anders als vielfach vermutet keine Covid-19-Erkrankung, sondern die Folge eines Herzversagens, wie Vizepräsidentin Samia Suluhu Hassan mitteilte. Zuvor war der Staatschef längere Zeit verschwunden, was Spekulationen über eine Covid-19-Erkrankung befeuert hatte. Der zunehmend autokratisch regierende Magufuli hatte lange die Gefahr durch das Coronavirus in dem ostafrikanischen Land heruntergespielt und mit provokanten und zweifelhaften Aussagen weltweit für Kritik gesorgt.

0.56 Uhr: Rover "Perseverance" schickt erstmals Audio-Aufnahme von Mars-Fahrt

Der Rover "Perseverance" hat erstmals eine Audio-Aufnahme von einer Fahrt über den Mars geschickt. Es handele sich um die erste Aufnahme dieser Art überhaupt, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Die rund 16-minütige Tonaufnahme sei bei der etwa 27 Meter langen Fahrt des Rovers vor einigen Tagen von einem Mikrofon aufgenommen worden.

"Wenn man mit diesen Rädern über Steine fährt, dann ist das sehr laut", sagte Nasa-Ingenieur Vandi Verma. Das liege unter anderem daran, dass die Räder von "Perseverance" (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) aus Metall seien. "Wenn ich diese Geräusche in meinem Auto hören würden, würde ich anhalten und den Abschleppdienst anrufen", ergänzte Nasa-Kollege Dave Gruel. "Aber wenn man darüber nachdenkt, was man da hört und wo es aufgenommen wurde, dann macht es total Sinn." Zuvor hatte der Rover unter anderem Ton-Aufnahmen von seiner Landung und vom Ausprobieren seines Lasers zur Erde geschickt.

kng / tkr DPA AFP

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