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Tipps von "Finanztest" Kostenfalle Kreuzfahrtschiff: Wie Sie sich vor teuren Roaming-Gebühren schützen können

Selfie an Deck: Das Verschicken eines Fotos von Bord eines Kreuzfahrtschiffes per E-Mail oder das Hochladen in die sozialen Netzwerke kann teuer werden
Selfie an Deck: Das Verschicken eines Fotos von Bord eines Kreuzfahrtschiffes per E-Mail oder das Hochladen in die sozialen Netzwerke kann teuer werden
© Getty Images
Der Internet-Zugang auf hoher See ist weder schnell noch günstig: Wer sein Smartphone zum Surfen falsch eingestellt hat, muss nach der Reise mit saftigen Mobilfunkkosten rechnen. "Finanztest" gibt Tipps, um die Kosten im Griff zu behalten.

Der Horror-Meldungen häufen sich: "Zwölfjähriger nutzt Handy auf Kreuzfahrt – Rechnung über 12.000 Euro", so lautete eine Schlagzeile aus dem Juni 2018. Dabei war der Junge nur an Bord einer Fähre der Reederei Color Line auf dem Weg von Kiel nach Oslo unterwegs und hatte sich einige Videos auf seinem Smartphone angesehen. Nach dem Urlaub bekam der Vater die Rechnung von Telenor Maritime präsentiert: Für 470 Megabyte Daten wurden 12.000 Euro berechnet.

Was war passiert? Das Handy des Jungen hatte sich unterwegs in ein Satellitennetzwerk eingewählt. Dadurch wurden die extrem hohen Roaming-Gebühren fällig. Da an Bord weder die EU-Roaming-Verordnung noch gebuchte Reisepakete der Mobilfunk-Unternehmen gelten, sollten man grundsätzlich den Flugmodus aktivieren. Außerdem funktioniert die weltweite Trennung der Verbindung bei Kosten ab 59,50 Euro auf dem Meer in der Regel nicht.

Teurer Spaß an Bord

Die jüngste Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest" (Heft 1/2019) listet die Kosten für Mobilfunk bei den drei großen Netzbetreibern an Bord von Kreuzfahrtschiffen auf (abgehend: 1,34 bis 6,70 Euro pro Minute) sowie die Preise für 1 Megabyte Datenvolumen (19,80 bis 25 Euro).

Etwas günstiger zum Anrufen, Chatten und Surfen als die oben genannten Satelliten-Verbindungen sind die Pakete der Reedereien über das schiffseigene Wlan-Netz. So werden zum Beispiel Passagieren von Aida Cruises, MSC oder Tui Cruises spezielle nur für Social-Media-Anwendungen nutzbare Raten angeboten. Eine genaue Auflistung finden Sie in einer kostenlosen PDF-Tabelle hier.

Außerdem geben die "Finanztest"-Redakteure einige Tipps, um als Passagier nicht in die Kostenfalle der teuren Internetverbindung an Bord eines Kreuzfahrtschiffes zu tappen. Dazu gehört das Abstellen der automatischen Netzeinwahl. Denn das stärkste Netz sei auch meistens das teuerste. Aber in Häfen kann man über "manuelle Netzwahl" checken, mit welchem Anbieter man ins Netz geht. "Mit ein wenig Glück können Sie in Europa das kostenlose EU-Roaming nutzen", heißt es in der Verbraucher-Zeitschrift.

Beim Lesen von eingegangen E-Mails sollten man auch auf das Herunterladen von Anhängen und Fotos verzichten, ebenso auf das automatische Updaten der Apps auf dem Smartphone oder Tablet.

Weitere Empfehlungen und wie Sie sich bei zu hoch ausgefallenen Mobilfunkrechnungen beschweren können, über Versicherungstarife und Reiserecht für Kreuzfahrer lesen Sie gegen Gebühr im Themenpaket Kreuzfahrt von "Finanztest".

+++ Lesen Sie auch: "Schlägerei am Buffet, Fäkalgeruch in der Kabine - So lästern Gäste über Kreuzfahrtschiffe" +++

tib

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