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Low Cost Monitor: Air Berlin ist der teuerste Billigflieger

Im Vergleich zum Vorjahr sind Billigflieger-Tickets in Deutschland deutlich teurer geworden. Eine Untersuchung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt hat die Durchschnittspreise ermittelt.

Im Low Cost Monitor erzielte Air Berlin mit 158,64 Euro den höchsten Durchschnittspreis. Bei Wizz Air waren es 69,99 Euro pro Ticket - allerdings mit geringerem Serviceangebot.

Im Low Cost Monitor erzielte Air Berlin mit 158,64 Euro den höchsten Durchschnittspreis. Bei Wizz Air waren es 69,99 Euro pro Ticket - allerdings mit geringerem Serviceangebot.

Fliegen zum Taxipreis - das war einmal. Wie aus dem Low Cost Monitor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hervorgeht, lagen die Preise im Frühjahr durchschnittlich je nach Airline zwischen 70 und 160 Euro pro Flugticket. Im Frühjahr 2013 bezahlten Reisende im Schnitt zwischen 60 und 120 Euro für einen Flug.

Günstigster Anbieter war mit einem durchschnittlichen Ticketpreis von 69,99 Euro inklusive Steuern und Gebühren Wizz Air mit Sitz in Budapest. Auf Platz zwei landete Ryanair mit einem Preis von 78,78 Euro. Bei Easyjet kostete das Ticket im Schnitt 97,44 Euro, Germanwings lag bei 144,33 Euro.

Teuerster Anbieter war der Untersuchung zufolge Air Berlin mit einem durchschnittlichen Preis von 158,64 Euro. Es sei jedoch zu berücksichtigen, dass teurere Billigflieger teilweise auch besseren Service wie kostenlose Getränke böten, erklärte das DLR.

Preisuntersuchung auf 60 Strecken

Für die Studie untersuchte das DLR die Preise auf rund 60 ausgewählten Strecken für Abflüge am nächsten Tag, in einer Woche, einem Monat und in drei Monaten. Die Durchschnittspreise seien stark vom Buchungszeitpunkt abhängig. Ein Flug, der am Vortag gebucht werde, könne ein vielfaches dessen kosten, was ein Flug in drei Monaten koste, erklärte das DLR. Die Spannbreite habe sich hier aber anscheinend verringert.

Insgesamt konnten Reisende auf 466 Strecken mit einem Billigflieger in Deutschland abheben oder landen. Dies seien 43 Strecken und damit rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Im europäischen Luftraum kommen die Billigflieger im Vergleich mit den regulären Airlines insgesamt auf einen Anteil an den Starts und Landungen von 27 Prozent.

Germanwings holt auf

Größter Billigflieger im deutschen Markt ist mit 1700 Starts und Landungen Air Berlin. Deutliche Auswirkungen habe aber die Neustrukturierung der Lufthansa und ihrer Tochter Germanwings. "Die Lufthansa-Tochter bot in diesem Winter 60 Prozent mehr Flüge an", erklärte DLR-Experte Peter Berster.

Die Lufthansa hatte im vergangenen Jahr ihren innerdeutschen und innereuropäischen Flugverkehr abseits ihrer Drehkreuze größtenteils auf Germanwings verlagert. Mit insgesamt 1200 Starts pro Woche habe Germanwings zu Air Berlin aufgeholt, erklärte Berster.

tib/AFP / AFP

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