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Riskante Flughäfen: Das sind die gefährlichsten Airports der Welt

Lukla in Nepal, Toncontín in Honduras oder der City Airport in London: Diese Flughäfen dürfen nur Piloten anfliegen, die ein spezielles Training absolviert haben. Was macht diese Airports so gefährlich?

Von Aaron Püttmann

London City Airport

London City: Ein Flughafen mitten in der Stadt

Ein Flughafen der besonderen Art ist London City (LCY/EGLC). Dieser Flughafen ist wahrlich recht speziell: Ende der 1980er-Jahre wurde auf den früheren Royal West Indies Dockyards ein neuer Flughafen errichtet, unweit des Londoner Stadtzentrums und nahe des Bankenviertels – perfekt also für Geschäftsreisende.

Es gibt jedoch einige Dinge, die diesen Flughafen für die Piloten äußerst anspruchsvoll machen. Zum einen ist die Piste mit gerade einmal 1.508 Metern ziemlich kurz. Nur wenige Verkehrsflugzeuge sind für diesen Airport zugelassen, so zum Beispiel der Airbus A318 oder der Avro RJ100. Zum anderen befinden sich rund um den Airport Wohnhäuser und westlich des Platzes auch noch einige hohe Gebäude.

Aus Rücksicht auf die Anwohner muss LCY in einem sogenannten "Steep Approach"-Verfahren angeflogen werden. Das heißt, dass die Piste nicht wie üblich in einem 3-Grad-Pfad, sondern in einem 5,5-Grad-Pfad angeflogen wird. Dazu kommt natürlich auch noch, dass der Großraum London einer der am dichtesten gefüllten Lufträume Europas ist. All diese Dinge führen dazu, dass der Platz zumeist nur von Kapitänen angeflogen werden darf. Diese benötigen dazu außerdem eine spezielle Lizenz.

Ein für die Piloten idealer Flughafen liegt in einem windstillen Gebiet auf Meereshöhe, das Ganze ist dann im besten Falle noch gepaart mit einem milden Klima und keinen störenden Hindernissen, wie zum Beispiel umliegenden Bergen oder Gebäuden, die den Ab- oder Anflug gefährden könnten. Ein solches Szenario ist natürlich unrealistisch. Doch was macht einen Flughafen potenziell gefährlich? Es gibt unzählige Faktoren, die eine Crew etwas ins Schwitzen bringen können.

Hindernisse, "Hot and High" und mehr

In erster Linie sind das geografische Faktoren. So liegen einige Flughäfen in einem Talkessel, umgeben von Dutzenden hohen Bergen, die einen geradlinigen Approach auf die Landebahn unmöglich machen. Andere Flughäfen liegen wiederum in Gebieten, in denen starke Seitenwinde an der Tagesordnung sind.


Tückisch sind auch Airports in sogenannten "Hot and High"-Gebieten, wie zum Beispiel der Flughafen von La Paz in Bolivien, einer der höchstgelegenen Flughäfen der Welt. Mit zunehmender Höhe nimmt die Leistung der Triebwerke nämlich ab und die Strecke, die für den Startlauf benötigt wird, erhöht sich dadurch nicht unerheblich. Hohe Temperaturen begünstigen diesen Effekt, da die Motoren hier weniger Leistung liefern.

Andere Hindernisse sind infrastruktureller Art. Ein Beispiel dafür ist eine extrem kurze Runway oder eine schlechte Runway-Befeuerung, fehlende Markierungen oder nicht vorhandene Navigationshilfen wie zum Beispiel Instrumentenlandesysteme.

In den folgenden Seiten der Fotostrecke werden ein paar Flughäfen vorgestellt, die für Piloten etwas anspruchsvoller sind.

Landeanflug in Tegucigalpa


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