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Riskante Flughäfen: Das sind die gefährlichsten Airports der Welt

Lukla in Nepal, Toncontín in Honduras oder der City Airport in London: Diese Flughäfen dürfen nur Piloten anfliegen, die ein spezielles Training absolviert haben. Was macht diese Airports so gefährlich?

Von Aaron Püttmann

Madeira Airport

Madeira: Ein Flughafen auf Stelzen

Erst seit 1964 verbindet der Flughafen Madeira fliegerisch mit der Außenwelt. Doch dieser hat es in sich: Der Flughafen mit dem IATA-Kürzel FNC und dem ICAO-Code LPMA liegt unmittelbar am Hang einer Steilküste, Windscherungen und starke Fallwinde sind hier deswegen an der Tagesordnung, ein Instrumentenlandesystem existiert nicht und kurz vor dem Touchdown auf der Piste 05 muss wegen des umgebenden Terrains eine enge Rechtskurve geflogen werden – Go-Arounds sind hier also, wenig überraschend, an der Tagesordnung.

Tückisches Wetter und eine (früher) kürze Runway Früher war der Anflug auf FNC sogar noch ein Stück gefährlicher. Die Piste war zur Eröffnung gerade einmal 1600 Meter lang und wies ein leichtes Gefälle auf – beides keine idealen Bedingungen zum Abbremsen schwerer Flugzeuge. Dazu kommt, dass beide Enden der Runway über dem Meer und steilen Klippen aufhören. Das wurde 1977 einer Boeing 727-200 der portugiesischen Airline TAP zum Verhängnis, die bei starkem Regen 600 Meter hinter der Landebahnschwelle aufsetzte und aufgrund von Aquaplaning nicht mehr rechtzeitig zum Stehen kam. Das Flugzeug stürzte 40 Meter tief und zerschellte auf den Klippen, 131 Personen an Bord fanden den Tod.

Immerhin wurde die Landebahn 1985 um 200 Meter verlängert. Doch auch 1800 Meter sind immer noch sehr kurz! Im September 2000 wurde deswegen die neue Start- und Landebahn eröffnet, die zu ihrem Ende hin von einem gewaltigen Stützbauwerk getragen wird und nun 2777 Meter lang ist. Wie London City darf auch Madeira nur von Flugkapitänen mit einer speziellen Einweisung angeflogen werden. 

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