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Bangen um Michael Schumacher: "Meine Gedanken sind bei Schumi"

Der schwere Unfall von Michael Schumacher löst große Anteilnahme aus, viele Prominente reagieren betroffen und mitfühlend. Schumis Familie bedankt sich mit einer Mitteilung an die Öffentlichkeit.

Die Familie von Michael Schumacher hat sich für die große Anteilnahme nach dem schweren Skiunfall des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters bedankt. "Wir möchten die Medien zudem bitten, unsere Privatsphäre und die unserer Freunde zu respektieren und bedanken uns für ihre Unterstützung", hieß es in einer Mitteilung, die Managerin Sabine Kehm im Namen der Familie verbreitete.

Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Kultur hatten mit Betroffenheit auf die Nachricht von Schumachers Unfall reagiert und ihr Mitgefühl ausgedrückt, so auch Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Wie Millionen von Deutschen waren auch die Bundeskanzlerin und die Mitglieder der Bundesregierung außerordentlich bestürzt, als sie von Michael Schumachers schwerem Skiunfall erfahren haben", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. "Wir hoffen mit Michael Schumacher und mit seiner Familie, dass er die Verletzungen überwinden und genesen kann. Seiner Frau, seinen Kindern, seinen Angehörigen wünschen wir in diesen schweren Stunden Kraft und Zusammenhalt."

Helm angeblich zerbrochen

Schumacher war am Sonntagvormittag beim Skifahren in Méribel in den französischen Alpen verunglückt und liegt mit Hirnverletzungen im künstlichen Koma in der Universitätsklinik von Grenoble. Er war mit dem Kopf auf einen Felsen geschlagen. Ohne seinen Helm hätte es Schumacher wohl gar nicht bis ins Krankenhaus geschafft, meinte einer der Ärzte am Montag. Der 44-jährige erlitt bei dem Unfall schwere Kopfverletzungen, der Zustand des Formel-1-Rekordweltmeisters war auch am Montagabend kritisch.

Schumachers Ski-Helm soll bei dem Aufprall zerbrochen sein. Das berichtete die "Bild"-Zeitung und zitierte einen Retter mit den Worten: "Als wir zur Unfallstelle kamen, war sein Helm gespalten." Eine offizielle Bestätigung gab es dazu nicht.

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel zeigte sich "schockiert" über Schumachers Unfall. "Ich hoffe, dass es ihm so schnell wie möglich wieder besser geht", sagte der 26-Jährige dem Sportinformationsdienst. "Ich wünsche seiner Familie jetzt ganz viel Kraft." Schumachers früherer Rennstall Ferrari erklärte. "Es sind Stunden der Angst für alle bei Ferrari. Ganz Ferrari ist bei Michael". Vor allem Präsident Luca di Montezemolo und Teamchef Stefano Domenicali stünden in ständigem Kontakt mit Schumachers Familie.

Viele weitere Prominente, darunter Basketballstar Dirk Nowitzki oder Ex-Tennis-Ass Boris Becker, veröffentlichten auf Twitter ihre Anteilnahme am Schicksal des Ausnahmerennfahrers:

In großer Sorge um den berühmtesten Sohn ihrer Stadt sind auch die Bürger in Kerpen. Im Rathaus hätten Anrufer ihre Genesungswünsche für Schumacher übermittelt, berichtete Christa Cornely, Sprecherin des 65.000-Einwohner-Ortes bei Köln. "Es ist schon so, dass es ein Thema ist, auch im Rathaus." Auch Bürgermeisterin Marlies Sieburg wünschte Schumi zusammen mit den Bürgern von Kerpen "alles erdenklich Gute und eine schnelle Genesung".

Sehr, sehr starker Aufprall"

Schumachers Familie dankte in ihrer Mitteilung auch den Ärzten, die die schweren Kopfverletzungen des 44-Jährigen in der Universitätsklinik Grenoble behandeln. "Wir wissen, dass sie alles Mögliche tun, um Michael zu helfen."

Schumacher sei unmittelbar nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus am Kopf operiert worden, erklärte der behandelnde Anästhesist Jean-Francois Payen bei einer Pressekonferenz der Klinik. "Er befand sich in einer sehr kritischen Situation in Hinblick auf die Wiederbelebung seiner Hirnfunktionen." Die Ärzte sprachen von Blutergüssen und Prellungen im Gehirn. "Aus Respekt gegenüber der Familie werden wir keine anatomischen Einzelheiten nennen." Mehrfach betonten die Mediziner, dass die Lage sehr kritisch sei. Über die Überlebenschancen könne man nichts sagen.

Die Klinik kündigte den nächsten Bulletin zum Gesundheitszustand Schumachers für den späten Dienstagvormittag an. Am Montag werde es keine weitere Information geben, sagte eine Mitarbeiterin der Klinik-Pressestelle.

mad/DPA / DPA

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