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Formel-1-Auftakt: Gewünschte Rennstallrivalitäten

Mercedes-Teamchef Ross Brawn setzt hohe Erwartungen in Nico Rosberg, den Teamkollegen des Rückkehrers Michael Schumacher.

Mercedes-Teamchef Ross Brawn setzt hohe Erwartungen in Nico Rosberg. Der Brite will, dass sich der Formel-1-Pilot aus Wiesbaden und Michael Schumacher "gegenseitig zur Höchstleistung" antreiben. "Er wird Michael das Leben schwer machen. Und ich wäre, wenn ihm das nicht gelingen würde, enttäuscht. Ich finde die Situation gut und sehr spannend", sagte Brawn in einem Interview der "Welt am Sonntag" zum WM-Auftakt in Bahrain. Er fände es am besten, wenn sich der 41 Jahre alte siebenmalige Weltmeister aus Kerpen und sein 17 Jahre jüngerer Rennstallrivale die Erfolge aufteilen würden.

In der Qualifikation zum ersten von 19 WM-Läufen hatte Rosberg Schumacher geschlagen. Der Rückkehrer landete nach über dreijähriger Pause auf dem respektablen siebten Platz und ließ dabei den aktuellen Weltmeister Jenson Button im McLaren-Mercedes hinter sich. Rosberg schaffte es im neuen Silberpfeil auf Startplatz fünf. "Es ist zu früh, irgendwelche Vergleiche anzustellen, aber ich bin von Nico schon jetzt sehr beeindruckt", sagte Brawn zu möglichen Parallelen in Sachen Talent zwischen den beiden Piloten.

Rosberg sei ein intelligenter, hoch talentierter und motivierter Fahrer und dazu körperlich topfit. Schumacher sei für den Wiesbadener "ein großartiger Referenzpunkt", sagte Brawn. Zur Frage, ob Schumacher akzeptieren würde, wenn Rosberg schneller wäre als er, meinte der ehemalige und aktuelle Wegbegleiter des erfolgreichsten Formel-1-Piloten: "Er wäre eher sehr frustriert und er würde sehr hart arbeiten, um das Blatt zu wenden."

APN / APN

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