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Formel 1 Vettel mit Bestzeit im zweiten freien Training


Sebastian Vettel hegt gemischte Gefühlte für den Kurs in Monza. Im Toro Rosso gewann er den GP von Italien als jüngster Pilot aller Zeiten, im Red Bull war hier noch kein Blumentopf zu holen. In diesem Jahr könnte es zu einer Renaissance des Siegens kommen, denn zumindest im zweiten freien Training dominierte Vettel.

Sebastian Vettel kann sich auch auf der Red-Bull-Problemstrecke Monza durchaus Siegchancen ausrechnen. Der Formel-1-Weltmeister fuhr im zweiten Training zum Großen Preis von Italien überraschend die schnellste Runde vor Lewis Hamilton, doch die Leistung soll natürlich auch nicht überbewertet werden.

"Wir können recht zufrieden sein", sagte Vettel dann auch. "Wir hatten keine Probleme. Es herrscht Zuversicht." Allerdings konnte Vettel die Bestzeit des britischen McLaren-Rivalen vom Freitagvormittag nicht knacken. Dennoch wird sich erst im Qualifying zeigen, wie gut die Zuversicht letztendlich umgesetzt werden kann.

Gute Erinnerungen an Monza

Vettel hatte auf dem Hochgeschwindigkeitskurs im Königlichen Park zwar vor drei Jahren mit seinem sensationellen Sieg im B-Rennstall Toro Rosso als jüngster Grand-Prix-Gewinner für Furore gesorgt, aber mit dem A-Team Red Bull lief es hier nie überragend für ihn. Nun steigerte sich der WM-Spitzenreiter aus Heppenheim nach seinem dritten Platz zum Auftakt auf Platz eins im zweiten Durchgang.

"Auf einer Strecke, die uns eigentlich nicht so gut liegt, fühlt sich das gut an", sagte der 24-Jährige mit einem spitzbübischen Lächeln nach seinem Coup im Ferrari-Land. "Ich habe gute Erinnerungen an Monza. Das Podium ist hier sehr schön." In 1:24,010 Sekunden auf dem 5,793 Kilometer langen Kurs im Autodromo Nazionale ließ er Hamilton um 36 Tausendstelsekunden hinter sich. Hamilton war allerdings am Vormittag in 1:23,865 Minuten noch schneller gewesen.

Schumacher ist zuversichtlich

Mit Michael Schumacher lag ein zweiter Deutscher unter den besten drei Fahrern. Der Rekord-Champion belegte im Mercedes Rang drei. Der siebenmalige Champion aus Kerpen und fünfmalige Monza-Rekordsieger wies in 1:24,347 Minuten 0,337 Sekunden Rückstand auf seinen Kumpel Vettel auf. Nico Rosberg (Wiesbaden) schnitt im zweiten Silberpfeil als 18. und 22. schwach ab.

"Unsere Zeiten bei der Rennsimulation sahen konstant aus. Während Michael auch einen Versuch mit geringerer Benzinmenge fuhr, konzentrierte sich Nico ausschließlich auf die Rennvorbereitung", erklärte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug das extrem unterschiedliche Abschneiden. Zudem habe ein Wechsel des KERS-Systems, das den Piloten etwa 82 PS Zusatzleistung für 6,7 Sekunden pro Runde gibt, Rosberg viel Trainingszeit gekostet.

Alonso nur auf den Plätzen sieben und fünf

Adrian Sutil (Gräfelfing) wurde im Force-India Fünfter und Zwölfter. Timo Glock (Wersau) kam im Virgin auf die Plätze 23 und 20. Force-India Testpilot Nico Hülkenberg (Emmerich), der im ersten Durchgang fahren durfte, belegte Rang zwölf. Vorjahressieger Fernando Alonso verpasste in beiden Einheiten die erste drei Plätze. Der Spanier musste sich beim Ferrari-Heimrennen mit den Positionen sieben und fünf begnügen.

Vor dem 13. Saisonlauf an diesem Sonntag (Start: 14.00 Uhr) führt Vettel die WM-Wertung souverän mit 259 Punkten und damit 92 Zählern Vorsprung vor seinem Teamkollegen Mark Webber an. Der Australier belegte im Training die Plätze vier und sechs. Alonso ist mit 102 Punkten Rückstand Gesamtdritter.

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