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Formel1: Schumacher schreibt Sportgeschichte

Mit einem hart erkämpften Punktgewinn im japanischen Suzuka hat Michael Schumacher das halbe Titel-Dutzend voll gemacht und sich zum erfolgreichsten Fahrer in der Formel-1-Geschichte gekrönt.

Mit einem hart erkämpften Punktgewinn in Suzuka hat Michael Schumacher das halbe Titel-Dutzend voll gemacht und sich im fernen Japan zum erfolgreichsten Fahrer in der Formel-1-Geschichte gekrönt. Im letzten Grand Prix des Jahres fuhr der Kerpener auf Platz acht. Sein großer Rivale Kimi Räikkönen wurde am Sonntag beim Großen Preis von Japan Zweiter hinter Schumachers Teamkollegen Rubens Barrichello und vor David Coulthard im zweiten McLaren-Mercedes.

Räikkönen und Montoya hinter Schumacher

Der 23 Jahre alten Räikkönen (91 Punkte) lag nach dem hochdramatischen Herzschlagfinale im Fernen Osten am Ende lediglich zwei Punkte hinter Schumacher (93). WM-Dritter wurde Juan Pablo Montoya (Kolumbien/82) im Williams-BMW vor dem Brasilianer Barrichello (65) und Ralf Schumacher (58) im zweiten Williams-BMW. Die Sauber-Piloten Heinz-Harald Frentzen (13) und Nick Heidfeld (6) beendeten die Saison auf Platz 11 bzw. 14. In der Konstrukteurs- Wertung gewann Ferrari (158) zum vierten Mal in Folge den Titel vor Williams-BMW (144) und McLaren-Mercedes (142).

Der überglückliche Michael Schumacher sicherte sich im Suzuka Vergnügungspark seinen sechsten WM-Titel nach 1994, 1995, 2000, 2001 und 2002 mit einer Riesenportion Glück. In der ewigen Bestenlisten überholte der Rheinländer Juan Manuel Fangio, der fünf Titel gewonnen hat. Wie der große Argentinier gewann "Schumi" seinen vierten Titel in Serie. Dieses Kunststück hatte Fangio von 1954 bis 1957 geschafft.

Obwohl die Strecke feucht war, gab es am Start zur 22. Titel-Entscheidung im letzten Rennen anfangs keine Probleme. Michael Schumacher machte zwei Plätze gut, verbesserte sich auf Rang zwölf. Auch der von Rang acht gestartete Räikkönen machte gleich zwei Ränge gut. Vorne überholte Montoya im Williams-BMW den auf der Pole- Position gestarteten Barrichello.<

Ungestüm agierender Weltmeister

Doch kurz vor Ende der sechsten Runde stockte den Schumacher-Fans erstmals der Atem. Der japanische Villeneuve-Ersatz Takuma Sato im BAR-Honda erwischte den ungestüm agierenden Weltmeister mit dem rechten Hinterrad an der Nase des Ferraris. Der Kerpener fuhr mit beschädigtem Auto an die Box, blieb 18,1 Sekunden in der "Werkstatt" und nahm das Rennen als 20. wieder auf.

Doch es kam noch schlimmer für den haushohen Titelfavoriten: Der souverän führende Montoya blieb in der neunten Runde stehen und schied aus. Im Kampf um die Konstrukteurs-WM war das für den britisch-bayerischen Rennstall das Aus und für Michael Schumacher ein weiteres Warnsignal. Heimlich, still und leise schob sich Räikkönen auf der 5,807 km langen Strecke Position um Position nach vorne. Als das Spitzenduo Barrichello und Alonso in Runde 13 zum Reifenwechsel an die Box kam, übernahm der junge Finne die Spitze und war erstmals auf Weltmeister-Kurs. Räikkönen hatte gar 41,547 Sekunden Vorsprung auf den großen Rivalen Schumacher.

Doch als der Finne erstmals an die Box kam, änderte sich das Bild wieder. Barrichello übernahm die Führung, Schumacher lag im Titelrennen wieder vorne. Die beiden Schumacher-Brüder kamen in Runde 25 gemeinsam in die Box, Ralf, der sich zwei Mal drehte, fuhr als Erster wieder ab und war Elfter. Seinem Bruder fehlten zu diesem Zeitpunkt vier Plätze auf Rang acht, der den wichtigen Punkt beschert. Auch nach Barrichellos zweitem Boxenstopp änderte sich an dieser Situation nichts. Der Brasilianer lag vor dem McLaren- Mercedes-Team Coulthard und Räikkönen. Doch auf die Hilfe seines Teamkollegen wollte sich Schumacher nicht verlassen.

Beinahe von der Strecke "geschossen"

Der Weltmeister kämpfte, lag vor seinem dritten Boxenstopp in den Punkte-Rängen. Doch nach dem 7,6-Sekunden-Halt in Runde 38 fiel Schumacher vorerst auf Rang zehn zurück. Nach Barrichellos Boxenstopp in Runde 40 lag Coulthard an der Spitze, doch Michael Schumacher war da schon auf Platz acht vorgefahren und kämpfte mit seinem einen Platz zurückliegenden Bruder um diese Position. In der 41. Runde gerieten die beiden Brüder heftig aneinander und hätten sich beinahe von der Strecke "geschossen".

In seinem 57. Grand Prix schied Frentzen in der zehnten Runde mit Motorschaden aus. Sein ebenfalls das letzte Rennen für Sauber fahrender Teamkollege Nick Heidfeld wurde Neunter. Die Zukunft der beiden Mönchengladbacher in der Formel 1 ist ungewiss.

Legende will er nicht sein

Talent, harte Arbeit und das Streben nach Perfektion hat Michael Schumacher in der Formel 1 einmalig gemacht. Dennoch schätzt der 34-Jährige den nun übertroffenen Argentinier Juan Manuel Fangio als Größten ein. "Er steht höher als ich", sagte der neue Rekordtitelträger am Sonntag.

Das ist typisch für Schumacher. Er ist nicht nur zu einer Motorsport-Legende aufgestiegen, sondern steht nun in einer Reihe mit Muhammad Ali, Pele, Pete Sampras, Michael Jordan oder Tiger Woods. Doch auch diese Vergleiche wehrt Schumacher ab. "Eine lebende Legende? So fühle ich mich nicht. Ich bin ein ganz normaler Mensch, der ein bisschen schneller Auto fahren kann als andere", sagte er einmal.

Der gelernte Kfz-Mechaniker fährt auch nach 13 Jahren in der Formel 1 noch immer ein bisschen schneller als die Konkurrenz, zeigt noch immer keine Abnutzungserscheinungen und ist erfolgshungrig wie eh und je. Sein Fahrgefühl, seine Konzentrationsfähigkeit, seine Leidenschaft für das Rennfahren, seine Lust an der Herausforderung, seine Begeisterung für die Technik und sein Mut sind Zutaten seines Erfolgsrezepts. Sein Fleiß und seine Professionalität auf und neben der Strecke machen den Unterschied zu den Konkurrenten aus.

Motivation ungebrochen

Seine Motivation ist ungebrochen. "Wenn Sie an einer Sache Spaß, extrem viel Spaß haben, dabei mit Freunden zusammen daran arbeiten können und sogar noch gemeinsam Erfolg haben, welche bessere Motivation könnte es da geben?" Doch verleitet sie Schumacher nicht mehr zu umstrittenen Aktionen wie in früheren Jahren. Die spektakulärste war 1997 sein Rammstoß im letzten Saisonrennen in Jerez gegen seinen WM-Rivalen Jacques Villeneuve. Schumacher schied selber aus. Einen Monat später wurde ihm die Vize-Weltmeisterschaft aberkannt.

Heute ist Schumacher ruhiger geworden. Der Hobby-Fußballer weiß, dass seine Erfolge ohne funktionierende Mannschaft nicht möglich sind. Er ist zwar Ferrari-Protagonist, doch sieht er sich vor allem als ein Teil der Scuderia. "Dieses Team ist grandios", wiederholte er in Suzuka. "Michael ist ein fantastischer Mannschaftsspieler", lobt auch sein Teamchef und väterlicher Freund Jean Todt. "Er begreift Ferrari als Team. Das macht ihn so wertvoll."

21-jährige Ferrari-Durststrecke beendet

Die Ferrari-Verantwortlichen wissen, was sie an Schumacher haben. Als er 1996 kam, hatte Ferrari nur eine große Vergangenheit. Mit seinem dritten WM-Titel 2000 nach den Benetton-Erfolgen 1994 und 1995 beendete er die 21-jährige Ferrari-Durststrecke und begründete eine "rote" Ära. Die Italiener lassen sich die Dienste des Ausnahmefahrers viel kosten. Sein Jahreseinkommen wird nach vorsichtigen Schätzungen auf mindestens 25 Millionen Euro taxiert.

Schumacher hat gelernt, mit dem Rummel um seine Person professionell umzugehen, ohne viel von sich preis zu geben. Seine Privatsphäre schottet er ab. In der Schweiz lebt er mit Frau Corinna und den Kindern Gina Maria (6) und Mick (4) zurückgezogen. "Ich habe zum Glück eine supertolle Familie. Wenn ich nach Hause komme, ist der Rennsport nur kurz ein Thema."

Die knappsten WM-Entscheidungen

Michael Schumacher hat mit nur zwei Punkten Vorsprung vor seinem Rivalen Kimi Räikkönen die Weltmeisterschaft gewonnen. Ebenso knapp ging es zuletzt 1999 zwischen Schumachers damaligem Ferrari-Kollegen Eddie Irvine und Räikkönens McLaren- Mercedes-Vorgänger Mika Häkkinen zu. Der Finne sicherte sich mit 76:74 Punkten den Titel. Sechs Mal entschied sogar nur ein Zähler den WM-Kampf. So auch auch 1994, als Schumacher sich gegen Damon Hill (92:91) durchsetzte. Allerdings durfte der Deutsche wegen einer Sperre nur 14 der 16 Rennen fahren.

Den minimalsten Vorsprung hatte Niki Lauda. Ein halber Punkt reichte dem damals 35-jährigen Österreicher, um sich 1984 seinen dritten Titel zu sichern. Der mit 71,5:72 Punkten denkbar knapp geschlagene Franzose Alain Prost konnte sein Schicksal nicht fassen und weinte nach dem entscheidenden Rennen in Estoril. "Schuld" an dem Ergebnis hatte der Regen. Der Große Preis von Monaco musste am 3. Juni 1984 wegen wahrer Wolkenbrüche an der Cote d’Azur abgebrochen werden. Weil dies in der 31. von 77 Runden passierte, wurden die Punkte halbiert: Statt neun Zählern wurden dem bei Abbruch in Führung liegenden Prost nur 4,5 gut geschrieben.

Anzahl der Grand-Prix-Siege entscheidend

Theoretisch war in Suzuka auch Punktgleichheit zwischen Schumacher und Räikkönen möglich. Doch auch in einem solchen Fall wäre der Kerpener Weltmeister geworden. Über die WM entscheidet in einem solchen Fall die Majorität der Platzierungen. Wer mehr Grand Prix in der Saison gewonnen hat, wird zum Weltmeister gekürt. Bei gleicher Anzahl erster Ränge würde die Mehrheit der zweiten Plätze den Ausschlag geben. Schumacher gewann in diesem Jahr sechs Mal, Räikkönen nur ein Mal.

"Iceman" Räikkönen blieb cool

Der "Iceman" blieb auch in der Stunde seines geplatzten Traumes ganz kühl. Nachdem Kimi Räikkönen am Sonntag beim Saisonfinale in Suzuka nur um zwei Punkte die Formel-1- Weltmeisterschaft verpasst hatte, zeigte der wortkarge und unterkühlt wirkende Finne kaum Gefühlsregungen. "Ich bin ein wenig enttäuscht. Wir hätten ein bisschen Glück gebraucht, um es zu schaffen", sagte der Mann aus dem hohen Norden. Anzumerken war ihm seine Enttäuschung nicht. "Er hat gegen den sechsfachen Weltmeister gekämpft. Es gibt keinen Grund für ihn, geknickt zu sein", erklärte Mercedes- Motorsportchef Norbert Haug.

Räikkönen war nah dran, in seinem 50. Rennen doch noch das Unmögliche möglich zu machen und mit 23 Jahren und 360 Tagen jüngster Formel-1-Weltmeister zu werden. Dazu hätte er aber gewinnen und sein WM-Rivale Michael Schumacher ohne Punkte bleiben müssen. Nur in der 13. Runde durfte sich Räikkönen kurz als Champion fühlen, als er an der Spitze lag und Schumacher auf Platz 16. "Obwohl wir nah dran waren, waren wir nicht nah genug", meinte er.

Aufsteiger der Saison

Räikkönen ist neben dem spanischen Renault-Piloten Fernando Alonso der Aufsteiger der Saison und ein würdiger Nachfolger der finnischen Weltmeister Keke Rosberg und Mika Häkkinen. Mit seiner Leistung verlieh Räikkönen auch der Saison von McLaren-Mercedes ein wenig Glanz, die durch das Hin und Her um den angekündigten und doch nicht präsentierten neuen Wagen MP4-18 überschattet zu werden drohte.

"Er ist ein potenzieller Champion", hatte der alte und neue Weltmeister Schumacher schon früh in der Saison erkannt. Auch der dreimalige Weltmeister Niki Lauda hält Räikkönen "für eines der größten Talente der Formel 1 der letzten 20 Jahre". Räikkönen ist sich seiner Stärke bewusst: "Ich bin reif für den Titel."

Keine Miene, kaum Emotionen

Für die schrille Glamourwelt Formel 1 ist er allerdings eine Fehlbesetzung. Er spricht leise und monoton - wenn er überhaupt spricht. Verzieht selten die Miene und zeigt kaum Emotionen. Selbst bei seinem ersten Grand-Prix-Sieg in Malaysia in diesem Jahr stand er stoisch auf dem Podest und ließ die Siegerprozedur über sich ergehen, als hätte er sie schon x-mal erlebt. "Für mich gibt es nur das Rennfahren. Alles andere interessiert mich nicht." Räikkönens Chef Ron Dennis nannte seinen Ausnahmefahrer wegen dessen Coolness "Iceman".

Der Aufstieg des in Espoo geborenen Räikkönen vom Formel-1-Debütanten 2001 bei Sauber zum Vize-Weltmeister 2003 mit McLaren-Mercedes ist ähnlich Atem beraubend wie der von Schumacher. Die Verantwortlichen bei McLaren-Mercedes können sich noch heute auf die Schulter klopfen, dass sie sich 2001 für Räikkönen und nicht für dessen damals erfolgreicheren Sauber-Kollegen Nick Heidfeld entschieden. Eine Investition, die sich für das Team mehr und mehr auszahlt.

Reaktionen zum sechsten WM-Titelgewinn

Bundespräsident Johannes Rau (in einem Glückwunschtelegramm)

"Zu Ihrem sechsten WM-Titel in der Formel 1 gratuliere ich Ihnen herzlich und mit Freude. Sie haben ihren großartigen sportlichen Leistungen heute einen besonderen Erfolg hinzugefügt. Wir haben Ihnen alle dafür die Daumen gedrückt und freuen uns mit Ihnen über diesen beeindruckenden Titelgewinn. Das ist ein herausragender Tag für den deutschen Automobil-Rennsport. Ich wünsche Ihnen alles Gute".

Bundeskanzler Gerhard Schröder (in einem Glückwunschtelegramm)

"Gemeinsam mit den vielen Freunden des Motorsports möchte ich Ihnen ganz herzlich gratulieren. Zum sechsten Male sind Sie gegen stärkste internationale Konkurrenz Formel 1-Weltmeister geworden. Dies ist eine einmalige Leistung in dieser höchste Ansprüche stellenden Sportart. Ich wünsche Ihnen weiterhin sportliche Erfolge und persönlich alles Gute."

Corinna Schumacher

"Es war dieses Jahr sehr schwierig und bin deshalb noch glücklicher als bei den fünf Titelgewinnen vorher. Ich freue noch mehr für den Michael".

Ralf Schumacher

"Klar freue ich mich für meinen Bruder, aber wir haben erst einmal noch einiges selbst zu klären. Zwei WMs hätten wir gewinnen können, aber beides haben wir vergeigt. Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns, aber die Voraussetzungen für das nächste Jahr sind gut."

Willi Weber (Manager von Michael Schumacher)

"Heute ist Schumi- Time. Eine solche Erfolgsserie hätte ich nicht in meinen kühnsten Träumen erwartet. Das ist einfach unglaublich."

Norbert Haug (Mercedes Motorsport-Chef)

"Glückwunsch an Michael Schumacher für den sechsten WM-Titel. Man kann nicht behaupten, dass wir es ihm leicht gemacht haben. Bei diesem knappen Abstand müssen wir uns nicht schämen. Das ist eine gute Basis für das Nächste Jahr".

Juan Manuel Fangio (Neffe des fünfmaligen Weltmeisters gleichen Namens)

"Einen herzlichen Glückwunsch für Michael. Er ist ein Mann, der hart für seinen großartigen Erfolg gearbeitet hat. Der Titel befindet sich in den Händen eines Mannes, der ihn wirklich verdient hat. Erfolge wie diese werden niemals von Leuten erreicht, die das nicht verdient haben. Trotz unserer auch gemischen Gefühle, unserer Erinnerungen an Juan, sitze ich hier mit meiner Familie und unsere Herzen sind bei zwei großen Männern, bei Fangio und bei Schumacher."

Georg Hackl (Dreimaliger Rodel-Olympiasieger)

"Es ist der absolute Wahnsinn, was Michael Schumacher leistet. Er führt alles zum Erfolg, was er in Angriff nimmt. Was mich aber besonders an ihm beeindruckt, ist sein sauberes und professionelles Auftreten in der Öffentlichkeit. Leider habe ich ihn noch nicht persönlich kennen gelernt."

Hilde Gerg (Slalom-Olympiasiegerin 1998)

"Gratulation und Respekt vor dieser Leistung. Diese Saison war für Schumacher und Ferrari wirklich nicht leicht. Schumachers Klasse als Sportler zeigt sich vor allem darin, dass er auf den Punkt fit ist. Wer sechs Mal Weltmeister wird, ist ein echter Champion."

Martina Ertl (Kombinations-Weltmeisterin 2001)

"Ich bin ein Schumacher-Fan, und es imponiert mir, wie souverän er fährt, gerade wenn es darauf ankommt. Zum sechsten Mal nach einer langen Saison Weltmeister zu sein, ist zweifellos eine beeindruckende Leistung. Ich gönne es Michael und hoffe, dass er noch ein paar Jahre fährt und noch ein paar Titel gewinnt."

Max Schmeling (ehemaliger Box-Weltmeister)

"Dieser außergewöhnliche Erfolg ist eine große Ehre für ihn und für Deutschland. Darauf können alle sehr stolz sein. Ich habe ihm das von Herzen gegönnt, denn ich mag ihn sehr. Er ist ein liebenswerter Familienmensch, der sich ohne Allüren in der Öffentlichkeit präsentiert".

Boris Becker (dreimaliger Wimbledon-Sieger)

"Michael hat mit diesem Triumph den Olymp des internationalen Sports erklommen. Es wird für immer ein außergewöhnliches Kapitel in der Geschichte des Sports sein. Seine Leistung ist mit nichts zu vergleichen. Trotzdem wünsche ich mir aber, dass meine Freunde von Mercedes ihm im nächsten Jahr seine Titelverteidigung sehr, sehr schwer machen werden."

Jan Ullrich

Jan Ullrich hat Michael Schumacher vor laufender Fernsehkamera zum Titelgewinn ein Fahrrad geschenkt. "Ich weiß ja, dass Du sehr, sehr sportlich bist und auch sehr gerne Rad fährst", sagte Ullrich am Sonntag bei RTL und lud den Kerpener zu einem gemeinsamen Ausflug mit dem Zweirad ein. "Wenn Du einmal trainieren willst, bist Du herzlich eingeladen", sagte der Merdinger.

Claas Hennig / DPA

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