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Grand Prix in Monaco: Nico Rosberg legt Start-Ziel-Sieg hin

Formel-1-Pilot Nico Rosberg hat den Grand Prix von Monaco gewonnen. Seine Konkurrenten Lewis Hamilton und Sebastian Vettel waren in schlechter Laune vereint - wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Nico Rosberg herzte freudetrunken seine Crew und genoss vor den Augen seines beleidigten Teamkollegen Lewis Hamilton die Siegerehrung beim Formel-1-Klassiker von Monte Carlo in vollen Zügen. Der gebürtige Wiesbadener schlug im bitterbösen Mercedes-Duell um den WM-Titel eiskalt zurück. Nachdem der Große Preis von Monaco am Sonntag für den leidgeplagten Weltmeister Sebastian Vettel schon lange nach einer neuerlichen Technik-Panne beendet gewesen war, jubelte Rosberg: "Das ist ein ganz besonderer Tag. Lewis hat massiv Druck gemacht, ich bin aber cool geblieben."

Der 28-Jährige zog mit seinem fünften Grand-Prix-Erfolg zudem mit seinem Weltmeister-Vater Keke gleich. Der zuletzt viermal in Serie siegreiche Hamilton musste sich mit Platz zwei begnügen und die WM-Führung an Rosberg wieder abgeben. Dritter wurde Daniel Ricciardo, dessen Red Bull im Gegensatz zum Wagen von Teamkollege Vettel mal wieder hielt. Der Hesse musste sein Auto ausgerechnet in seinem 100. Rennen für Red Bull wegen eines technischen Defekts in der siebten Runde abstellen. "Es ist natürlich frustrierend, wenn man als stehendes Hindernis durch die Stadt fährt", sagte Vettel ernüchtert.

Hamilton grimmig

In der WM-Wertung verharrt der Vierfach-Weltmeister bei 45 Punkten - die Spitze mit Rosberg (122) und Hamilton (118) ist bereits weit enteilt. Und auch Landsmann Nico Hülkenberg überholte Vettel im Klassement dank eines starken fünften Rangs (47) in Monte Carlo wieder.

Bis der fünfte Mercedes-Doppelerfolg in Serie feststand, stellten Rosberg und Hamilton die gesamte Crew wieder auf eine harte Probe. "Es knistert heftig. Aber es kann ja gar nicht anders sein", meinte ihr oberster Boss, Daimler-Chef Dieter Zetsche: "Das ist die Spannung, die auch mich manchmal in den Wahnsinn treibt."

Der befürchtete Crash beim Start blieb auf dem Boulevard Albert 1er allerdings aus. Nach einem Kupplungswechsel kam Rosberg deutlich besser auf Touren als in den vergangenen Rennen. Er verteidigte seine Pole gegen Hamilton und seine Führung letztlich auch 78 Runden lang. "Ich hatte eine super Pace. Aber es ist eine ganz schwierige Strecke", sagte Hamilton, der das Podium nach der Hymne mit grimmig-enttäuschter Miene schleunigst verließ und nur widerwillig den Schampus spritzen ließ. Nach vier Siegen in Serie war der zweite Platz für den Weltmeister von 2008 eine gefühlte schwere Niederlage.

Unverständnis über die Rennstrategie

Nachdem er während der zweiten Safety-Car-Phase immer wieder sein Unverständnis über die Rennstrategie gefunkt hatte, klagte Hamilton zum Schluss auch noch über ein Sichtproblem. Er habe etwas im Auge. Rosberg wollte er aber partout nicht aus dem Blick lassen. "Mich interessiert nicht, was hinter mir ist, ich will wissen, was mit Nico ist", fauchte er an den Kommandostand. "Das vergeht wieder, er hat vier Rennen gewonnen, jetzt hat Nico gewonnen. Ich denke, die beiden werden sich immer wieder einen Schlagabtausch liefern", prophezeite Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Glückwünsche für den Gewinner kamen unterdessen sogar aus dem WM-Trainingslager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. "Perfektes Rennnen, @nico_rosberg! Glückwunsch! Prinz von Monaco! Freue mich für dich", twitterte Lukas Podolski und freute sich schon auf den Besuch des Monaco-Siegers am Dienstag in Südtirol.

Vettel ohne Power

Der 28 Jahre alte Rosberg und der 29 Jahre alte Hamilton fuhren lange Zeit wieder in einer eigenen Liga, auch nach der frühen ersten Safety-Car-Phase durch einen Unfall von Force India-Pilot Sergio Perez aus Mexiko in Runde eins. Für Vettel nahm da das neuerliche Dilemma indes schon wieder seinen Lauf: Einer nach dem anderen passierte den viermaligen Weltmeister. "Ich habe keine Power", klagte Vettel.

Ein längerer Boxenstopp half auch nichts. "Man hofft seitens der Box, das was Schlaues kommt, kam aber nicht", resümierte der 26-Jährige ernüchtert. Der zweite Ausfall im sechsten Saisonrennen für Vettel, auf den selbst in der Zockermetropole an der Côte d'Azur wohl kaum mehr einer in Sachen Titelverteidigung wetten würde, stand fest.

Dass zudem Ricciardo in seiner ersten Red-Bull-Saison schon zum zweiten Mal auf Platz drei fuhr, dürfte Vettel ordentlich wurmen. "Das ist klasse, hier auf dem Podium zu stehen", meinte der Australier dann auch noch mit dem bekannt breiten Grinsen neben Dauerlächler Rosberg. Hamilton konnte sich nicht mal nach dem Handschlag von Fürst Albert und dem Küsschen von Prinzessin Charlène ein Lächeln abringen.

tkr/Christian Hollmann/DPA / DPA

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Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
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