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Großer Preis von Frankreich: Schumi bleibt unschlagbar

Wieder fuhr er allen davon: Mit einer taktischen Meisterleistung siegte Michael Schumacher auf seiner Paradestrecke in Magny-Cours vor Pole-Fahrer Alonso.

Ferrari-Pilot Michael Schumacher hat sich durch seinen siebten Sieg in Magny-Cours zum "Sonnenkönig" von Frankreich gekrönt. Der sechsmalige Formel-1-Weltmeister gewann am Sonntag auf seiner Paradestrecke bereits sein neuntes Saisonrennen und kann sich damit im Kampf um seinen siebten Titel nur noch selbst schlagen.

"Kronprinz" Fernando Alonso bescherte Renault mit seinem zweiten Platz ein erfolgreiches Heimrennen. Schumachers brasilianischer Teamkollege Rubens Barrichello belegte den dritten Rang vor Jarno Trulli im zweiten Renault. David Coulthard und Kimi Räikkönen feierten als Sechster bzw. Siebter eine gelungene Premiere mit dem neuen McLaren-Mercedes MP4-19B.

Schumis Titelverteidigung kaum mehr zu verhindern

Schumacher triumphierte dank seiner außergewöhnlichen Vier-Stopp-Strategie und einer erneut brillanten fahrerischen Leistung in 1:30:18,133 Stunden. Der Spanier Alonso, der nur drei Mal zum Service vorfuhr, hatte nach 70 Runden 8,329 Sekunden Rückstand. In der WM-Wertung baute der 79-malige Grand-Prix-Sieger seinen Vorsprung mit 90 Punkten weiter aus. Zweiter bleibt Barrichello (68) vor dem Briten Jenson Button im BAR-Honda (48) und dem Italiener Trulli (46). Jordan-Pilot Nick Heidfeld (Mönchengladbach) kam nach einer unscheinbaren Vorstellung auf den 16. Platz.

Spannungsarmes Rennen ohne Unfälle

Zunächst verteidigte Alonso im Renault nicht nur seine Pole Position, sondern er baute seinen Vorsprung sogar noch aus. McLaren-Mercedes-Pilot David Coulthard verlor dagegen zwei Plätze und nahm im neuen MP4-19B als Fünfter die Verfolgung auf. Spannung kam vor 70 Zuschauern auf dem Retortenkurs in der französischen Provinz aber nicht auf - auch nicht, als Schumacher schon in der elften Runde zum Boxenstopp vorfuhr. Nach 7,4 Sekunden war der Service beendet, Alonso kam drei Runden später an die Box.

Boxenstrategie von Schumi ging auf

Im Spitzenquintett gab es auch nach 25 Umläufen und den ersten Boxenstopps keine Positionsveränderungen. Aber dann drehte Schumacher auf und setzte sich dank zweier superschneller Runden und Alonsos zweitem Reifenwechsel (32. Runde) an die Spitze. Auch nach seinem dritten (43. Runden) und überraschenden vierten Halt (58.) konnte Schumacher locker seine Führung behaupten.

Comback von Ralf weiter weiter ungewiss

Für Williams-BMW endete das Rennen mit einer erneuten Enttäuschung: Der Kolumbianer Juan Pablo Montoya holte als Achter nur einen WM-Punkt; Ersatzmann Marc Gené kam als Zehnter ins Ziel. Der 30 Jahre alte Spanier musste für Ralf Schumacher einspringen, der sich am 20. Juni beim Grand Prix der USA schwer verletzt hatte. Bei dem Horrorunfall in der Steilkurve von Indianapolis hatte sich der Kerpener zwei Brustwirbel gebrochen. Nun will er gegen die Ärzte im Methodist Hospital klagen, die die lebensgefährliche Verletzung «übersehen» hatten.

Zugleich gab Manager Willi Weber am Wochenende bekannt, dass Ralf Schumachers neuer Vertrag perfekt ist und sein künftiger Arbeitgeber in der nächsten Woche bekannt gegeben werden soll. «Alles ist in trockenen Tüchern», versicherte Weber. Auf einen Zeitpunkt für ein Comeback Schumachers wollten sich die behandelnden Ärzte in Deutschland noch nicht festlegen.

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