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Großer Preis von Malaysia: Button rast im Regen-Chaos zum Sieg

Renn-Abbruch in Malaysia: Nach 32 Runden ist der Große Preis in Sepang unterbrochen und nicht wieder gestartet worden. Der glückliche Sieger heißt wieder Jenson Button im Brawn-Mercedes. Ihm folgen zwei Deutsche auf das Podium, die unter den schwierigen Bedingungen richtig gepokert haben.

Von Elmar Brümmer, Sepang

Eine Stunde Rennen reichte, dann war der schnellste Warmduscher von Malaysia ermittelt: Das zweite Saisonrennen der Formel 1 endete im Wolkenbruch und wurde nach einem vorläufigen Abbruch in der 32. Runde wegen der einbrechenden Dunkelheit erst gar nicht mehr gestartet. Der Sieg ging wie in Melbourne an den Briten Jenson Button, dahinter durften mit Nick Heidfeld im BMW und Toyota-Pilot Timo Glock zwei Deutsche auf das Podium. "Ein Rennen wie eine Schlacht", befand Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Sieger Button fand es einfach nur "verrückt", und Nick Heidfeld am Ende "unfahrbar".

Der gefürchtete Monsun in Malaysia ließ das versammelte Formel-1-Feld eine Stunde lang bei höchster Luftfeuchtigkeit zappeln, dann strömte es aus dem dunklen Wolkengebirge über Sepang. Selbst dem Sicherheitsfahrzeug wurde es zu gefährlich, es sammelte nur zwei Minuten lang alle 15 sich noch im Rennen befindlichen Autos ein, dann zeigten die Streckenposten die roten Flaggen.

Leuchtend rote, denn an manchen Stellen im Motodrom waren nur noch Kontraste zu erkennen, wenn sie Weiß auf Schwarz waren - wie das Auto des nach 32 Runden führenden Jenson Button im Brawn-Mercedes. Der Regenguss kam nicht überraschend. Im Sinne der europäischen Fernsehzuschauer war die Startzeit um zwei Stunden nach hinten verschobenen worden. Angesichts der Wetterverhältnisse rund um Kuala Lumpur war das schon vorher von einigen Teamchefs und Fahrern als kritisch betrachtet worden. Nach einer Stunde und 57 Sekunden war der Große Preis von Malaysia vorläufig zu Ende.

Hoher Unterhaltungswert

Der zweite Dämmer-Grand-Prix in Folge hatte auch ohne Regen seinen Unterhaltungswert, so viel überholt worden wie in der regulären ersten halben Stunde ist 2008 in einem halben Jahr nicht. Nico Rosberg im Williams machte das gleich am Start vor, als Favorit Jenson Button nicht richtig weg kam, auch Jarno Trulli im Toyota zog vorbei. So schnell verschieben sich Machtverhältnisse in der Formel 1. Dahinter sorgte der lahmende BMW von Robert Kubica für ein größeres Chaos und noch mehr Verwirbelungen. Halbwegs gefestigt präsentiert sich das Feld erst nach 20 Runden, als Button erstmals die Führung übernimmt. Zwei Runden später fing es richtig an zu regnen, wilde Reifenwechsel und blinkende Rücklichter bestimmten das surreale Spektakel. Flutlicht können und wollen sich die Malaysier nicht leisten...

Aber auch im Chaos versteht die Formel 1 zu glänzen, vor allem der Wersauer Timo Glock. Der fährt zehn Sekunden schneller als die Spitzengruppe, weil er risikoreich auf den "Intermediates" genannten Mischreifen für feuchte Verhältnisse geblieben war. Er pflügte wie mit einem Amphibienfahrzeug durchs Mittelfeld, und der Gladbacher Nick Heidfeld im BMW-Sauber tat es ihm erfolgreich nach, allerdings auf den "richtigen" Regenrillen. Glocks dritter Stopp schien der genialste: Er fuhr justament an der Toyota-Box vor, als ein Blitz hinter der Tribüne einschlug, das Fernsehbild ausfiel - und der Wolkenbruch örtlich wurde. Glock ließ dann auch "full wets", die richtigen Regenreifen aufziehen. Alle anderen, die sich im schwächer gewordenen Schauer mit "Intermediates" sicher genug fühlten, mussten erneut zum Service. Alle Piloten, die mit der Kers-Elektrik zur Energierückgewinnung unterwegs waren, brauchten kein mulmiges Gefühl haben - der TüV hatte eine Regenfreigabe erteilt. Nur bei Sebastian Vettel funktionierte der (Schwach)Stromkreis nicht wie gewünscht, die Elektronik im Red Bull schaltete einfach ab.

Letzter Abruch 1991

Sofort nach dem Abbruch formierten sich die Rennwagen wieder zu einer zweiten Startaufstellung, mit WM-Tabellenführer Button vor Glock und Heidfeld. Das war die Reihenfolge hinter dem Safety-Car gewesen. Für das Rennergebnis aber war entscheidend, wie sich das Feld in der Runde zuvor bewegt hatte - Heidfeld befand sich vor Glock, dem von der Box sogar gefunkt worden war, das er das Rennen anführe. Den Absturz von eins auf drei wird er verkraften: "Unsere Taktik hat sich ausgezahlt." Weltmeister Lewis Hamilton war auf Rang sechs gespült worden, Nico Rosberg auf Rang acht. Das ist Pech, denn der Williams-Pilot hatte einen perfekten Start hingelegt, als er von der vierten Position aus gleich die Führung übernommen hatte.

Den letzten Abbruch eines Formel-1-Rennens wegen zu starken Regens hatte es im November 1991 im australischen Adelaide gegeben, nach 14 von 81 Runden. Damals hatte es für alle Teilnehmer halbe Punkte gegeben. Das Minimal-Ziel der Rennleitung in Sepang war, angesichts der hereinberechenden Dunkelheit klar: Noch zehn Runden zu fahren, und dann das Rennen nach 75 Prozent der zu absolvierenden Distanz von 56 Umläufen regulär und bei voller Punktzahl zu beenden. Aber es war angesichts der dunklen Wolken nicht mehr durchführbar.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(