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INTERVIEW: Peter Sauber: »Die Risiken sind sehr, sehr hoch«

Peter Sauber schickt sich mit seinem Team an, die viertstärkste Kraft in der Formel 1 zu werden. Mit stern.de sprach er über das Geheimnis des Erfolgs und seine Zukunft.

Eigentlich begann alles sehr beschaulich. 1967 kaufte sich ein gewisser Peter Sauber aus dem schweizerischen Örtchen Hinwil von einem Züricher Rennfahrer einen aufgemotzten VW Käfer, um damit Rennen zu fahren. Heute, über 30 Jahre später, ist Peter Sauber der Chef seines eigenen Formel-1-Teams und ein echter Nationalheld. Der findige Schweizer schickt sich mit dem zweitkleinsten Team an, die viertstärkste Kraft in der Formel 1 zu werden. Mit stern.de sprach er über das Geheimnis seines Erfolgs und seine Zukunft.

stern.de: Herr Sauber, große Teams wie Ferrari oder BMW geben im Kampf um die Formel-1-Spitze Unsummen aus. Wie kann ein vermeintlich kleines Team wie Sauber da mithalten?

Peter Sauber: »Das ist schon richtig. Ich glaube, es gibt nur ein Team, das kleiner ist als Sauber. Das ist Minardi. Aber ich denke, wir sind ein gutes Beispiel dafür, dass es trotzdem geht.«

stern.de: Es geht in dieser Saison, wie aber wollen Sie in Zukunft dagegen halten?

Peter Sauber: »Dieses extreme Wettrüsten, das gerade stattfindet, können wir nicht mitgehen. Das hat aber auch durchaus seine Vorteile.«

stern.de: Welche?

Peter Sauber: »Wir konzentrieren unsere Ressourcen auf das Optimum, wir zersplittern uns nicht, weil wir das gar nicht können.«

stern.de: Sehen Sie bei den großen Teams gerade diese »Zersplitterung«?

Peter Sauber: »Wenn Sie die nötigen Mittel haben, können Sie Entwicklung und Forschung auf sehr breiter Basis betreiben. Aber alle diese Teile, die dabei herauskommen, müssen wie hier in Hockenheim, am Freitagmorgen am Auto sein. Sie können da nur einen Flügel verwenden, keine zehn. Wir müssen versuchen, uns nicht für einen der zehn Flügel zu entscheiden, sondern sich für den richtigen zu entscheiden oder nur zwei zu machen.«

stern.de: Sich derart einzuschränken verlangt doch aber ein noch höheres Maß an Professionalität und birgt Risiken.

Peter Sauber: »Wir werden trotzdem versuchen, diesen Weg weiter zu gehen und effizient zu arbeiten. Ich glaube schon, dass das in unserem Fall der Schlüssel zum Erfolg ist.«

stern.de: Zu Ihrer Risikobereitschaft gehörte es vor dieser Saison auch, zwei blutjunge Fahrer ins Team zu holen. Kimi Räikkönen wurde Anfangs sogar die nötige Superlizenz für die Formel 1 verweigert. Hat sich Max Mosley, der Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, eigentlich inzwischen bei Ihnen entschuldigt?

Peter Sauber: »Max brauchte sich gar nicht entschuldigen. Die Gründe, die er hatte, gegen Kimi zu sein, die hatten Hand und Fuß. Ich habe Max Mosley absolut verstanden. Er würde auch heute wieder ¿Nein¿ sagen, aber er ist sicher erleichtert, dass sich Kimi derart gut entwickelt.«

stern.de: Sie haben es mit Kimi Räikkönen und Nick Heidfeld geschafft, die gesamte Formel 1 zu überraschen. Ist Sauber nur ein Sprungbrett für junge Fahrer oder werden auch wieder erfahrene Stars einen Platz im Cockpit bekommen?

Peter Sauber: » Ich glaube, wenn man die Möglichkeit hat, an ein Talent wie Kimi Räikkönen heranzukommen oder auch an einen Fahrer wie Nick Heidfeld, der eine Bilderbuch-Karriere hinter sich hat, sind junge Fahrer sicher ein dankbarer Weg. Wenn ein solcher Fahrer aber nicht zur Verfügung steht, kann ich es mir durchaus vorstellen, mit einem erfahrenen Fahrer den Erfolg anzustreben.«

stern.de: Hätten Sie vor der Saison daran geglaubt, das viertstärkste Team der Formel 1 zu sein? Und was müsste passieren, um Sauber unter die Top-3-Teams zu bekommen?

Peter Sauber: »Nein, das hätte ich nicht gedacht. Es wird für uns aber auch sehr schwer werden, diese Position zur Verteidigen. Da sind Jaguar, Renault und zwei Honda Teams, die auch dort hin möchten.«

stern.de: Nicht zu vergessen Toyota ...

Peter Sauber: » ... da warten wir erst mal ab. Über die ersten drei Teams habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Zunächst müssen wir unseren vierten Platz zu konsolidieren und dann werde ich mir überlegen, wie wir unter die ersten drei kommen.«

stern.de: Was haben Sie vor, um Ihre jungen Fahrer vor den Klauen der großen Teams zu schützen. Gerüchte sprechen schon längst von Ferraris Interesse an Räikkönen.

Peter Sauber: »Ich werde mich vor den Klauen hüten. Ich habe einen Hund zu Hause. Da gibt es so eine Schere, damit kann man den Hunden die Nägel schneiden. Vielleicht geht das ja auch bei den Klauen der Teams !?«

stern.de: Was würde Sie einem jungen Schrauber empfehlen, der gerne die gleiche Karriere machen würde wie Sie?

Peter Sauber: »Ich kann das niemandem empfehlen. Es ist eine schöne, aber verrückte Welt. Die Risiken sind sehr, sehr hoch. Ich würde meine Karriere eher als schlechtes Beispiel ansehen. Aber es ist immer etwas möglich.«

stern.de: Sie haben drei Wünsche frei. Welche?

Peter Sauber: Zunächst wünsche ich mir, wie glaube ich jeder Mensch, Gesundheit für mich und meine Familie. Dann wünsche ich mir etwas, das für mich sehr wichtig ist, nämlich Zufriedenheit. Die ist bei mir aber nicht verbunden mit materiellen Werten. Der dritte Punkt gehört eigentlich in den Punkt Zufriedenheit mit hinein. Ich möchte, wenn ich mich einmal zur Ruhe setze, ob das in drei oder zehn Jahren der Fall sein wird weiß ich nicht, die Formel 1, oder was es dann auch immer ist, für mir versöhnlich abschließen können. Das heißt, mein Wunsch wäre erfüllt, wenn wir diese Saison mit dem vierten Rang bei den Konstrukteuren abschließen könnten.»

stern.de Es wird über Sie gesagt, dass Sie pro gewonnenem WM-Punkt eine Zigarre rauchen würde. Wie viele wollen Sie denn in diesem Jahr noch rauchen?

Peter Sauber: »Ach, das stimmt so nicht. Ich rauche jeden Abend eine Zigarre, mit oder ohne WM-Punkt. Prognosen mache ich da nicht so gerne. Natürlich raucht es sich besser, wenn man gerade wieder Punkte geholt hat, ganz klar.«

stern.de: Herr Sauber, vielen Dank!

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(