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"Fuck off": Vettel pöbelt wegen Verstappen - und wird später selbst bestraft

Ferrari weiter in der Krise: Sebastian Vettel ist nach einem unfairen Manöver von Max Verstappen am Funk ausgerastet. Doch am Ende wurde nicht nur der aggressive Jungfahrer bestraft, sondern auch Vettel.

Sebastian Vettel stemmt in Mexiko City den Pokal für den dritten Platz in die Höhe

Die Freude über den den dritten Platz beim Rennen in Mexiko hielt nicht lange vor

Die Wortwahl von Sebastian Vettel war so heftig, dass der von der Rennleitung freigegebene Funkspruch fast nur aus Pieptönen bestand. Die Schimpfkanonade am Ende des Großen Preises von Mexiko war definitiv nicht jugendfrei. Laut dem Rennmagazin "Motorsport-Total" soll Vettel Rennleiter Charlie Whiting unter anderem ein herzhaftes "Hier ist eine Nachricht für Charlie: Fuck off! Fuck off!" zugebrüllt haben. Vettel fuhr nicht nur in Rot, er sah auch rot. Verbal betrachtet.

Was war geschehen? Vettel hatte gegen Ende des drittletzten Saisonrennens auf den Red-Bull-Piloten Max Verstappen aufgeschlossen und machte ordentlich Druck. Verstappen verbremste sich, geriet neben die Strecke und fuhr dennoch vor Vettel zurück auf die Piste. Die Anweisung aus der Red-Bull-Box, Vettel vorbei zu lassen, missachtete Verstappen und kam als Dritter ins Ziel. In der Folge pöbelte Vettel munter drauf los. Zusätzlich zeigten Vettel und Verstappen deutlich, was sie voneinander hielten, als sie beim Ausrollen nebeneinander fuhren. Sie machten entsprechende Handzeichen mit ausgestrecktem Zeigefinger (Vettel) und Mittelfinger (Verstappen).

Erst lacht Vettel, dann kommt die bittere Enttäuschung

Der Vierfach-Weltmeister sah sich um den verdienten dritten Platz gebracht. Es wäre für Ferrari die langersehnte Rückkehr auf das Podium gewesen und hätte für große Erleichterung beim Krisen-Team gesorgt. Dann kam die erlösende Nachricht: Verstappen wurde von der Rennleitung um Charlie Whiting mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt und fiel auf den fünften Rang zurück. Während Verstappen den Vorbereitungsraum zur Siegerehrung verlassen musste, eilte Vettel mit der Ferrari-Crew zum Podest. Mit einem seligen Grinsen auf dem Gesicht traf er sich dort mit Sieger Lewis Hamilton und dem Zweiten Nico Rosberg. Die erste Schampus-Dusche nach langer Durststrecke genoss der Heppenheimer sichtlich.

Verstappen ätzte später Richtung Vettel: "Er hat vor niemandem Respekt, er ist im Moment ein frustrierter Typ. Er sollte zurück in den Kindergarten." Respekt vor den Branchengrößen sieht anders aus. Der 19-jährige Pistenrowdy hatte sich nicht nur mit Vettel angelegt. Verstappen hatte auch Rosberg überhart in der ersten Kurve nach dem Start attackiert. Rosberg nannte ihn deshalb "Red-Bull-Kamikaze".

Ricciardo ist lachender Dritter

Das bittere Ende für Vettel kam nach drei Stunden. Red Bull hatte sich bei der Rennleitung wegen eines unerlaubten Bremsmanövers von Vettel gegen Daniel Ricciardo beschwert. Die Rennleitung sah die Beschwerde als begründet an und belegte Vettel mit einer Zehn-Sekunden-Strafe. Er fiel seinerseits auf den fünften Platz zurück. Lachender Dritter war Ricciardo, der als Fünfter über die Ziellinie gefahren war und am Ende doch Dritter wurde.

tis

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