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Fußball-Bundesliga: HSV entlässt Trainer Mirko Slomka

Am Wochenende wurden ihm noch "120 Prozent Unterstützung" zugesichert, nun sieht schon alles anders aus: Der HSV hat seinen Coach Mirko Slomka geschasst. Es ist die erste Trainerentlassung der Saison.

Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat sich von seinem Trainer Mirko Slomka getrennt. Der Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer unterrichtete am Montagabend den 47-Jährigen von der Beurlaubung nach nur sieben Monaten beim HSV. Dies bestätigte Mediendirektor Jörn Wolf. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.


Der Bundesliga-Dino will nun schnell einen Nachfolger benennen. Laut einem "Bild"-Bericht hatten sich die HSV-Bosse Dietmar Beiersdorfer, Aufsichtsratschef Karl Gernandt, Kontrolleur Thomas von Heesen und Vorstandsmitglied Joachim Hilke zunächst zu einer mehr als dreistündigen Krisensitzung getroffen.

Klassenerhalt, aber keine Struktur

Am Montagabend führte Beiersdorfer laut dem "Bild"-Bericht schließlich ein Gespräch mit Slomka und setzte ihn von dem Beschluss der Führungsetage in Kenntnis. Slomka war seit dem 17. Februar 2014 Cheftrainer in Hamburg. Zwar gelang ihm über den Umweg der Relegation in der vergangenen Saison der Klassenerhalt.

Doch trotz Investitionen in Höhe von rund 26 Millionen Euro in neue Spieler gelang es dem Trainer nicht, dem Team eine Struktur zu geben. In die neue Spielzeit starteten die Hanseaten mit einem Remis und zwei Niederlagen, ohne dabei ein Tor erzielt zu haben. Das 0:2 am Sonntag bei seinem Ex-Verein Hannover 96 war Slomkas letztes Spiel.

Thomas Tuchel gilt als Wunschkandidat

Wer am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen den FC Bayern München auf der Trainerbank sitzen wird, ist noch offen. Schon lange wird Thomas Tuchel als Wunschkandidat gehandelt. Beiersdorfer soll sich angeblich schon mit dem 41-Jährigen getroffen haben.

Bisher konnte sich Tuchel aber noch nicht mit Mainz 05 auf eine Auflösung seines Vertrags einigen. Der HSV müsste eine Ablöse zahlen. Unwahrscheinlich scheint, dass U-23-Coach Josef Zinnbauer vorübergehend den Job übernimmt. Der Nachfolger von Rodolfo Cardoso ist mit dem HSV-Nachwuchs in der Regionalliga äußerst erfolgreich.

kng/DPA / DPA

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