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1. Bundesliga: Bayern München gewinnt bei Werder Bremen

Der FC Bayern hat seine theoretische Chance auf den Gewinn der Meisterschaft gewahrt und mit einer B-Elf einen glücklichen, wenn auch verdienten Sieg bei Werder Bremen gefeiert. Während der zweite Anzug des Rekordmeisters noch an einigen Stellen zwickte, sorgte der eingewechselte Ribery für die siegbringenden Korrekturen.

Bayern Münchens-B-Elf hat sich bei Werder Bremen mit viel Mühe zu einem 2:1 (1:0)-Sieg gekämpft und damit die Titelentscheidung in der Bundesliga zumindest vorerst aufgeschoben. Vier Tage vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Champions League bei Real Madrid schonte Trainer Jupp Heynckes wie angekündigt seine Topstars, erst der eingewechselte Franck Ribéry drehte die Partie. Die ersatzgeschwächte Elf von Trainer Thomas Schaaf ist nun seit sieben Partien sieglos.

Usami und Petersen sollten es richten

Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion ging Werder durch ein Kopfballtor von Naldo (51.) in Führung. Der Brasilianer wurde aber zur unglücklichen Figur, als er eine Flanke von Ribéry (75.) ins eigene Tor bugsierte. Der Franzose schoss mit einem Alleingang in der 90. Minute den Sieg heraus.

Dass der 92. Nord-Süd-Klassiker kein Schmankerl werden würde wie vor vier Jahren, als der Bundesliga-Erste gegen den Zweiten spielte, zeigten schon die Aufstellungen beider Teams. Reservisten wie Nils Petersen, Takashi Usami und Diego Contento bekamen von Heynckes eine Chance. Die Innenverteidigung bildeten Luiz Gustavo und Anatoli Timoschtschuk für den gesperrten Holger Badstuber und den geschonten Jérome Boateng.

Petersen verpasst das 1:0 für die Bayern

Die bekamen jedoch zu Beginn der nicht auf hohem Niveau stehenden Partie kaum etwas zu tun. Zu wenig lief bei Werder zusammen, ein Fehlpass reihte sich an den nächsten. Die Gäste zwangen den Norddeutschen ihr Spiel auf, die Hanseaten zogen sich zurück.

Bereits in der zweiten Minute hatte Petersen die Führung auf dem Fuß, doch der Stürmer war so überrascht von der guten Flanke von Usami, dass er frei stehend vor Torhüter Tim Wiese nichts Gefährliches zustande brachte. Bremens Coach Thomas Schaaf war ganz und gar nicht zufrieden mit den Anfangsbemühungen seines Teams, versuchte von der Außenlinie mit Befehlen noch lautstark korrektiv einzugreifen.

Bei drei gesperrten (Clemens Fritz, Sebastian Bönisch und Sokrates) und fünf verletzten Profis musste er komplett umstellen. Ein Spielfluss zwischen dem erstmals seit dreieinhalb Monaten wieder gesunden Aaron Hunt und den Spitzen Claudio Pizarro und Markus Rosenberg entwickelte sich erst nach einer halben Stunde.

Auch die Bayern agieren harmlos

Ohne seine zunächst geschonten Spitzenkräfte Ribéry, Mario Gomez und Arjen Robben blieben aber auch die Angriffsbemühungen des Meisters lange Zeit erfolglos. Petersen (19.) konnte Contentos gute Vorlage nicht nutzen und köpfte in die Arme von Wiese. Wenig später drosch Ivica Olic unkontrolliert über das Tor.

Im Gegenzug verpasste Rosenberg nach Pass von Pizarro. Große Sicherheit strahlte Manuel Neuer aus, der gegen die zwischenzeitlich frecher agierenden Bremer ganz cool blieb. Kurz vor der Pause hatte Petersen seine dritte hochkarätige Möglichkeit, doch der Ex-Cottbuser traf die Latte. Und bei Thomas Müllers Schuss hatte der starke Wiese eine Hand am Ball.

Werder ließ sich jedoch nicht unterkriegen und kam immer besser ins Spiel. Zwar verpasste Pizarro (50.) nur knapp vor Neuer, doch bei der nächsten Ecke durch Zlatko Junuzovic verlängerte der mit seinem Abschied von der Weser liebäugelnde Peruaner auf Naldo, der sicher einköpfte. Wenig später wechselte Heynckes Ribéry, Gomez und Kroos ein. Der schnelle Franzose erzwang mit einem Flankenlauf und einem strammen Pass in den Strafraum das Eigentor von Naldo. In der Schlussminute drehte der Ausnahmespieler mit einem Alleingang die Partie.

sportal.de / sportal

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