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1. Bundesliga: Fünf Erkenntnisse - Das haben wir aus dem Topspiel gelernt

Mit einer beeindruckenden taktischen Leistung hat Borussia Dortmund das Spitzenspiel in München gewonnen. Trainer Jürgen Klopp hatte die richtigen Antworten auf die vorherige Bayern-Dominanz in Heimspielen. Wir verraten ihnen, welche Erkenntnisse noch aus dem 1:0-Sieg gezogen werden können.

Es war alles andere als ein rauschendes Fußball-Fest, was der FC Bayern und Borussia Dortmund im Spitzenspiel der Bundesliga gezeigt haben. Das lag in erster Linie an den Gästen, denn der BVB war über weite Strecken gar nicht daran interessiert, das Spiel zu machen oder offensive Akzente zu setzen.

Doch als die Dortmunder nach und nach die taktischen Zwänge aufgaben, wurde die Partie auch für Feinde der Taktik und Freunde des Spektakels immer besser. Letztlich siegte die Borussia nicht ganz unverdient zum zweiten Mal in Folge in der Allianz Arena und hat die Liga wieder spannend gemacht. Wir verraten ihnen, was wir noch alles gelernt haben.

1) Ein gute Taktik kann Spiele entscheiden

In der vergangenen Saison kam mit der Mainzer Erfolgsserie das Wort "Matchplan" im modernen Fußball an, Trainer Thomas Tuchel prägte diesen Begriff mit immer wieder neuen taktischen Ausrichtungen. Nun soll es hier nicht um Tuchel gehen, aber das Spiel in der Allianz Arena hat gezeigt, wie wichtig ein Trainer mit klaren taktischen Vorstellungen sein kann.

Dortmunds Coach Jürgen Klopp kündigte schon vor dem Spiel an, die richtigen Maßnahmen zu kennen, um, wie er es ausdrückte, die Bayern auf das Dortmunder Niveau herunterzuziehen. Die Ideen von Klopp hießen frühes Pressing, hohe Laufbereitschaft, ständiges Doppeln der Außenspieler, schnelles Zustellen der Passwege und damit einhergehend zunächst der Verlust der eigenen Offensivkraft.

Die Dortmunder legten sich die Bayern in den ersten 45 Minuten zurecht, um dann nach der Pause auch im Angriff zuzuschlagen. Sicherlich kam das Siegtor auch durch die Orientierungslosigkeit von Jerome Boateng zustande, aber der BVB verdiente sich den Erfolg auch durch weitere gelungene Kombinationen.

Klopp betonte nach dem Spiel, in der Pause auf die sich bietenden Räume hingewiesen zu haben, um eben nicht nur einen Punkt mitzunehmen. Defensiv war es in jedem Fall eine Meisterleistung des Deutschen Meisters, auch Kapitän Sebastian Kehl war voll des Lobes für Klopp: "Die Taktik des Trainers ist zu 100 Prozent aufgegangen. Wir haben kompakt gestanden und sind viel gelaufen", sagte Kehl auf der Homepage der Borussia. Oder wie John "Hannibal" Smith vom A-Team zu sagen pflegte: "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert."

2) Mario Götze ist auf dem Weg zur Weltklasse

Es war ganz sicher nicht das beste Saisonspiel von Mario Götze. Aber wie sich der 19-Jährige in der ersten Halbzeit zusammen mit Kevin Großkreutz und Shinji Kagawa in den Dienst der Mannschaft stellte, war beeindruckend. Götze lief viel, stellte zusammen mit Lukasz Piszczek die rechte Seite zu und hatte so seinen Anteil daran, dass Franck Ribéry nicht wirklich ins Spiel fand.

Wie Götze dann aber in der zweiten Halbzeit das Spiel mehr und mehr an sich riss und zusammen mit Robert Lewandowski der torgefährlichste Spieler des BVB wurde, bestätigte die seit Monaten vorherrschende Meinung: In Dortmund wächst ein Supertalent heran. Eiskalt schlug Götze in der 65. Minute zu, als der Bayern-Abwehr der Kompass verloren ging und Handlungsschnelligkeit gefragt war. Ein so wichtiges Spiel mit 19 Jahren zu entscheiden, das schaffen nur ganz wenige.

3) Es wird keinen Bayern-Alleingang geben

Die Bayern predigen es selbst seit Wochen, die Konkurrenz hoffte ein wenig darauf und auch der neutrale Fan möchte die Meisterschaft nicht schon am 30. Spieltag entschieden wissen. Bis dahin ist es zwar noch ein weiter Weg, doch das gestrige Spiel hat gezeigt, dass der FC Bayern trotz aller Dominanz der vergangenen Wochen noch nicht so weit ist, den 23. Titel im Vorbeigehen zu gewinnen.

Das liegt in erster Linie an der Konkurrenz. Die Dortmunder haben durch die vergangene Saison soviel Selbstvertrauen gewonnen, dass eine Fahrt nach München nicht mehr bedeutet, die Punkte freiwillig abzuliefern. Auch der FC Schalke etabliert sich in der Spitzengruppe und mit Borussia Mönchengladbach hat sich das nächste Überraschungsteam gefunden, dass in der derzeitigen Verfassung noch lange oben bleiben wird.

Und je länger die Saison dauert, desto näher rückt der große Traum der Bayern. Bekanntlich findet das Finale der Champions League in München statt. Sind die Roten dann in einem Viertel- oder sogar Halbfinale vertreten, wird die Bundesliga ganz automatisch ein wenig in den Hintergrund rücken.

4) Die Umstellungen haben den Bayern eher geschadet

So wie Klopp seine Mannschaft taktisch perfekt eingestellt hatte, so hatte sich auch Bayern-Trainer Jupp Heynckes einige Dinge überlegt, um die Dortmunder zu überraschen. In erster Linie war das die Nominierung von Arjen Robben, durch die Rückkehr des Niederländers rückte Thomas Müller in die Zentrale und Toni Kroos ging einen Schritt zurück, um mit Luiz Gustavo auf der Doppelsechs zu agieren.

Auf dem Papier klingt das nach einer extrem offensiven Bayern-Mannschaft, doch davon war auf dem Platz wenig zu sehen. Robbens Verletzungspause war einfach zu lang, als das er in so einem wichtigen Spiel schon direkt die entscheidenden Impulse hätte setzen können.

Aber auch Müller wurde durch die Umstellung seiner Stärke der letzten Wochen beraubt, dieses Luxusproblem wird Heynckes in den kommenden Wochen zu klären haben: Mit Müller, Robben, Ribéry und bald auch wieder Kroos haben die Bayern vier Platzhirsche für die offensive Dreierkette – wie gesagt ein Luxusproblem, um den ihn andere Trainer beneiden werden.

5) Bastian Schweinsteiger fehlt in doppelter Hinsicht

Toni Kroos ist derzeit nicht zu beneiden. Der Nationalspieler spielt seine wohl stärkste Saison im Trikot des FC Bayern, wird – auch von Bundestrainer Joachim Löw – immer wieder mit viel Lob bedacht. Doch im Moment fällt Kroos die schwierigste Rolle im deutschen Fußball zu, er soll den an der Schulter verletzten Bastian Schweinsteiger ersetzen.

Um das vorweg einmal klarzustellen, Kroos hat seine Sache auch gegen den BVB gut gemacht. Wenn es gefährlich wurde, war Kroos (sportal.de-Note 3) in der Regel beteiligt, er verteilte die Bälle in der Zentrale geschickt. Aber einen Schweinsteiger in der Form der letzten Wochen ist einfach nicht eins zu eins zu ersetzen.

Vor allem fehlt Schweinsteiger aber als Anführer. Philipp Lahm trägt zwar die Kapitänsbinde, aber der Leader auf dem Platz ist Schweinsteiger. Auch gegen die Borussia fehlte er als Taktgeber, als einer, der seine Nebenleute einsetzt, der das Spiel verlagert und die Außen mehr einsetzt. Auch dieses Problem wird Heynckes noch einige Wochen begleiten, auch wenn die Gegner in den kommenden Wochen nicht so stark sein werden, wie der BVB.

Marcus Krämer

sportal.de / sportal

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.