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1. Bundesliga: Hannover schlägt den Meister mit zwei späten Toren

Der Deutsche Meister Borussia Dortmund muss sich für längere Zeit von der Spitzengruppe der Bundesliga verabschieden. Gegen Hannover gab es für den BVB durch zwei späte Tore die zweite Niederlage in Folge.

Mit einem Doppelschlag in einer turbulenten Schlussphase hat Hannover 96 dem deutschen Meister Borussia Dortmund den nächsten schweren Wirkungstreffer verpasst. Die Westfalen verloren mit 1:2 (0:0) – eine höchst ärgerliche Niederlage für den BVB.

Denn nach der Führung durch den Japaner Shinji Kagawa in der 63. Minute, kassierte die lange Zeit dominierende Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp erst drei Minuten vor Schluss durch Karim Haggui den Ausgleich. Rund 120 Sekunden später sorgte Didier Ya Konan für den Sieg der Hausherren. Während die Niedersachsen mit nunmehr elf Punkten den Kontakt zur Spitzengruppe herstellten, dümpeln die seit sieben Spielen auswärts sieglosen Dortmunder weiter auf dem elften Platz vor sich hin. In der Schlussphase verlor Hannover den eingewechselten Artur Sobiech durch Platzverweis nach grobem Foulspiel.

Perisic vergibt die größte Chance

Von der ganz großen Herrlichkeit blieben die Dortmunder beim zweiten Überraschungsteam der vergangenen Saison trotz Überlegenheit von Beginn an entfernt. Vor allem an Hannovers Keeper Ron-Robert Zieler bissen sich die nach dem 1:1 gegen den FC Arsenal auf vier Positionen geänderten Borussen die Zähne aus. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw glänzte der 22-Jährige Zieler insbesondere beim spektakulären Volleyschuss von Dortmunds Champions League-Joker Ivan Perisic (24.). Auch beim - allerdings harmloseren - Freistoß (18.) des Torschützen gegen die Londoner war Zieler auf dem Posten. Vor der Pause rettete der 96er-Keeper dann auch noch gegen Jakub Blaszczykowski (39.).

Sein Pendant im Dortmunder Kasten, Roman Weidenfeller, hatte erstmal weniger Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Die Hausherren lauerten auf Konter gegen die tonangebenden Dortmunder, bei denen neben Perisic auch der ebenfalls neu in die Startformationen gerückte Ilkay Gündogan im Mittelfeld Akzente setzen konnte. Nachdem die Borussen ihre Anfangsüberlegenheit nicht hatten ummünzen können - Robert Lewandowski scheiterte bereits in der 13. Minute wenige Meter vorm Tor - wäre der Hannover-Plan bereits im ersten Spielabschnitt schon aufgegangen.

Kein Kräfteverschleiß bei den 96ern

Nach einem Bilderbuch-Konter vereitelte Weidenfeller aber die Führung der Gastgeber durch Ya Konan (26.), den Trainer Mirko Slomka anstelle des angeschlagenen Mohammed Abdellaoue aufs Feld geschickt hatte. Beim Nachschuss von Moritz Stoppelkamp warf sich Subotic in den Ball. Gefährlich wurde es für die Dortmunder, die zwei Tage mehr Zeit zur Erholung nach ihrem internationalen Auftritt hatten als die Hannoveraner, die am Donnerstag nicht über ein 0:0 gegen Standard Lüttich hinausgekommen waren.

Die Hannoveraner hatten gleichwohl gemerkt, dass die Dortmunder in dieser Saison verwundbar sind. Doch nachdem Weidenfeller einen Schlenzer von Stoppelkamp parierte hatte, sorgte Kagawa für die Führung. Nach Vorlage von Lewandowski ließ er Hannovers Abwehrspieler Emanuel Pogatetz gekonnt aussteigen und überwand auch noch den herausstürmenden Zieler. In der Folge hatte der BVB das Spiel im Griff und gedanklich die drei Punkte wohl schon verbucht.

Hummels fehlt

In der Schlussphase ging die Souveränität der Dortmunder dann aber verloren, auch weil Innenverteidiger Mats Hummels angeschlagen den Platz verlassen musste (81.) Weidenfeller musste erneut gegen den agilen Stoppelkamp (69.) klären, Sergio Pinto (79.) zielte anschließend nicht genau genug, Haggui scheiterte an der Latte (84.). Beim Kopfballtreffer von Haggui patzte Hummels' Nebenmann Subotic, der zwei Minuten später auch bei Ya Konans Schuss von der Strafraumgrenzen – Pinto hatte den Ivorer bedient – ausrutschte und keine gute Figur machte.

sportal.de / sportal

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