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29. Spieltag: Schalke souverän, Stuttgart im Glück

Schalke 04 hat durch einen überlegenen Sieg gegen Mainz 05 die Tabellenführung gefestigt und marschiert weiter Richtung Meisterschaft. Viel Dusel hatte Stuttgart: Ein kurioses Eigentor Hannovers brachte den Schwaben drei Punkte. Gewinner im Abstiegskampf ist Eintracht Frankfurt.

Der FC Schalke 04 hat sich auch von Angstgegner FSV Mainz 05 nicht aufhalten lassen und einen weiteren großen Schritt in Richtung Meistertitel gemacht. Der Tabellenführer setzte sich am Samstag durch Tore von Kevin Kuranyi und Gerald Asamoah sowie von Spielmacher Lincoln am Mainzer Bruchweg mit 3:0 (2:0) durch. Mit 59 Punkten bleiben die Schalker nach dem 29. Spieltag Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga. Der VfB Stuttgart kam gegen Hannover 96 zu einem glücklichen 2:1 (1:0) und schob sich mit 55 Punkten vorerst wieder auf den zweiten Rang. Zumindest bis zum Sonntagspiel von Werder Bremen (54 Punkte) bei Borussia Dortmund sind die Schwaben erster Schalke-Jäger.

Im an Spannung weiter kaum zu überbietenden Abstiegskampf zahlte sich der Trainerwechsel bei Hertha BSC sofort aus. Karsten Heine schaffte bei seinem Debüt auf der Berliner Bank im Gastspiel beim VfL Bochum einen 3:1 (0:1)-Sieg. Mit dem durch die Tore von Christian Gimenez (57.), Gilberto (65.) und Ede (90.) gesicherten ersten Sieg seit acht Spielen ohne Erfolgserlebnis können die Hauptstädter den Saisonschlussspurt mit 38 Punkten auf dem Konto im Gegensatz zum Revierclub (33) wieder optimistischer angehen. Drei Punkte für den Klassenverbleib sammelte auch Energie Cottbus (38) durch das verdiente 3:2 (1:0) gegen den VfL Wolfsburg (35).

Befreiungsschlag für Frankfurt

Ein Befreiungsschlag gelang Eintracht Frankfurt (34) durch das 4:2 (2:1) bei Arminia Bielefeld, das siich jetzt mit 30 Punkten auf Platz 16 in größter Abstiegsnot befindet. Auch Alemannia Aachen (33) muss weiter mächtig zittern. Nach dem durch das Bundesliga-Premierentor des 20-jährigen Chhunly Pagenburg (12.) besiegelte 0:1 (0:1) beim 1. FC Nürnberg, der sich den zur Uefa-Cup- Teilnahme berechtigenden fünften Rang zurückeroberte, rangiert der Aufsteiger nur drei Zähler vor den Abstiegsrängen und muss im nächsten Spiel gegen Werder Bremen auf Sascha Rösler verzichten, der kurz vor Schluss die Gelb-Rote Karte sah.

Nach zwei bitteren Niederlagen in den Jahren 2005 und 2006 ließen sich die Schalker diesmal von den Mainzern nicht überrumpeln. Schon nach zehn Minuten nutzte Kuranyi die erste Chance zur Führung. Eine Vorlage des Nationalstürmers verwertete Asamoah (34.) zum zweiten Tor im zweiten Spiel nach seinem Beinbruch. Lincoln, der nach mehrwöchiger Sperre erstmals wieder mitwirken durfte, schloss einen Konter mit einem tollen Lupfer in der 74. Minute ab. Mit ihrem Spielmacher agierten die Schalker gegen den Abstiegskandidaten abgeklärt - im Stile eines Meisters.

Stuttgart mit viel, viel Dusel

Der VfB Stuttgart brauchte gegen Hannover hingegen viel Glück. Trotz der frühen Führung durch Roberto Hilbert (2.) gelang den Schwaben nicht die schnelle Vorentscheidung. Nicht unverdient gelang Steven Cherundolo (61.) dann der Ausgleich - doch Hannover besiegte sich praktisch selbst. Hanno Balitsch und Dariusz Zuraw bugsierten den Ball gemeinsam reichlich ungeschickt ins eigene Tor (76.). Auch der Platzverweis für den überhart einsteigenden Stuttgarter Arthur Boka (84.) änderte nichts mehr.

Wie Berlin kann auch Cottbus fast schon für ein weiteres Jahr in der Bundesliga planen und sogar Richtung UI-Cup schielen. Die Lausitzer überzeugten gegen Wolfsburg. Erneut präsentierte sich das Rumänen-Duo Sergiu Radu (20.) und Vlad Munteanu (56.) mit seinen Treffern als Sieggarant. Den dritten Treffer für Cottbus steuerte Francis Kioyo (57.) bei zwei zu späten Gegentoren von Isaac Boakye (66.) und Cedrick Makiadi (90.) bei.

DPA / DPA

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