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CL-Halbfinale gegen Barcelona: Darum kriegen Peps Bayern heute eine Klatsche ...

Viele Bayern-Fans fürchten eine Niederlage im Camp Nou - und es könnte eine geben. Diese Gründe sprechen für einen Barca-Sieg.

Bayern-Coach Pep Guardiola tröstet Jerome Boateng nach der Niederlage im Pokal gegen den BVB

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Bayern gegen Barça - das Kribbeln vor dem Champions-League-Spektakel (ab 20.45 Uhr im ZDF und im stern-Liveticker) zweier Fußball-Giganten wird von Stunde zu Stunde größer. Zieht der FC Bayern wie 2013 beim 4:0 und 3:0 gegen die Katalanen wieder ins Finale um Europas Krone ein oder ist die Wunder-Offensive Lionel Messi, Neymar und Luis Suárez auch für den deutschen Rekordmeister eine Nummer zu groß?

Diese Gründe sprechen gegen den FC Bayern - und für ein Barca-Schützenfest:

1. Messi, Neymar und Suarez

108 der insgesamt 159 Barça-Tore in allen Saison-Wettbewerben haben die fantastischen Drei erzielt: Lionel Messi, Neymar und Luis Suárez sind nur im Kollektiv aufzuhalten. "Messi ist nicht zu stoppen. Es gibt kein Defensivsystem, das ihn stoppen kann. Er ist einfach zu gut", warnte Guardiola sogar. Sein Matchplan wird das sicher berücksichtigen. Nur: Wenn schon Messi nicht gestoppt werden kann, was ist dann mit den anderen beiden?

2. Barcelonas Form

Barcelona hat nach einem schwierigen Start in die Saison unter Trainer Luis Enrique im neuen Jahr die Kurve bekommen. Die Mannschaft schießt sich derzeit von einem Kanter-Sieg zum nächsten. Zuletzt musste Cordoba dran glauben. Das Team ist zwar Abstiegskandidat Nummer eins. Aber das 8:0 von Barcelona ist dennoch alles andere als selbstverständlich. Enrique hat seine Formation gefunden. Im Mittelfeld brillieren der Ex-Schalker Rakitic und Iniesta. Barca ist in bestechender Form.

3. Stimmung im Camp Nou - Revanche für 2013

Vor zwei Jahren führte der FC Bayern die stolzen Katalanen vor. Erst beim deutlichen 4:0 im Hinspiel in München. Anschließend setzten die Bayern noch ein 3:0 im Camp Nou oben drauf. In Barcelona führte das zu einer Krise: Die Ära von Messi und Co. schien vorbei. Doch nun ist Barcelona zurück - und so stark wie zuletzt unter Guardiola. Die Stimmung bei den Barca-Fans ist dementsprechend gereizt. Sie pochen auf Revanche. Und werden ihr Team bedingungslos nach vorne peitschen.

4. Barcelona will es Pep zeigen

Klar, Pep Guardiola ist beim FC Barcelona neben Johan Cruyff die größte Ikone des Clubs. Niemand war so erfolgreich wie er. In Barcelona brauchten sie mehrere Jahre, bis sie die Ära Guardiola verdaut hatten. Doch derzeit strotzt das Team vor Selbstvertrauen. Messi und Co. werden ihrem Ex-Trainer zeigen wollen, dass sie zu alter Stärke zurückgefunden haben. Ein Sieg gegen Guardiola würde Barca noch einmal einen Schub geben.

5. Luis Enrique - als Anti-Pep erfolgreich

Barcelonas Trainer Luis Enrique spielte gemeinsam mit Pep Guardiola. Die beiden absolvierten auch den Trainer-Lehrgang zusammen. Enrique sagte, er sei nicht so zielstrebig gewesen wie Guardiola. Ein guter Trainer ist er dennoch. Er tickt allerdings ganz anders als Guardiola. Enrique zwingt sein Team nicht zu endlosem Ballbesitz, er fordert, dass zielstrebig gespielt wird. Ob mit einem langen oder kurzen Ball - das ist Enrique egal. Der Trainer glaubt zudem an einen "echten" Stürmer. Er sprach Luis Suárez trotz aller Eskapaden von Beginn an das Vertrauen aus - Suárez zahlt es mit bärenstarken Leistungen zurück.

feh/DPA / DPA

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