VG-Wort Pixel

Sieg gegen Bremen Bayern holen sich achten Meistertitel in Folge

Sehen Sie im Video: FC Bayern München wird zum 30. Mal Deutscher Meister. Geistermeister vor Geisterkulisse. Der FC Bayern München kann sich freuen. Denn der Verein ist vorzeitig zum achten Mal in Folge und zum 30. Mal insgesamt Deutscher Fußballmeister geworden. Dafür reichte den Münchnern ein 1:0 bei Werder Bremen am Dienstagabend. Torschütze in der 43. Minute war Robert Lewandowski. Die Fans in München, die das Spiel ja coronabedingt nicht im Stadion mitverfolgen durften, äußerten sich nach der Partie wie folgt: "Sagen wir mal so: Es wäre schön, wenn mehr los wäre und wenn man irgendwo mal im Stadion sein dürfte. Das einzige, was abgeht. Die Feier im Stadion vermisst man schon. Egal wo auswärts oder daheim. Das geht a bissl ab. Aber Meister samma. Das passt auf jeden Fall." "Hansi Flick hat für mich Ähnlichkeit mit Jupp Heynckes. Total fairer, sozialer Mensch. Tut jeden Spieler, egal ob es Boateng oder so beschimpft worden ist. Der nimmt jeden mit ins Boot. Er ist total lieber Mensch, der Flick. Und das kommt bei der Mannschaft an. Da fühlt sich jeder total geschützt. Das ist die Rezeptur für den Erfolg." "So, wie wir gekämpft haben und jetzt alle gespielt haben, ist eigentlich nur... Ja, was heißt gerecht oder fair? Aber wir haben uns die Meisterschaft mehr als verdient erkämpft." Damit wäre die Meisterfrage in dieser denkwürdigen Bundesliga-Saison geklärt. Eine Spielzeit, die wegen der Corona-Pandemie in Erinnerung bleiben wird. Und noch ist ja eine spannende Frage offen. Denn an den verbleibenden Spieltagen wird sich herausstellen, wie es in der Abstiegszone weitergeht. Nur der SC Paderborn steht bereits als Absteiger fest. Der letzte Spieltag der Bundesligasaison ist am 27. Juni.
Mehr
Nichts Neues in der Bundesliga: Die Bayern haben sich durch einen ungefährdeten Sieg gegen Werder Bremen vorzeitig den achten Meistertitel in Folge gesichert. Das 1:0 mussten die Münchner im Bremer Regen am Ende in Unterzahl ins Ziel retten.

Hansi Flick hat sein erstes Meisterstück mit dem FC Bayern perfekt gemacht - wenn auch etwas glanzlos. Im Dauerregen von Bremen feierten die Münchner am Dienstagabend ihren 30. Titelgewinn. Der Titelverteidiger gewann am 31. Nundesliga-Spieltag beim stark abstiegsbedrohten SV Werder Bremen mit 1:0 (1:0) und holte damit vorzeitig seine achte Meisterschaft in Serie. Torjäger Robert Lewandowski mit einem Weltklasse-Tor kurz vor der Pause machte den 21. Münchner Pflichtspielsieg nacheinander gegen den einstigen Titelrivalen von der Weser fix. 

In der Schlussphase mussten die Bayern die knappe Führung nach einer Gelb-Roten Karte für Youngster Alphonso Davies (79. Minute) wegen wiederholten Foulspiels in Unterzahl ins Ziel bringen. Manuel Neuer verhinderte kurz vor Schluss den Ausgleich mit einer Parade nach einem Kopfball von Osako. Jubeln mussten die Münchner Geister-Meister nach dem Abpfiff im leeren Stadion.

Bayern bleiben eine Nacht in Bremen

In Corona-Zeiten konnte lediglich eine abgespeckte Titelsause starten. Die Bayern blieben über Nacht in Bremen. Erst am Mittwoch ist die Rückkehr nach München geplant. Im Hotel Atlantic wollten die rot-weißen Trophäensammler aber zumindest intern ein wenig feiern.

Doch zuvor hatten die Bayern auf dem nassen Rasen ein hartes Stück Arbeit zu verrichten. Flick hatte wie erwartet die gegen Gladbach noch gelbgesperrten Thomas Müller und Lewandowski zurück in die Startformation beordert. Doch trotz der geballten Offensiv-Power taten sich die Bayern lange Zeit sehr schwer.

Zwar hatten die Gäste deutlich mehr Ballbesitz, die abstiegsbedrohten Bremer hielten aber leidenschaftlich dagegen und hatten zunächst sogar die besseren Chancen. In der neunten Minute traf Theodor Gebre Selassie nach schöner Vorarbeit von Leonardo Bittencourt das Außennetz. Rund zehn Minuten später strich ein Schuss von Maximilian Eggestein ganz knapp am Münchner Tor vorbei.

Bayern spielten behäbig

Das Spiel der Bayern war im Dauerregen behäbig. Flick musste seine Spieler von der Seitenlinie immer wieder antreiben. Vom hochgelobten Tempo- und Kombinationsspiel des deutschen Fußball-Dominators war vor der Pause wenig zu sehen. Lediglich Kingsley Coman, für den leicht angeschlagenen Ivan Perisic in der Startelf, wurde zunächst zwei Mal gefährlich.

Sehen Sie im Video: Weston McKennie postet Video gegen Polizeigewalt und Rassismus. Hier finden Sie das Video in voller Länge. "Es läuft schon viel zu lange so. An die Cops, die weiterhin ihre Macht missbrauchen: Die Welt sieht jetzt hin. Genug ist genug!" Fußball-Profi Weston McKennie postet nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd ein eindringliches Video in den sozialen Medien.  Die Botschaft des Clips, der Rassismus und Polizeigewalt anprangert: "Genug ist genug!"  Zahlreiche Sportler unterstützen den Schalke-Spieler, indem sie diesen Satz in die Kamera sprechen.  Zwischen ihren Statements werden immer wieder schockierende Bilder von Polizeigewalt gezeigt.  Auf Twitter wird das Video innerhalb weniger Stunden mehr als 115.000 Mal aufgerufen.  Bereits im Spiel gegen Werder Bremen setzte McKennie ein Zeichen gegen Polizeigewalt.  Der 21-Jährige trug am linken Oberarm eine Binde mit der Aufschrift "Justice for George" – zu Deutsch: "Gerechtigkeit für George".
Mehr

Kurz vor der Pause lag der Titelverteidiger dann doch vorne. Nach feinem Zuspiel des starken Jérôme Boateng sorgte Lewandowski auf technisch perfekte Art und Weise mit seinem 31. Saisontreffer für die Halbzeitführung. Es war das 46. Pflichtspieltor des Polen in dieser Saison. Glück hatten die Gäste, dass sie nach 45 Minuten noch komplett waren. Davies hätte wegen Nachtretens gegen Bittencourt Rot sehen müssen. Schiedsrichter Harm Osmers gab aber nur Gelb, der Videoschiedsrichter griff zum Ärger der Bremer nicht ein. Später flog Davies dann nach einem weiteren Foulspiel doch noch vom Platz.

Nach dem Seitenwechsel drängten die Bayern auf eine schnelle Entscheidung. Die Gäste schnürten die Hausherren in der eigenen Hälfte ein. Beim vermeintlichen 2:0 durch Lewandowski stand Vorlagengeber Müller klar im Abseits (55.). Fünf Minuten später setzte der Pole einen Kopfball freistehend am Bremer Tor vorbei.

Bremen hielt weiterhin mit totaler Hingabe dagegen und konnte sich Mitte der zweiten Halbzeit sogar wieder etwas befreien. So mussten die Bayern bis zum Schluss bangen, ehe sie das nächste Meisterstück und den ersten Flick-Titel doch vorzeitig perfekt gemacht hatten.

tis /Lars Reinefeld DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker