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Bayern München: "Es ist noch nichts verloren in dieser Saison"

Keine Euphorie bei der Bayern-Führung nach dem Sieg über den BVB: Die eigentliche Bewährungsprobe für die Mannschaft stehe noch aus. Der "kicker" meldete unterdessen einen prominenten Neuzugang.

Der erste Schritt aus der Krise ist getan, aber frühestens nach einem weiteren Befreiungsschlag in zwei Wochen gegen Celtic Glasgow ist beim FC Bayern München wieder alles im Lot. Nach dem 4:1 (1:0)-Erfolg im ungleichen Duell mit dem Erzrivalen Borussia Dortmund war die Erleichterung beim deutschen Fußball- Rekordmeister zwar riesengroß.

"Es ist noch nichts verloren in dieser Saison", lautete die Kampfansage von Trainer Ottmar Hitzfeld, der nun wieder ruhiger arbeiten kann. Seine "Kasernierung" der Mannschaft am Tegernsee hat kurzfristig Wirkung gezeigt: "Ich habe viele Gespräche geführt mit den Spielern, und die Mannschaft konnte unter sich reden."

Der "kicker" meldete außerdem einen Neuzugang bei Bayern: Danach habe sich die Vereinsspitze mit Carlos Tevez, dem 19-jährigen Offensivspieler von Boca Juniors Buenos Aires, geeinigt. Nur die Ablösesumme sei zwischen den Klubs noch umstritten.

Werden die Bayern diese Saison noch Meister?

Bewährungsfrist gilt bis zum Glasgow-Spiel

So sehr sich die Vereinsführung auch freute - der Jubel hielt sich ganz bewusst in Grenzen. "Es war ein wichtiges Spiel, okay. Wir haben gewonnen, wunderbar", erklärte Karl-Heinz Rummenigge am Sonntagabend nach dem bestandenen Charakter-Test in der Bundesliga.

Der Vorstands-Chef verlängerte die Bewährungsfrist für die Mannschaft jedoch umgehend auf das nach der Länderspiel-Pause anstehende Lokalderby gegen 1860 München und vor allem das anschließende Alles-oder-Nichts-Spiel in der Champions League gegen Celtic: "Die nächsten Spiele sind wichtig. Wir müssen uns in eine gute Verfassung für das Spiel in Glasgow bringen."

Die Borussia war mit dem letzten Aufgebot kein gleichwertiger Gegner. "Das war eine andere Gewichtsklasse. Das war Schwergewicht gegen Leichtgewicht, um mit dem Boxen zu sprechen", kommentierte Borussias Präsident Gerd Niebaum.

Sagnol: Ballack "kein schlechter Führungsspieler"

Sagnol hat unterdessen seine Kritik an Michael ballack relativiert. Der Abwehrspieler hatte in einem Zeitungs-Interview behauptet, dass der deutsche Nationalspieler noch nicht über die Chef-Qualitäten seines Vorgängers Stefan Effenberg verfüge. "Das war keine Kritik. Ich habe gesagt, der beste Führungsspieler der letzten drei oder vier Jahre war Effenberg. Aber ich habe nicht gesagt, dass Ballack ein schlechter Führungsspieler ist", sagte Sagnol am Sonntagabend.

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