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Bundesliga-Abstiegskampf: Die Bundesliga-Ergebnisse vom Sonntag - Werder und Darmstadt am Boden

Eine 2:1-Führung, dazu große Gelegenheiten zum 3:1 - am Ende steht Werder Bremen allerdings mit leeren Händen da. Der FC Augsburg nutzte Schwächen in der Defensive konsequent - und schnappte sich den Last-Minute-Sieg. Auch Darmstadt kommt nicht vom Fleck.

Trainer Alexander Nouri steht mit Werder Bremen vor schwierigen Zeiten.

Trainer Alexander Nouri steht mit Werder Bremen vor schwierigen Zeiten.

Dank eines Last-Minute-Tores von Raul Bobadilla hat der FC Augsburg gegen Werder Bremen einen Big Point im Abstiegskampf gelandet. Die Mannschaft von Trainer Manuel Baum gewann am Sonntag zum Abschluss des 19. Spieltags mit 3:2 (1:1) gegen die Norddeutschen und baute ihren Vorsprung auf den Relegationsrang 16 auf acht Punkte aus.

Eintracht Frankfurt hat unterdessen das Hessen-Derby gegen den SV Darmstadt 98 gewonnen. Ein Elfmeter-Tor von Makoto Hasebe in der 74. sowie der entscheidende Treffer von Ante Rebic in der 83. Minute bescherten dem Favoriten einen späten, aber verdienten 2:0 (0:0)-Sieg. Frankfurt ist nun wieder Tabellen-Dritter, Darmstadt weit abgeschlagen Bundesliga-Letzter. Nach elf Liga-Spielen ohne Sieg hat die Mannschaft von Trainer Torsten Frings jetzt schon sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Bei Werder gegen Augsburg trafen Max Kruse (65. Minute/Foulelfmeter) mit dem 3000. Tor in der Bundesliga-Historie von Werder und Theodor Gebre Selassie (26.) für die nach der Pause aufdrehenden Bremer. Jonathan Schmid war mit seinem ersten Saisontor (28.) vor 26.812 Zuschauern der zwischenzeitliche Ausgleich für die Augsburger gelungen, ehe Koo (79.) zum 2:2 traf. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff gelang Bobadilla sogar der umjubelte Siegtreffer. "Das ist ein Fehler, das darf uns nicht passieren. Wir bestrafen uns immer selber", sagte Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic. "Da fehlt die Cleverness. Ich bin momentan ein bisschen sprachlos. Das ist Abstiegskampf pur jetzt."

Werder reifer im Aufbauspiel

Die Bremer haben nur noch einen Zähler Vorsprung auf den 16. Hamburger SV. "Wir sind in einer ganz, ganz schwierigen Situation und kommen dort nur gemeinsam raus", sagte Sportchef Frank Baumann. Trainer Alexander Nouri gab zu: "Natürlich sind wir alle niedergeschlagen. Klar ist die Art und Weise extrem bitter."

Die Augsburger dagegen kletterten durch den Sieg auf Rang zehn. "Das war eine absolute Willensleistung", lobte Manager Stefan Reuter. "Wenn du so ein Spiel gewinnst, ist das ein absoluter Traum." Torschütze Bobadilla schwärmte: "Ein besseres Gefühl gibt es nicht. Wir haben gekämpft bis zum Ende. Wir haben alles richtig gemacht."

Werder versuchte schon früh zu stören und präsentierte sich im Aufbauspiel auch reifer. Für Gefahr sorgten aber erstmal die Augsburger, die vor dem Kräftemessen in ihrer Bundesliga-Geschichte gegen keinen anderen aktuellen Erstligisten mehr Siege als gegen Bremen (sechs) holten. Erst scheiterte der fleißige Raul Bobadilla (9.) mit einem Drehschuss an Schlussmann Felix Wiedwald, dann verpasste der bullige Stürmer per Kopf aus zehn Metern eine scharfe Flanke von Philipp Max (17.).

Bobadilla der überragende Mann auf dem Platz

Die Führung gelang jedoch den Hanseaten. Robert Bauer setzte sich im Luftkampf gleich gegen drei Augsburger durch und legte auf Gebre Selassie ab, der keine Probleme mehr im Abschluss hatte. Damit erzielte Werder auch im 18. Bundesligaspiel nacheinander mindestens einen Treffer. Fast im direkten Gegenzug glich Schmid aus. Bobadilla schirmte den Ball gekonnt gegen Garcia ab und passte ihn im Fallen artistisch dem Flügelmann in den Lauf - 1:1!

Die Bremer bemühten sich nach der Pause, den Ball flüssig laufen zu lassen. Doch ihren Aktionen am Sechzehner der Hausherren fehlten Präzision und Entschlossenheit. Dann traten die zunächst blassen Serge Gnabry und Max Kruse in Erscheinung. Gnabry dribbelte sich in den Strafraum und wurde von Martin Hinteregger sowie Dominik Kohr in die Zange genommen - Foulelfmeter. Kruse verwandelte lässig. Im Anschluss ließ Werder beste Konterchancen durch den eingewechselten Johannsson und Serge Gnabry aus - Augsburg kam zurück, ließ sich nicht hängen und kam noch zum Ausgleich durch Koo und kurz vor Schluss zum umjubelten Siegtreffer durch Bobadilla.

feh / DPA

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