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BUNDESLIGA: Bayern wahren Champions-League-Chance

Mit einem knappen 2:1 haben die Bayern ihre Chance auf einen erneuten Einzug in die Fußball-Champions-League gewahrt. Köln schöpft nach Keller-Duell neue Hoffnung.

Drei Tage nach dem deprimierenden Viertelfinal- K.o. gegen Real Madrid hat der FC Bayern München mit einem knappen 2:1 (2:0)-Erfolg im bayerischen Derby beim 1. FC Nürnberg die Chance auf einen erneuten Einzug in die Champions League gewahrt. Vor 44.696 Zuschauern im ausverkauften Nürnberger Frankenstadion erzielten die Stürmerstars Giovane Elber (11.) mit seinem 15. Saisontor und Claudio Pizarro (41.) mit seinem 14. Saisontreffer die Tore für den wieder auf Platz drei vorgerückten Weltpokalsieger.

Für die vom Abstieg bedrohten Nürnberger verwandelte der stark spielende Jacek Krzynowek (73.) einen umstrittenen Foulelfmeter zum Endstand. Bei ihrer Schlussoffensive mussten die Nürnberger mit zehn Spielern auskommen, nachdem Verteidiger Tomasz Kos wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (74.). Die erfreulichste Nachricht des 31. Spieltags für den »Club« war am Ende die Freiburger Niederlage beim TSV 1860 München.

HSV ringt Bayer Unentschieden ab

Vier Tage nach dem Triumph in der Champions League hat Bayer 04 Leverkusen gegen einen bissigen Hamburger SV nur ein 1:1 (1:1) herausgespielt. Mit fünf Punkten Vorsprung führt die Werkself (66) nun die Bundesliga an. Doch Borussia Dortmund kann an diesem Sonntag in Kaiserslautern mit einem Sieg den Rückstand verkürzen und den Titelkampf noch einmal richtig spannend machen. Sergej Barbarez schockte den Titelaspiranten mit dem frühen Gegentor in der fünften Minute. Leverkusen fing sich aber schnell und kam durch Oliver Neuville (13.) zum verdienten Ausgleich.

Damit sind die Hamburger seit acht Heimspielen gegen Leverkusen ohne Sieg - der letzte datiert vom 1. September 1993. »Wir wollten unbedingt siegen und Leverkusen mit den eigenen Waffen schlagen«, sagte HSV-Trainer Kurt Jara, der seine Mannschaft offensiv eingestellt hatte. Immerhin eine Serie setzten die Hanseaten fort: Seit nunmehr zehn Partien sind sie zu Hause ungeschlagen.

Köln schöpft nach 2:1 gegen St. Pauli neue Hoffnung

Der 1. FC Köln hat die Hoffnung auf den Verbleib in der Fußball-Bundesliga noch immer nicht aufgegeben. Mit dem 2:1 (1:0)-Sieg im Keller-Duell am Samstag gegen den FC St. Pauli wahrte der Premieren-Meister von 1964 seine theoretischen Chancen und gab mit 23 Punkten erstmals seit dem 6. Februar die »Rote Laterne« des Tabellen-Letzten an die Gäste ab. In der Schlusssekunde gelang dem eingewechselten Matthias Scherz das Siegtor. Kapitän Dirk Lottner hatte Köln in der siebten Minute in Führung gebracht, Ugur Inceman hatte in der 46. Minute ausgeglichen.

Die Hanseaten mussten auf die gesperrten Zlatan Bajramovic und Oliver Held verzichten. Dennoch bot der Aufsteiger nach schwachen ersten 20 Minuten den Kölnern eine weitgehend ebenbürtige Leistung in einem allerdings sehr schwachen Spiel. Gäste-Trainer Dietmar Demuth hatte allen Grund, sich immer wieder über die schwachen Darbietungen aufzuregen. Das tat er allerdings so heftig, dass er von Schiedsrichter Wolfgang Stark in der 54. Minute auf die Tribüne geschickt wurde.

Wolfsburg wahrt Chance auf UI-Cup-Teilnahme

Der VfL Wolfsburg hat seine Chance auf die Teilnahme am UI-Cup gewahrt. Am Samstag setzte sich die von Wolfgang Wolf trainierte Mannschaft vor 26.900 Zuschauern bei Borussia Mönchengladbach mit 2:0 (0:0) durch. Die Niedersachsen konnten durch den ersten Auswärtssieg seit dem vergangenen Dezember zudem den Abwärtstrend nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge stoppen. Stürmer Diego Klimowicz erzielte beide Tore (48./60.) für die Wolfsburger. Für die Gastgeber war es nach zuletzt fünf gewonnenen Heimspielen hintereinander die erste Niederlage. Dennoch muss die Mannschaft von Gladbachs Trainer Hans Meyer nicht mehr um den Klassenerhalt bangen.

Für eine Mannschaft, die in der neuen Saison international mitspielen will, tat Wolfsburg anfangs allerdings zu wenig. Aus dem Mittelfeld fanden die Niedersachsen kaum einmal den Weg in die Spitze. Die erste und einzige Torchance für seine Mannschaft konnte VfL-Coach Wolfgang Wolf erst in der 42. Minute verzeichnen. Diego Klimowicz scheiterte mit einem Schuss aus der Drehung an Gladbachs Schlussmann Bernd Meier, der zum ersten Mal in dieser Saison den am Oberschenkel verletzten Stammkeeper Jörg Stiel vertrat.

Freiburg im Abstiegssumpf

Der SC Freiburg ist nach der sechsten Niederlage in Folge weiter in den Abstiegssumpf gesunken. Die Breisgauer verloren am Samstag 2:5 (1:3) beim TSV 1860 München und erweiterten damit ihre Negativserie auf zwölf sieglose Spiele hintereinander. Davor Suker (24.), Vidar Riseth (29.), zweimal Martin Max (45./89./Foulelfmeter) und Harald Cerny (59.) trafen vor 20.700 Zuschauern im Olympiastadion für die »Löwen«, während Vladimir But (32.) und Stefan Müller (66.) die Tore für den SC erzielten. 1860 baute damit die glänzende Heim-Bilanz gegen die Breisgauer aus. Noch nie holte Freiburg in der Bundesliga bei den Münchnern einen Punkt.

Die Freiburger hatten vor der Partie mit aller Macht versucht, die Negativ-Bilanz der vergangenen Wochen zu verdrängen. »Die Spieler müssen sich auf die Jetzt-Situation konzentrieren und alles, was gewesen ist und zu der Tabellensituation geführt hat, aus den Köpfen herauskriegen«, hatte Trainer Volker Finke gefordert, der außer auf die vielen Langzeitverletzten auch auf den gesperrten Lewan Kobiaschwili verzichten musste.

»Zittersieg« über Hansa bringt Hertha weiter

Nach dem »Zittersieg« über den FC Hansa ist für Hertha BSC die Champions League in Sicht. Den Berlinern genügte dabei ein Blitztor von Alex Alves nach 66 Sekunden zum knappen 1:0 (1:0)- Erfolg. Der fünfte Heimsieg in Folge brachte den Herthanern vor den abschließenden drei »Endspielen« gegen Bayern, Schalke und Leverkusen Platz vier in der Tabelle. Die Gäste blieben auch im siebten Auswärtsspiel unter Trainer Armin Veh ohne Punktgewinn.

Eine herrliche Flanke von Stefan Beinlich, von Alves direkt verwandelt, brachte den Herthanern vor 42.537 Zuschauern gleich mit dem ersten Angriff die angestrebte Führung und den achten Bundesliga-Sieg für Interimstrainer Falko Götz. Der Brasilianer markierte damit in seinem achten Spiel unter Regie von Götz seinen fünften Treffer, nachdem er zuvor in elf Partien nur einmal getroffen hatte. Auch in weiteren Aktionen blieb Alves stets gefährlich und ließ mit Rochaden auf die linke Angriffsseite seinen Gegenspieler Mohammed Emara oft schlecht aussehen.

Werder schlägt desolate Schalker

Im Kampf um einen lukrativen Europacup-Startplatz in der kommenden Fußball-Saison hat der SV Werder Bremen dem FC Schalke 04 eine empfindliche Niederlage beigefügt. Die Bremer gewannen am Samstag in der Fußball-Bundesliga das Verfolger-Duell auch in der Höhe verdient mit 3:0 (1:0) und wahrten damit ihre UEFA-Cup-Chancen. Die Hoffnungen der Schalker auf die Qualifikation für die Champions League erhielten nach einer wenig ambitionierten Leistung und der zweiten Rückrunden-Niederlage einen herben Dämpfer.

Vor 35.600 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion war Werder jederzeit Chef im eigenen Haus. Frank Baumann (23.) erzielte per Kopfball nach Ailton-Ecke die verdiente 1:0-Führung. Nach dem Wechsel krönten der Brasilianer Ailton (61.) mit seinem 15. Saisontor und Nationalspieler Thorsten Frings (77.) ihre überragenden Vorstellungen. Die Bremer, die schon das Hinspiel 4:1 gewonnen hatten, erwiesen sich gegen ihren früheren Schlussmann Oliver Reck im Schalke-Tor hoch motiviert und knüpften teilweise an die Glanzpartien der Bundesliga-Vorrunde an.

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