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BUNDESLIGA: Die Roten Teufel verpassen ihre Chance

Der 1. FC Kaiserslautern musste sich mit einem 5:1 gegen Berlin geschlagen geben und kann vorerst nicht zu Spitzenreiter Borussia Dortmund aufschließen.

Der 1. FC Kaiserslautern hat die Chance verpasst, um zumindest für einen Tag nach Punkten zu Spitzenreiter Borussia Dortmund aufzuschließen. Während der BVB und Verfolger Bayer 04 Leverkusen erst am Sonntag in Leverkusen zum Spitzenduell antreten, ging der FCK am Samstag bei Hertha BSC mit 1:5 unter und rutschte gar auf Platz vier ab. Ihren Vormarsch setzten dagegen der neue Dritte, der FC Schalke 04, und Titelverteidiger FC Bayern München fort. Schalke besiegte den SC Freiburg sicher mit 3:0 (3:0), die Bayern fegten am Ende nur noch neun Akteure aus Cottbus sogar mit 6:0 (3:0) vom Platz.

Kaiserslautern früh im Rückstand

Die Lauterer, die wegen eines am Vortag aus Witterungsgründen gestrichenen Fluges erst am Samstag per Bahn angereist waren, gerieten schon früh in Rückstand. Marcelinho (13.) verwandelte einen umstrittenen Foulelfmeter, nachdem Taribo West zuvor Alex Alves gefoult haben sollte. Noch vor der Pause bauten Bart Goor (37.) und Michael Preetz (43.) den Vorsprung gegen die ohne diverse Stammkräfte angetretenen Pfälzer aus, die durch Miroslav Klose zum 1:3 (45.) kamen. Preetz (60.) und Marcelinho (69.) machten mit ihren jeweils zweiten Einschüssen alles klar für die wiedererstarkten Berliner.

Schalke der Herr im eigenen Haus

Schalke 04 ließ von Anfang an keinen Zweifel daran, wer im Duell mit den zuletzt schwachen Freiburgern die Punkte holen würde. Nachdem Jörg Böhme (15.) die Knappen per Distanzschuss in Führung gebracht hatte, lief die Angriffsmaschinerie auf vollen Touren. Gerald Asamoah (37.) und Marc Wilmots (39.) erhöhten noch vor dem Wechsel. Nach dem Wiederanpfiff ließ es »Königsblau« dann ruhig angehen.

Bayern im Torrausch

Mit seinem elften Saisontreffer legte Claudio Pizarro in der 15. Minute für die Bayern vor. Stefan Effenberg (35./Foulelfmeter) und Mehmet Scholl (45.) machten schon vor dem Seitenwechsel alles klar, zumal die Gäste aus Cottbus zu diesem Zeitpunkt nach Janos Matyus? Notbremse (44./Rote Karte) nur noch zu zehnt auf dem Platz standen. Scholl (48.) und Pizarro (55.) erhöhten, dann sah auch Laurentin Reghecampf (58.) nach einer Notbremse Rot. Giovane Elber (74.) packte seinen 12. Saisontreffer noch oben drauf. Nationalkeeper Oliver Kahn scheiterte mit einem weiteren Strafstoß an Gegenüber Piplica (90.).

Die Löwen drehten den Spieß um

Tore erst nach der Pause erlebten 10.000 Zuschauer im Spiel VfL Wolfsburg - 1860 München (1:3/0:0). Marian Biliskov (53.) schoss die Hausherren zwar in Führung, doch anschließend drehten Roman Tyce (55.), Martin Max (58.) und Markus Weissenberger (90.) den Spieß für die Gäste um. Wolfburgs Mike Franz schwächte sein Team zusätzlich und kassierte wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte (77.).

Nürnberg macht Boden gut

In der Abstiegszone machte der 1. FC Nürnberg wertvollen Boden gut. Nürnberg besiegte dank Cacaus Doppelpack (2./70.) den 1. FC Köln mit 2:0 (1:0) und verließ mit nunmehr 25 Punkten die Abstiegsränge. Hansa Rostock kam dagegen über ein 1:1 (1:0) gegen den VfB Stuttgart nicht hinaus. Kapitän Rene Rydlewicz (30./Foulelfmeter) holte den Vorsprung heraus. Anschließend wehrte Hansa-Keeper Perry Bräutigam einen Elfmeter von Krassimir Balakow ab (53.), sechs Minuten später sah VfB-Mittelfeldakteur Silvio Meißner die Gelb-Rote Karte. Doch in der 72. Minute traf Fernando Meira trotzdem zum Ausgleich.

Köln kann für die Zweite Liga planen

Auch der FC St. Pauli musste sich gegen Borussia Mönchengladbach mit einem 1:1 (1:1) begnügen. Arie van Lent (31.) legte für die Gäste vor, doch Jochen Kientz (35.) schaffte fast postwendend den Ausgleich für die Hanseaten (17), die dennoch Tabellenvorletzte blieben. Schlechter steht nur noch Krisen-Club 1. FC Köln (15) da, der nun schon seit 959 Minuten ohne Torerfolg ist und allmählich für die 2. Liga planen kann.

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