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Bundesliga: FSV Mainz verpasst Befreiungsschlag und Eintracht Frankfurt kassiert erneuten Dämpfer

Der 1. FSV Mainz 05 kann auch im fünften Spiel in Serie in der Fußball-Bundesliga nicht gewinnen. Gegen Borussia Mönchengladbach reichte es am Ostersonntag nur zu einem 0:0. Eintracht Frankfurt fällt unterdessen im Rennen um die Königsklasse zurück.

Bundesliga, 1899 Hoffenheim - FSV Mainz: Der Mainzer Torwart Robin Zentner

Bundesliga, 1899 Hoffenheim - FSV Mainz: Der Mainzer Torwart Robin Zentner

DPA

Der FSV Mainz 05 hat mit dem torlosen Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach die große Chance vergeben, sich mehr Luft im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga zu schaffen. Für die Rheinhessen war es bereits das fünfte Spiel in Serie ohne Sieg. Mit einem Erfolg hätte sich Mainz am Ostersonntag vom Relegationsplatz 16 absetzen und den Abstand zum Tabellenvorletzten 1. FC Köln auf acht Punkte vergrößern können.

Der vom Mainzer Cheftrainer Sandro Schwarz geforderte Neustart nach der Länderspielpause begann vor 30.173 Zuschauern engagiert und mit viel Einsatz, aber alles andere als glänzend. Gegen die in der ersten Halbzeit kaum ins Spiel findenden Gladbacher haperte es sowohl an einem guten Spielaufbau als auch an der Gefährlichkeit in der Offensive - wie schon in den drei Liga-Partien zuvor ohne eigenes Tor.

Die wenigen Aktionen im gegnerischen Strafraum offenbarten die Torabschlussschwäche der Mainzer. In der 17. Minute versuchte es Stefan Bell mit einem Schuss aus knapp 30 Metern, Danny Latza (29.) zog volley ab und Levin Öztunali (42.) schoss Borussia-Torwart Yann Sommer den Ball aus mittlerer Distanz in die Arme. Ohne den mit sieben Treffern beste 05-Stürmer Yoshinori Muto, der wegen einer Knieblessur ausfiel, lief zunächst nicht viel im gegnerischen Strafraum.

Mainz blieb die agilere Mannschaft 

Auch bei den über weite Strecken harmlosen Gladbachern klappte nicht viel, obwohl Christoph Kramer und Jannik Vestergaard nach Verletzungspausen wieder in der Startelf standen. Immerhin sorgten die Gäste in der zehnten Minute durch Raffael für Gefahr. Der Schuss des Brasilianers aus halbrechter Position verfehlte das von Renè Adler gehütete Mainzer Tor nur knapp. Ansonsten hatte der frühere Nationalkeeper, den Coach Schwarz erst am Spieltag zur Nummer eins kürte und Florian Schwarz sowie Robin Zentner auf die Bank beorderte, wenig zu tun.

Nach dem Wiederanpfiff blieb Mainz die agilere Mannschaft und hatte durch Pablo Di Blasis (48.) die bis dato hochkarätigste Chance. Von Suat Serdar angespielt, scheiterte er aber an Borussia-Schlussmann Sommer. Nur eine Minute später strich nach einer Ecke ein Kopfball von Stefan Ball um Zentimeter über das Gladbacher Tor. Großes Pech hatte 05-Angreifer Emil Berggreen in der 66. Minute, als sein Kopfball an die Unterkante der Latte knallte und von dort in die Arme Sommers flog. In der hitzigen Schlussphase hatte Mainz dann Glück, dass die Gäste nicht noch zum Sieg trafen.

1:2 in Bremen nach Hradecky-Patzer

Ein dicker Patzer von Torwart Lukas Hradecky hat bereits früher am Sonntag den Champions-League-Ambitionen von Eintracht Frankfurt einen Dämpfer versetzt. Beim 1:2 (0:1) des hessischen Fußball-Bundesligisten am Ostersonntag bei Werder Bremen ließ der bis dahin starke Keeper in der 79. Minute den Ball durch die Hände zum Siegtreffer der Hanseaten rutschen. Eine Flanke von Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic hatte David Abraham zuvor abgefälscht, weshalb es ein Eigentor des Verteidigers war.

"Das tut mir für die Mannschaft leid, weil wir gut gespielt und einen Punkt verdient haben", sagte der Frankfurter Schlussmann Hradecky. Ausreden suchte der Finne nicht: "Das war ein Torwartfehler", gab er zu. Etwas Trost kam von Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic: "Es kann halt sein und das passiert im Fußball. Das ist bitter für den Jungen selbst, er wird sich selbst am meisten ärgern. Er weiß natürlich, dass er den halten muss", sagte er.

Vor 42 .00 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion hatte Junuzovic (28.) die Gastgeber in der phasenweise hochklassigen Partie in Führung gebracht. Luka Jovic (53.) gelang für die Hessen kurz nach der Pause der Ausgleich. Für die Frankfurter war es die dritte Auswärtsniederlage nacheinander, durch die sie auf Platz sechs abrutschten.  

Die Bremer blieben hingegen unter Trainer Florian Kohfeldt zu Hause ungeschlagen und dürften mit dem Abstiegskampf bei einem Vorsprung von 16 Punkten auf einen der direkten Plätze Richtung 2. Liga nichts mehr zu tun haben. "Wenn wir am Freitag in Hannover gewinnen, ist das Thema durch für uns", sagte Bremens Angreifer Max Kruse mit Blick auf den Relegationsrang.

ivi / DPA

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